Immer wieder gibt es Debatten darüber, ob ein Glas Rotwein am Abend jetzt gut oder schlecht für uns ist. Und wie bei jedem Genussmittel ranken sich mittlerweile so viele Mythen um das Gemütlichkeits-Getränk wie Reben um seine Trauben selbst. Welche Fakten über Wein tatsächlich stimmen, das haben wir uns hier mal etwas genauer angeschaut.

Fakten über Wein – Nummer 1: Das Getränk ist ein Jungbrunnen

Oft heißt es, dass Menschen mit einem hohen Alkoholkonsum älter aussehen als jene, die verzichten. Das mag im Einzelfall zutreffen, doch zumindest Wein kann uns auch dabei helfen, jung zu bleiben. In der Haut der Trauben stecken nämlich viele Antioxidantien, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Das sind sauerstoffhaltige Moleküle, die im Normalfall selbst vom Körper abgetötet werden. Da dieser Mechanismus im Alter immer unzuverlässiger wird, kann es zu Gedächtnis- oder Sehproblemen kommen. Aber zum Glück können wir mit bestimmten Lebensmitteln nachhelfen. Neben Rotwein sind da besonders Hülsenfrüchte und Gemüse wie Karotten oder Spinat eine gute Idee.

2. Fakt: Enthaltene Sulfite können Nebenwirkungen haben

Klar, den Kater am nächsten Morgen kennt jeder. Viele klagen jedoch nach dem Genuss eines edlen Tropfens auch über eine verstopfte Nase oder rote Flecken auf der Haut. Das kann mitunter an den sogenannten Sulfiten liegen. Diese Schwefelverbindungen hindern den Wein daran, weiter zu gären und bewahren ihm damit den leckeren Geschmack. Da dieser Prozess aber essenziell für den Wein ist, enthalten eigentlich alle Weine Sulfite und deklarieren dies auch als Hinweis für Allergikerinnen auf der Flasche. Generell gilt aber: Weißwein enthält mehr Sulfite als Rotwein. Da eine reine Schwefelallergie aber sehr selten ist, solltest du dir nicht sofort Sorgen machen. Meist kommen die roten Flecken schlichtweg von einer Abwehrreaktion des Körpers gegen den Alkohol.

3. Fakt: Vegetarier:innen müssen bei der Getränkewahl aufpassen

Ja, auch Wein kann nicht für vegetarische Ernährung geeignet sein. Das liegt daran, dass bei der Herstellung tierische Produkte zur Klärung des Getränks verwendet werden. So nutzen Winzerinnen oft Hühnereiweiß, Eiklar oder das Milchprodukt Lysozym, um ihr Produkt zu stabilisieren und von sogenannten Trubstoffen zu befreien. Mittlerweile hat sich der Markt aber schon dahingehend verändert, dass es ein ganzes Regal von veganen Weinen gibt, bei denen die Winzerinnen auf eine derartige Klärung verzichtet haben und den Wein natürlich belassen haben.

4. Fakt: Alkohol macht nicht immer dick

Mit dem typischen Glas Rotwein am Abend nimmst du nicht per se zu. Es soll sogar Studien geben, die davon sprechen, dass die Kalorien im Wein anders verwertet werden als solche aus Kohlenhydraten und Fetten. Und da so ein Glas gerade im Vergleich zu Bier deutlich kleiner ist, nimmst du auch weniger Kalorien auf. Unser Tipp: Misch dir deinen Wein einfach zu einer Schorle, so sparst du Kalorien und musst nicht verzichten. Welcher Alkohol generell die wenigsten Kalorien hat, erfährst du hier.

5. Fakt: Der letzte macht das Licht aus…

Ein letzter Mythos, den wir aufklären wollen: das Lustempfinden. In ungefähr jedem Flirtratgeber ist der Tipp zu finden, dass so ein Gläschen Wein sicher dabei hilft, besser in die richtige Stimmung zu kommen. Und auch wenn der Rest solcher Ratgeber oft links liegen zu lassen ist, müssen wir hier zustimmen. Das Ethanol im Alkohol stimuliert nämlich speziell unseren Hypothalamus. Dieser ist unter anderem auch für die Lust zuständig. Auch hier ist Wein aber mit Vorsicht zu genießen, denn schon ab dem zweiten Glas kann Alkohol zum Verlust gewisser Sinnempfindungen führen. Also besser auf die nüchterne Wahrheit vertrauen, die zeigt sich sowieso spätestens am nächsten Morgen.


Mein Wein kann man übrigens auch ganz hervorragend kochen! Hier ein paar Anregungen:

Quellen: bildderfrau.de, gesundheitstrends.com, focus.de, eigene Recherche


Du spielst selbst die Gastgeberin und willst zum Essen nicht nur Wein reichen? Dann lies‘ hier mehr über den neuen Trend Getränke-Pairing.