Die folgenden Gedanken sind philosophischen Ursprungs. Wir versuchen also zu ergründen, zu interpretieren und zu verstehen. Was ist die Wurst? Wie ist die Currysauce beschaffen? Was muss eine Wurst tun, um eine gute Currywurst zu sein? Warum kann ich keine Currywurst mit Pommes und Mayo sein und die alles entscheidende Frage nach der Würde der Wurst: Darm oder kein Darm? Zum Tag der Currywurst machen wir ernst. Einerseits gehen wir mit dir gemeinsam auf die Suche nach dem Ursprung des Gerichts. Andererseits versuchen wir, dich mit der Currywurst zu vereinen als Teil deiner kulturellen Identität, indem du alles über dieses altehrwürdige Streetfood, vermutlich der Urmutter des heimischen Auf-die-Faust-Speisens, weißt, was es zu wissen gibt… wird aber weniger nervig als der Auftakt hier. Also keine Sorge, kannste lesen!

Wer hat die Currywurst erfunden?

Diese Frage gilt als gesichert geklärt. Auch wenn es immer noch Stimmen gibt, die die Unverschämtheit besitzen, die Wahrheit nicht anzuerkennen: Die Erfinderin der Currywurst hörte (oder hört; je nach Auffassung über das Leben und den Tod) auf den Namen Herta Charlotte Heuwer. Geboren 1913 in Königsberg führte sie ab 1949 einen Imbiss/Kiosk in Berlin, und zwar in der Kantstraße/ Ecke Kaiser-Friedrich-Straße. Dort verkaufte sie die „Spezial Curry-Bratwurst“. Dies war Tag 1, der Anfang, der Urknall, Herta Heuwer die Erstbewegerin! Am 03. Juli 1999 verließ sie die irdische Welt, auch wenn sie dank ihrer Erfindung unsterblich ist.

Die beste Wurst für Currywurst: Mit oder ohne Darm?

Um diese Frage final zu beantworten, bedarf es weiterer Jahrhunderte der Forschung und liberalen Wahrnehmung der Meinung oppositioneller Positionen. Da ich kein Freund von solchen Sachen bin, jedoch ziemlich sicher der Autor dieses Beitrags, möchte ich zumindest meine Erkenntnisse teilen: Die beste Wurst für Currywurst ist ohne Darm! Warum? Das Braten der Wurst ohne Darm ergibt eine einzigartige Mischung aus Brat- und Frittieraromen sowie eine speziellen Textur, die zu einer harmonischen Verbindung aus Wurst und Sauce führt. Außerdem war die Urwurst darmlos. Nach dem Krieg waren Därme für Würste schlicht zu teuer, weswegen der findige Schlachter und Metzger Max Brückner die „Spandauer ohne Pelle“ erfand. Aber ist ja irgendwie schon Geschmacksache, also mach, was du willst.

Currywurst aus dem Ruhrgebiet

Auch das Ruhrgebiet ist zurecht bekannt und beliebt für seine Currywurst-Kultur und soll deswegen hier Erwähnung finden. Im Jahre 2018 wurde sogar eine Kampagne gestartet, die das Ruhrgebiet als „Heimat der Currywurst“ bezeichnet. Fundamentalistische Pottler behaupten bis heute, dass die Currywurst im Ruhrgebiet erfunden wurde. Und gegen Hardliner stellt man sich nicht. Hier hat die Curry übrigens immer einen Darm, man trinkt dennoch Bier dazu und spricht vermutlich über den selben Scheiß wie Berliner und alle anderen Menschen an den Buden dieser wunderschönen Welt. Klingt halt nur anders…

Ich hoffe, ich konnte dir am heutigen Tag der Currywurst ein wenig Klarheit und Weisheit bringen. Solltest du mich jetzt doof finden und deine Wurst trotzdem mit Darm bestellen, bin ich dir nicht sauer. Jedem seine Wurst… die kostete bei der guten Herta Heuwer übrigens 60 Pfennig. Es wäre schön, wenn dieser Preis am Tag der Currywurst wieder gelten würde. Für die Menschen, die Wurst und die Sauce. Amen!

Peace!

Wenn du Lust bekommen hast, weiteren Quatsch, aber auch Wissenswertes zu Feiertagen rund um Essen und Trinken zu lesen, schau in unseren Food-News vorbei. Hier findest du immer wieder aktuelle Beiträge, die uns Foodies umtreiben. In der Vergangenheit gab es da zum Beispiel diese Schätzchen zu lesen: