Freund*innen der pflanzlichen Ernährung kommen kaum an ihm vorbei und auch Carnivoren schätzen ihn: Tofu. Und weil Tofu einfach so toll ist, verdient er auch einen eigenen weltweiten Feiertag, weshalb heute eine Ode an den geliebten Sojabohnenquark folgt. Feier zusammen mit uns den World Tofu Day und nimm dir die Zeit, noch mehr über den Bohnenkäse zu erfahren. Am Ende des Beitrags folgen auch noch ein paar Rezepte, um ihn gebührend zu feiern.

Aber kurz vorab, um nochmal alle inhaltlich abzuholen: Tofu, auch Bohnenkäse oder Bohnenquark genannt, ist ein Nahrungsmittel, das aus der asiatischen Welt stammt. Hierfür werden Sojabohnen verwendet, deren Milch letztendlich mithilfe eines Gerinnungsmittel (etwa Essig, Nigari oder Calciumsulfat) flockig wird. Diese Flocken werden entwässert und zusammengepresst – fertig ist der Tofu, wie wir ihn kennen. Ähnelt also ziemlich der Käseproduktion.

World Tofu Day: Die Wurzeln von Tofu

An dieser Stelle folgt ein kleiner Geschichtsexkurs in die Vergangenheit. Um die Entstehung von Tofu ranken sich einige Theorien, die es zu beleuchten gilt. Der Bohnenkäse ist nämlich nicht erst ein Food-Trend seit 15 Jahren, sondern ein fester Bestandteil in den Landesküchen Asiens. Eine Theorie ist, dass der Bohnenquark bereits im Jahre 965 n. Chr. in China erwähnt wurde und durch die Molkegerinnungstechniken entstand, die überwiegend von den Mongolen abgekupfert wurden. Eine andere Theorie wiederum besagt, dass Tofu während der Han-Dynastie im 15. Jahrhundert erfunden wurde. Eher aus Zufall, wie andere großartige Erfindungen vor ihm. Wie dem auch sei, mit China als großen Mittelpunkt Asiens gelangte der Bohnenquark schnell in andere asiatische Länder und ließ sich dauerhaft in Vietnam, Korea und Japan nieder. Auch dort ist er nicht aus der kulinarischen Landschaft wegzudenken.

Tofu in allen Formen und Arten

Den beliebten Bohnenkäse gibt es in unterschiedlichen Varianten, die allesamt ihren eigenen Charme und Geschmack mit sich bringen. Die bekanntesten einmal im Überblick:

  • Extra-weich: Wie der Name schon sagt, ist diese Sorte extrem weich und zerbrechlich. Wird gerne in koreanischen Suppen, wie Sundubu Jjigae verwendet.
  • Seidentofu: kommt in Blockform daher, ist aber ebenfalls sehr zart und sehr weiß. Eignet sich für milde, frische Gerichte wie koreanischer Seidentofu, aber auch für süße Zwecke wie den chinesischen Pudding Doufu Hua.
  • Naturtofu: So kennen ihn die meisten – als festen Block, eher beige. Vielfältig einsetzbar.
  • Räuchertofu: Eine Variante des Naturtofus, der mit geräucherten Aromen versetzt wird und oftmals vom Geschmack eher noch stärker an Fleisch erinnert.

Deswegen ist Tofu so toll

Dass Tofu toll ist, steht außer Frage. Um euch mit den wichtigsten hard facts zu versorgen, ohne euch zu langweilen: Er ist reich an Eisen, Phosphor, Folsäure und Calcium. Hinzu kommen noch essenzielle Aminosäuren, Vitamine und vor allem eins – Eiweiß. Auf 100 Gramm Tofu kommen je nach Tofu-Art 13-15 Gramm Eiweiß. Das macht Tofu nicht umsonst zu einem hervorragenden Fleischersatz, wie folgende Rezepte beweisen:

Neben Fleischersatz eignet sich der Bohnenkäse allerdings auch als Ersatz für andere tierische Produkte, auf die verzichtet werden soll. Ich denke da vor allem an Ei und Käse:

Allerdings ist der köstliche Bohnenquark viel mehr als nur ein Ersatz für irgendwas. Während er hierzulande gerne als Fleischalternative verwendet wird, spielt er in Asien gerne die Hauptrolle, da er für seinen Geschmack und seine Konsistenz geschätzt wird. Oder aber auch zusammen mit Fleisch – Mapo Tofu ist ein gutes Beispiel hierfür.

Bist du ebenfalls ein*e wahre Liebhaber*in von Tofu? Dann wirst du dich sicher auch mit diesen Gerichten anfreunden, bei denen Tofu nicht nur Back-up von Fleisch spielen muss:

So, das war nun genug Input zum Thema Tofu. Viel Spaß beim Nachkochen und Happy World Tofu Day!