Du bist leidenschaftliche:r Kaffeetrinker:in und ohne den Energielieferanten geht bei dir gar nichts? Dann solltest du dir mal die Kaffeetrends 2021 ansehen, denn auch in diesem Jahr zeigt sich das Koffeingetränk ganz schön vielseitig. Wir verraten, welche Kreationen dich jetzt erwarten und was sonst noch wichtig ist in der Welt der Bohne.

Die Kaffeetrends 2021 im Überblick

Dass Kaffeefans experimentierfreudig sind, haben sie schon mit Variationen wie Kaffee gemischt mit Tonic gezeigt. Genauso ausgefallen geht es auch in diesem Jahr zu: Neuerdings mixt man Koffein und Superfoods miteinander. Und das schmeckt überraschend lecker!

Die Kaffeetrends richten ihren Fokus aber nicht nur auf das Getränk an sich, sondern auch auf die Produktion. Noch wichtiger als bisher nehmen Konsument:innen Faktoren wie Nachhaltigkeit und Regionalität. Genuss ist zwar wichtig, funktioniert aber nur, wenn dieser durch faire Arbeits- und vertretbare Umweltbedingungen entstanden ist. Das liegt zu einem großen Teil auch am Lockdown: In einer Zeit, in der wir so viel Zeit wie nie in den eigenen vier Wänden verbringen, achten viele von uns verstärkt darauf, wo Produkte produziert werden und auf welchem Weg sie im Supermarkt landen.

Aber was genau sind jetzt die wichtigsten Kaffeetrends 2021?

Coffbucha – Trendpotential dank fermentiertem Kaffee

Bestimmt hast du schon mal von Superfoods oder Supergreens gehört – Lebensmittel, die extra viele gesunde Nährstoffe enthalten und für unseren Körper echte Power Boosts sein sollen. Eins dieser Superfoods ist Kombucha: ein durch Fermentierung hergestelltes Erfrischungsgetränk, meist auf Basis von gesüßtem grünem oder schwarzem Tee. Spätestens in diesem Jahr soll uns aber Coffbucha – fermentierter Kaffee – durch die heißen Sommertage begleiten. Wenn du experimentierfreudig bist, kann du dich sogar selbst im Fermentieren versuchen. Alles, was du dafür brauchst, ist ein Kombucha-Pilz und, na klar, Kaffee.

Jetzt wird’s grün: Pflanzliche Alternativen zu Milch sind beliebter denn je

Beim Wocheneinkauf stehen sie mittlerweile wie selbstverständlich neben Kuhmilch: Milchalternativen auf Pflanzenbasis. Zwar dürfen die sich offiziell gar nicht Milch nennen, genutzt werden sie aber trotzdem genauso wie das Kuherzeugnis. Und gehören damit zu den Kaffeetrends 2021. Los ging es mit Klassikern wie Soja-, Hafer-, Mandel- und Kokosmilch. Jetzt kann man aber auch zu Alternativen aus Macadamia, Reis und sogar Erbsen und Hanf greifen. Das machen übrigens nicht mehr nur Veganer. Auch Vegetarier und Fleischfreunde haben sich schon mit den sogenannten Pflanzendrinks angefreundet. Vor allem Haferdrinks erfreuen sich aufgrund ihrer Klimabilanz immer größerer Beliebtheit: Sie können regional gewonnen werden und gelten als umweltfreundlichste Milchalternative. Mandelmilch dagegen punktet mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium.

Falls du deinen Kaffee gerne mit einer luftigen Schaumkrone veredelst, solltest du wissen, dass nicht alle Pflanzendrinks unbedingt fürs Aufschäumen geeignet sind. Das liegt daran, dass die Alternativen keine Milchproteine enthalten. Aber keine Panik, auf Latte Art musst du trotzdem nicht verzichten. Wähle entweder Sojadrinks oder Produkte, die mit zusätzlichen Fetten und Proteinen angereichert sind und als sogenannte Barista Editionen verkauft werden.

Nachhaltiger und regionaler Kaffeekonsum

Kaffeetrends 2021: ein Korb mit Kaffeebohnen in der Draufsicht.
Immer mehr achten Verbraucher:innen auf nachhaltigen, fairen Kaffeegenuss. Credit: Getty Images/ Inti Ocon / Freier Fotograf

Ein weiterer Kaffeetrend 2021 betrifft Regionalität und Nachhaltigkeit: Statt Bohnen großer Marken kaufen viele Konsument:innen ihren Kaffee vermehrt von kleineren, lokalen Röstereien. Ihnen sind fair entstandene und gehandelte Produkte wichtig und Kaffees kleinerer Läden tragen häufig Fair-Trade-Siegel. Die Idee hinter solchen Siegeln: Jede:r an der Produktion Beteiligte muss von der Arbeit leben können und in der Lage sein, die eigene Familie zu ernähren. Die Bohnen sind also unter angemessenen Herstellungsprozessen und Handelswegen sowie im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit nach Deutschland gekommen.

Apropos Nachhaltigkeit: Trotz seiner Vorteile wird der to-go-Genuss von Speisen und Getränken, auch von Kaffee, schon seit einiger Zeit kritisch betrachtet. Der Grund: Die Pappbecher und Plastikdeckel landen nach Verzehr im Abfall, und der Einweg-Müllberg wächst und wächst. Deshalb setzen Koffein-Liebhaber immer häufiger auf ihren eigenen nachhaltigen Mehrwegbecher und bringen diesen einfach mit ins Café, um Cappuccino und Co darin abfüllen zu lassen. Wer keinen To-go-Becher besitzt, bekommt in vielen Lokalen gegen eine kleine Pfandgebühr aber auch wiederverwendbare Becher. Beim nächsten Besuch wird der Becher dann entweder noch einmal benutzt oder einfach zurückgegeben.

Und was war früher? Kaffeetrends der letzten Jahre

Nur, weil uns 2021 mit neuen Kaffeetrends überrascht, heißt das übrigens nicht, dass wir Koffein-Kreationen der vergangenen Jahre vergessen müssen. Viel zu lecker sind doch vietnamesischer Eierkaffee, cremiger Dalgona und spritziger Gin-Tonic-Espresso. Auch die Idee der Slow-Coffee-Bewegung finden wir weiterhin super. Und das ist ja das gute an Trends: Einige kommen, um zu bleiben.


Quellen: kaffee-partner.de, rauwolf-coffee.de, utopia.de, abendblatt.de