Beim Backen und Kochen bist du bestimmt schon häufiger über die verschiedenen Bezeichnungen der getrockneten Traube gestoßen. Wir klären dich darüber auf, was eigentlich Rosinen, Korinthen und Sultaninen unterscheidet und wann du entsprechend welche am besten verwendest.

Rosinen, Korinthen, Sultaninen – die Unterschiede

Allgemein kannst du den Begriff „Rosine“ für alle getrockneten Trauben als Überbegriff verwenden. Vielmehr ist es die Art der Trocknung und der Traube selbst, die den Unterschied zwischen Rosinen, Korinthen und Sultaninen ausmacht.

Der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen

Generell sind Sultaninen dünnhäutige und sehr süße getrocknete Sultana-Trauben. Die Sultana-Traube ist kernlos und entstammt meistens der Türkei. Sultaninen unterscheiden sich von der allgemeinen Sultana-Rosine in der Art und Weise, wie sie beim Trocknen behandelt werden.

Die Traube wird zusätzlich mit einer Mischung aus Olivenöl und einem Triebmittel namens „Pottasche“ besprüht. Dadurch wird die Traube wasserdurchlässiger und die Trocknung verläuft schneller als bei der klassischen Rosine. Die Sultanine ist dementsprechend schrumpeliger und heller als die traditionell unbehandelte Rosine.

Die getrockneten Sultaninen-Trauben kannst du am Besten als Süßungsmittel in salzigen Speisen wie Couscous, Reisgerichten oder mit Linsen einsetzen. Wenn du es ausgefallener magst, kannst du damit auch verschiedene Zutaten füllen. Ganz klassisch kannst du natürlich süße Gebäcke und Kuchen damit verfeinern und gleichzeitig den Industriezucker ersetzen.

Korinthen: Andere Traube, andere Region

Korinthen entstammen einer anderen Traubensorte als der Sultaninen-Traube aus der Türkei. Sie kommen aus dem namensgebenden Korinth in Griechenland, sind kleiner von violett-schwarzer Farbe. Sie sind dadurch weniger süß und etwas herber und säuerlicher im Geschmack. Damit verleihst du beispielsweise einem Gugelhupf oder italienischen Panettone mehr Tiefe. Gut passen sie auch beispielsweise in selbst gemachte Schokolade oder zu Karamell, für mehr Fruchtigkeit und Säure.

Wie trocknet man Trauben?

Allgemein trocknet man alle Trauben nach derselben Methode. Sie werden aufgehängt oder auf Planen in der Sonne ausgelegt. So verlieren sie an Flüssigkeit und so konzentrieren sich der Zucker und damit auch der Geschmack. Die Stiele löst man durch das Sieben von den Rosinen und wäscht sie anschließend. Damit die Rosinen nicht zusammenkleben, werden sie zuletzt mit Öl behandelt. So kleben sie nicht zusammen oder schimmeln.

Du findest im Regal auch geschwefelte Rosinen und Sultaninen. Der Schwefelprozess verlängert die Haltbarkeit und beugt Bakterien und Pilze vor. Die Rosinen färben sich dunkel, fast schwarz. Das Schwefeln ist zwar gut für die Haltbarkeit, jedoch zerstört der Prozess die natürlichen Vitamine und der Schwefelstoff schadet der Umwelt.

Achte beim Kauf auf deine faire Ernährung

Um möglichst viele Inhaltsstoffe zu bewahren, wähl‘ also am Besten die unbehandelten Rosinen, Korinthen oder Sultaninen, am besten von einem Bio- oder Demeterhof.

Gut für deine gesunde Ernährung sind Rosinen nämlich auf jeden Fall. Die getrockneten Sultana-Trauben enthalten viel B-Vitamine, Eisen und Kalium. Die Korinthen enthalten zusätzlich viel Magnesium, Zink und Calcium. Deshalb ist das sogenannte Studentenfutter auch so ein gesunder Snack und eine gute Alternative zu Keksen, Crackern und Co.

Mittlerweile werden Rosinen nicht nur in der Türkei und Griechenland, sondern auch in Australien, Südafrika und den USA angebaut. Achte beim Kauf also auch darauf, woher die getrockneten Rosinen, Korinthen und Sultaninen kommen. Dadurch kannst du auch auf deine klimaneutrale Ernährung achten.