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Tag des Kakaos: Unterschied zwischen Kakao und heißer Schokolade

Zum Tag des Kakaos erklären wir dir hier die verschiedenen Begrifflichkeiten rund um das schokoladige Getränk.

Zwei Tassen mit Kakao und Marshmallows, passend zum Tag des Kakaos, neben Zimtstangen, einer Eicheö und einem Schal vor einem grauen Hintergrund.
Gönn dir zum Tag des Kakaos eine heiße Tasse mit vielen Toppings und Extras! © Getty Images/ istetiana

Hast du gewusst, dass in den USA heute der „National Hot Cocoa Day“ ist? Fast jeder Tag schein dort irgendein Feiertag zu sein, aber wir beschweren uns nicht und feiern lieber mit. Aber was genau feiern wir? Weißt du, was man genau unter „Hot Cocoa“ versteht? Das gleiche wie „Hot Chocolate“ oder? Nein. Tatsächlich gibt es zwischen den beiden Bezeichnungen einen Unterschied. Genauso auch im Deutschen: Kakao ist nicht das Gleiche wie heiße Schokolade. Bei dem zweiten muss man es ganz genau nehmen: Es handelt sich hierbei um ein Getränk, bei dem gemahlene oder klein gehackte Schokoladen-Stücke zusammen mit Milch oder Wasser geschmolzen und zu einer Flüssigkeit gerührt werden. Während Kakao aus Milch oder Wasser und vorgefertigtem Pulver, dem Kakao-Pulver, zubereitet wird. Weshalb der amerikanische „Hot Cocoa Day“ also unser Tag des Kakaos ist, nicht der heißen Schokolade!

Heiße Schokolade aus Kakao-Bohnen

So viele Begrifflichkeiten und komplizierte Definitionen. Ganz überflüssig sind diese kleinen Details aber nicht. Besonders wenn es um den Geschmack geht. Eine heiße Schokolade, die hierzulande auch häufig einfach Kakao genannt wird, ist wegen der Verwendung der puren Schokolade cremiger in der Konsistenz und intensiver im Geschmack.

Schokolade in flüssiger Form gibt es tatsächlich schon länger, als Schokolade in Tafel-Form. Dieses flüssige Getränk wurde direkt aus der puren Kakao-Bohne hergestellt. Mehr über die allererste heiße Schokolade, die südamerikanische Xocolatl, findest du hier. Aufgrund der europäischen Kolonisation Südamerikas wurde die Kakao-Bohne und somit auch die aus ihr hergestellte Flüssigkeit aus ihrer eigentlichen Heimat entnommen und für den Geschmack der Europäer angepasst. Dabei kam dann auch Zucker und Milch ins Spiel. Denn heiße Schokolade wurde lange wie Kaffee und Tee behandelt und so zubereitet und getrunken. Erst im 19. Jahrhundert wurde aus dem Getränk dann die uns heute bekannte Süßigkeit. Und mit diesen Tafeln stellen wir heute wiederum heiße Schokolade her.

Kakao aus Kakao-Pulver

Aber genug von der heißen Schokolade und zurück zu dem Kakao. Ironischerweise steckt im Kakao-Pulver weniger Anteil an der eigentlichen Kakao-Bohne, nachdem das Pulver benannt ist, als in fester Schokolade. Die gemahlene Kakao-Bohne wird für Kakaopulver mit Zucker, Salz, Emulgatoren und Vitaminen versetzt. Am Schluss ergibt das dann einen durchschnittlichen Kakao-Bohnen-Anteil von 20 Prozent. Im Vergleich dazu muss Milchschokolade einen Mindestanteil an 30 Prozent Kakao haben. Da auch die Kakaobutter zum Kakaoanteil gezählt wird, hat sogar weiße Schokoladen im Durchschnitt einen Kakaoanteil von 28 Prozent.

Da schneidet das Kakao-Pulver im Vergleich also nicht so gut ab. Zumindest wenn es um einen vollmundigen Schokoladengeschmack geht. Aber nicht jeder mag den herben Geschmack der Kakao-Bohne und viele bevorzugen Milchschokolade über Zartbitterschokolade. Wenn man Lust auf etwas sehr Süßes hat, ist ein Kakao genau das Richtige. Egal ob kalt oder warm. Denn das ist ein weiterer Vorteil des Kakao-Pulvers: Es lässt sich schnell, egal mit welcher Flüssigkeit und bei welcher Temperatur, zu einem Getränk verrühren. Natürlich gibt es wie bei der Schokolade auch bei dem Kakao-Pulver verschiedene Versionen. Darunter auch welche mit weniger oder gar keinem Zucker. Diese werden aber weniger zum Anrühren von Getränken und mehr zum Backen verwendet.

So wirst du ihn zum Beispiel auch bei diesen drei schokoladigen Gebäcken und Desserts verwendet finden:

Aber zum heutigen Tag des Kakaos solltest du das Pulver dafür benutzen, dir eine schöne warme und süße Tasse des schokoladigen Heißgetränks anzurühren. Und vielleicht noch mit Marshmallows toppen und Sahne garnieren, denn nicht jeder Tag ist „National Hot Cocoa Day“, das muss ausgenutzt und gefeiert werden! Genieße deinen Kakao.