Das ist der erste Teil unserer Beitragsreihe. Wir stellen hier nämlich Lebensmittel vor, die sehr exotisch, selten, regional und meist auch nicht günstig sind. Aus diesem Grund kennst du sie wahrscheinlich auch nicht. In der gehobenen Gastronomie oder in richtig feinen Restaurants besteht durchaus die Möglichkeit, auf sie zu stoßen. Zu jeder Zutat geben wir dir außerdem auch ein paar Zubereitungstipps oder versuchen den jeweiligen Geschmack zu beurteilen.

So, nun wurde lange genug um den heißen Brei geredet. Fangen wir also direkt mit der ersten Zutat an. Du wirst staunen, was es alles so gibt.


Eine aufgeschnitte Granadilla. © Shutterstock/ New Africa

Diese Frucht hört auf den wunderschönen Namen Granadilla und erinnert ein wenig an Passionsfrucht oder Maracuja. Das ist auch kaum verwunderlich, da sie ebenfalls aus der Gattung der Passsionsblumengewächse stammt. Tatsächlich wird sie auch genau so verarbeitet. Vor allem wird sie in Mittel- und Südamerika angebaut und kultiviert.

Eine wirklich einzigartige Frucht: Buddhas Hand. © Shutterstock/ Brent Hofacker

Diese Zitronenart namens Buddhas Hand wird wegen ihres intensiven, frischen und blumigen Aromas weltweit von Spitzenköchen geschätzt. Mit Sicherheit ist es aber auch das leicht bizarre Aussehen, welches ihr den Ruf als Gourmet-Zitrone eingebracht hat. Sie enthält kein Fruchtfleisch und damit auch keinen Tropfen Saft. Dafür kann man das innere Weiße in Gänze essen. Sternekoch Tim Raue beispielsweise hat sie einst bei einem Gericht wie Trüffel auf den Teller gehobelt. Auch zum Kandieren eignet sie sich hervorragend.

Finger Limes in verschiedenen Farben. © Shutterstock/ Tommy Atthi

Bleiben wir doch gleich bei exotischen Zitrusfrüchten. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Mischung aus Gewürzgurke und grüner Peperoni, hört auf den Namen Finger Lime. Es gibt sie in den Farben grün, rot, orange, gelb und allen Nuancen dazwischen. Die kleinen, im Mund zerplatzenden Kügelchen ähneln geschmacklich einer mild-säuerlichen Limette, bestechen aber auch durch eine leicht-salzige Note. Man nennt sie daher auch „Limettenkaviar“.

Umibodo wird auch grüne Meerestraube genannt. © Shutterstock/ Aedka Studio

Wenn wir schon mal beim Thema Limettenkaviar waren, kommt hier auch gleich der zweite Kaviarersatz hinterher. Diese Algenart nennt sich Umibodo. Wir haben der Umibodo-Alge bereits einen ganzen Artikel gewidmet. Denn der „grüne Kaviar“ ist echt köstlich und wirklich eine Alternative zum Fischkaviar. Lese hier mehr über die Umibodo-Alge.

Eine zerbröselte Belper Knolle. © Shutterstock/ Kyliki

Das, was du hier siehst, ist kein Trüffel. Kann aber genau so verwendet werden. Die Rede ist von der Belper Knolle. Das ist eine Rohmilchkäsesorte aus Belp, in der Schweiz. Als Frischkäse wird sie mit einem roten und als Hartkäse mit einem goldenen Band versehen. Letztere Variante eignet sich hervorragend dünn aufgerieben, um Speisen einen salzigen Umami-Touch zu verleihen. Die Belper Knolle mit Pfeffermantel schmeckt zum Beispiel hervorragend über ein Pastagericht gerieben.


Wenn dir dieser Beitrag viel Neues gezeigt hat und du die Zutaten noch nicht kanntest, dann solltest du mal in unserer Kochschule vorbeischauen. Hier erfährst du lauter Wissenswertes rund ums Kochen und Backen.