It’s that time of the year again: Die Vorbereitungen für die Weihnachtsfeiertage laufen auf Hochtouren, es werden Plätzchen gebacken, Glühweinrezepte ausgetauscht und das Essen für Heiligabend und die Feiertage geplant. Während bei vielen Gänsekeule, Würstchen und Kartoffelsalat oder Fisch aufgetischt wird, kommen für alle, die sich tierfrei ernähren, die meisten Weihnachtsklassiker nicht in Frage. Deshalb steht unser zehntes Türchen vom EAT CLUBventskalender ganz im Zeichen des perfekten veganen Weihnachtsmenüs. Ich habe Vorspeise, Hauptgang und Dessert für jede:n geplant, die und der dem Weihnachtsbraten abgeschworen hat, aber zur großen Festtagssause trotzdem ordentlich schlemmen möchte.

Ein veganes Weihnachtsmenü, das keine Wünsche offen lässt

Auch wenn heute erst der 10. Dezember ist, lade ich dich zum Weihnachtsessen ein. Zwar nur imaginär, aber hey, ich freue mich trotzdem auf die gemeinsame Zeit mit dir. Und wer weiß, vielleicht bringst du das vegane Weihnachtsmenü ja an einem der Feiertage selbst auf den Tisch. Hast du Hunger? Bestens, dann kann’s ja losgehen.

Vegane Vorspeise: Erbsen-Spinat-Suppe

Sie gilt als Klassiker unter den Vorspeisen: die Suppe. Oft kommt sie aber sahnig daher und ist dann für Veganer:innen nicht geeignet. Deshalb serviere ich dir als ersten Gang im „Weihnachtsmenü vegan“ eine Erbsen-Spinat-Suppe. Du denkst jetzt vielleicht: „Wie, das soll der Auftakt zum ultimativen veganen Weihnachtsmenü sein? Klingt zwar lecker, aber auch ein bisschen lame.“ Wenn ich dir aber verrate, dass die Suppe mit selbstgemachtem Chili-Popcorn gekrönt wird, sieht das ganze schon wieder komplett anders aus. Lasset das Genießen beginnen, es ist angerichtet!

Veganes Hauptgericht: Nussbraten mit veganer Bratensoße

Dank Linsen und einer Portion Nüssen liefert diese Hauptspeise ganz nebenbei wichtige Proteine und überzeugt durch einen gewissen Crunch. Darf ich vorstellen: der vegane Braten für dein Weihnachtsmenü. Aber er schaut natürlich nicht allein auf deinem Teller vorbei, sondern hat gleich noch eine vegane Bratensoße mit im Gepäck. Als ich die neulich für ein Thanksgiving Dinner angerührt habe, war nicht nur ich begeistert von ihrem Aroma. Alle Gäste, die durch die Wohnungstür traten, lobten direkt den Geruch, der aus der Küche lockte und Lust aufs kommende Essen machte, das in wenigen Minuten aufgetischt werden sollte.

Auf einem Brett liegt ein angeschnittener veganer Nussbraten, bestreut mit Petersilie. Im Hintergrund ist eine Lichterkette erkennbar.
Unser veganer Nussbraten lässt die Herzen beim Dinner höher schlagen und den Appetit größer werden. © Getty Images/ homydesign

Aber jeder Braten ist nur halb so gut, wenn die Begleitung fehlt. Deshalb mache ich direkt weiter mit den Beilagen für dein veganes Weihnachtsmenü. Spoiler: Es handelt sich um alte Bekannte in tierfreiem Gewand.

Vegane Beilagen: Gebratene Knödel und Apfel-Rotkohl

Die Entstehungsgeschichte der gebratenen Knödel erzählt von einem kleinen kulinarischen Unfall – und beweist, das niemand vor Missgeschicken in der Küche sicher ist. Denn eigentlich sollten die Knödel gar nicht in der Pfanne landen. Stattdessen war der Plan, dass sie eine gute Dreiviertelstunde im Topf vor sich hin garen. Beim Auspacken dann die Überraschung: Der Teig hatte sich so gut wie gar nicht verbunden, stattdessen entwich aus der Folie eine matschige Masse. Was tun? Kurzerhand formte ich daraus kleine Fladen und schmiss sie in die Pfanne. Und siehe da, in wenigen Minuten wurden daraus knusprige Knödel, nach denen am Tisch zuerst gefragt wurde, weil die Schüssel schon wieder leer war.

Zum Apfel-Rotkohl muss man eigentlich nicht viel sagen. Er ist DER Evergreen unter den Beilagen und wird zu jeglicher Art von Festtagsbraten gereicht. Ehrensache, dass er auch im veganen Weihnachtsmenü nicht fehlen darf.

Eine Pfanne mit gebratenen veganen Knödeln auf einem Holztisch in der Draufsicht.
Überzeugen Freunde und (hoffentlich auch) Familie: vegane Knödel aus der Pfanne. © Getty Images/ from my point of view
Ein Blech mit Apfel-Rotkohl auf vereistem Untergrund, daneben liegen gefrostete Johannisbeeren und einige weitere Zutaten.
Apfel-Rotkohl gehört definitiv zu den Beilagenklassikern, wenn die Familie zum Festessen zusammenkommt. © Getty Images/ Danielle Wood

Veganes Dessert: Zimteis

So, und was gibt’s jetzt zum Nachtisch? Vorausgesetzt, du hast nach all den Köstlichkeiten überhaupt noch Platz für ein Dessert, serviere ich für den vielleicht schönsten Gang des Menüs ein veganes Zimteis. Das bereitest du am besten schon am Vortag zu, denn es schmeckt erst so richtig gut, wenn es eine Weile im Tiefkühlschrank verharren durfte.

Eine Kugel veganes Zimteis liegt in einer kleinen Schale. Neben dem Eis liegt ein Löffel. Das Eis ist mit Zimt und Sternanis angerichtet. Der Teller steht auf einem blauen Untergrund. Um den Teller herum liegt Zimt, Sternanis und etwas Schleierkraut im Hintergrund
Unser veganes Zimteis ist wirklich unschlagbar leicht gemacht und wird himmlisch cremig. Das solltest du nicht verpassen. © Getty Images / Merinka

Weihnachtsessen vegan: Dein Menü auf einen Blick

Ich hoffe, dir hat das vegane Weihnachtsmenü genauso gut geschmeckt wie mir! Du warst ein super Gast, vielen Dank, dass du vorbeigeschaut und mitgegessen hast. Und weil’s so köstlich war, siehst du hier noch einmal das komplette Menü in einer Komposition. Passt alles wunderbar zusammen, oder?