Man findet sie immer öfter in größeren und mittlerweile auch kleineren Städten: sogenannte Unverpackt-Läden. Die Supermärkte verzichten komplett auf Plastikverpackungen, stattdessen füllen sich Kund:innen ihre Lebensmittel in selbst mitgebrachte Dosen und Gläser ab. Ein Trend, der vor allem bei Verbraucher:innen mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein beliebt ist. Und auf den jetzt eine große Supermarkt-Kette aufspringt: Mit eigenen Unverpackt-Stationen bei Kaufland versucht das Unternehmen seit Juli diesen Jahres, einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen.

Unverpackt-Stationen bei Kaufland zunächst in zwei Filialen

Der Supermarkt hat erst einmal zwei Filialen für den Test bestimmt. Diese befinden sich in Pfungstadt und Steinheim. Dort gibt’s die Produkte in sogenannten Dispensern, die einen direkten Kontakt mit den Lebensmitteln verhindern. Für ausreichend Hygiene ist also gesorgt. In den Unverpackt-Stationen bei Kaufland finden Interessierte zum Beispiel Nudeln, Reis und Quinoa. Snacks wie schokolierte Nüsse und Trockenobst gehören ebenfalls zum Sortiment. Insgesamt gibt es an beiden Standorten je 40 unverpackte Grundnahrungsmittel.

Mit dem Konzept möchte Kaufland Plastikmüll reduzieren, denn alles wird in selbst mitgebrachten Mehrwegverpackungen abgefüllt. Für alle, die keine eigenen Dosen dabei haben, stellt der Supermarkt aber auch passende Verpackungen, die mehrmals genutzt werden können, zur Verfügung. Ein weiterer Pluspunkt ist die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Denn gerade für Menschen, die allein wohnen, sind die bereits abgepackten Produktmengen in Supermärkten meist zu groß. Hat man die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie viel man kaufen möchte, gestaltet sich der Einkauf viel bedarfsgerechter. An den Unverpackt-Stationen bei Kaufland ist dies nun also möglich.

Sechsmonatige Testphase für die neuen Unverpackt-Stationen

Zunächst möchte das Unternehmen herausfinden, wie Verbraucher:innen die Unverpackt-Stationen bei Kaufland annehmen. Dafür ist eine sechsmonatige Testphase vorgesehen. Kommt die Idee gut an, möchte Kaufland diese europaweit ausrollen.

Das Thema Nachhaltigkeit im Umgang mit Nahrung zum Schutz der Umwelt ist längst in den Fokus gerückt – sowohl in Privathaushalten als auch bei Unternehmen und auf Landes- sowie Bundesebene. Erst vor kurzem berichteten wir über die NoWaste-App, die User:innen dabei unterstützt, Vorräte im eigenen Haushalt vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zu verbrauchen. Hilfreich ist es außerdem, bestimmte Produkte einfach selbst anzubauen. In unserem Ratgeber verraten wir dir beispielsweise, wie du Pilze selbst zu Hause züchten kannst.


Quellen: bildderfrau.de, unternehmen.kaufland.de, 24rhein.de