Ohne Zweifel: Unter all den weltweit beliebten italienischen Nudelgerichten ist Spaghetti Bolognese DER Klassiker schlechthin. Wen wundert es aber auch. Köstliche Pasta trifft auf eine würzige Sauce aus Fleisch, Tomaten und vielen mediterranen Kräutern. Ein absoluter Genuss! Zwar gibt es gefühlt unzählige Rezepte für den Klassiker, aber es gibt dabei auch eine Reihe typischer Fehler, die viele bei Spaghetti Bolognese so machen. Wir klären dich auf – damit rein gar nichts mehr schieflaufen kann!

Fehler bei Spaghetti Bolognese – Nummer 1: Die Zutaten landen in falscher Reihenfolge im Topf

Bei einer klassischen Bolognese gehört was neben Hackfleisch in den Topf? Richtig: Tomatenmark! Viele drücken die rote Paste aber erst recht spät beim Kochen in die Sauce. Oft, um der Sauce eine fruchtigere Note zu verpassen.

Ein ganz typischer Fehler bei der Zubereitung von Bolognese – beziehungsweise im Umgang mit Tomatenmark im Allgemeinen. Durch die Aufbewahrung in der Tube nimmt das Tomatenmark einen leicht metallischen Geschmack an, der auch gerne auf die Sauce übergeht, wenn das Mark direkt dazugegeben wird.

Besser: Gib das Tomatenmark in den Topf oder die Pfanne, bevor flüssige Zutaten im Topf sind. Einfach die anderen Zutaten wie Fleisch und Gemüse an den Rand schieben, das Tomatenmark mittig platzieren und kurz anrösten lassen. So karamellisiert das Tomatenmark – und bekommt ein unschlagbares Aroma, während der metallische Unterton verschwindet.

Im Falle der Bolognese sollte also erst das Fleisch angebraten werden, dann das Gemüse und dann das Tomatenmark. Wenn es eine ziegelsteinrote Farbe genommen hat, ist es optimal – und flüssige Zutaten dürfen nun mit in den Topf.

Fehler Nummer 2: Du vergisst das Gemüse

Wo wir gerade bei Gemüse waren… manch einer beschränkt sich bei der Zubereitung einer Bolognese auf Hackfleisch und die tomatigen Komponenten. Tatsächlich aber gehört in eine waschechte Bolognese auch Gemüse – allen voran kleingeschnittene Karotten und Sellerie. Super wichtig, um der Sauce das typische Aroma zu verleihen.

Je nach Rezept kommen auch Zwiebeln und Knoblauch zum Einsatz – wobei sich hierüber tatsächlich streiten lässt…

Fehler Nummer 3: Du nimmst nicht das richtige Fleisch

Wer eine richtige Bolo kochen will, sollte auch auf die Auswahl des richtigen Fleischs achten. Der Einfachheit halber wird meist gemischtes Hack gekauft – wobei bei fertig gemischten Varianten aber das Verhältnis nicht richtig ist. Nur Rinderhack wiederum kann am Ende zu trocken ausfallen.

Ideal ist eine Mischung von circa 2/3 Rinderhack und 1/3 Schweinehack. So bleibt das Fleisch saftig und aromatisch.

Außerdem: Hack ist nicht das einzige Fleisch, das in einer Bolognese landen sollte. Idealerweise brätst du zusätzlich zum Hack auch noch in Würfel geschnittenen, italienischen Speck an – etwa Pancetta oder Guanciale. Das sorgt für das Maximum an Geschmack, vertrau uns!

Fehler Nummer 4: Du nimmst dir nicht genügend Zeit

Ja, manchmal hat man nun wirklich keine Zeit, lange in der Küche zu stehen. Ist das bei dir gerade der Fall, solltest du dich für ein anderes Gericht entscheiden, denn: Eine wirklich gute Bolognese braucht etwas mehr Zeit. Wenn erstmal alle Zutaten im Topf gelandet sind, sollte die Sauce eine ganze Weile bei kleiner Flamme vor sich hinköcheln. Zwei Stunden solltest du dafür auf jeden Fall einplanen – sonst wird das Ganze am Ende eher etwas fad.

Wenn Zeitmangel bei dir ohnehin öfter auf der Tagesordnung steht, aber dennoch nicht auf regelmäßigen Bolo-Genuss verzichten willst, kannst du auch eine größere Menge vorkochen und dann einfach einfrieren, wenn du sowieso schon dabei bist.

Und wenn du Inspiration für schnelle Pasta-Gerichte suchst, haben wir da natürlich die passenden Ideen für dich:

Fehler Nummer 5: Du verkochst die Nudeln

Es ist schon ein kleiner Hürdenlauf, die Bolognese-Sauce perfekt hinzukriegen. Ist das aber gelungen, gibt es noch eine weitere Stolperfalle: die Pasta. Ist diese nämlich verkocht, dann leidet das ganze Gericht darunter.

Pasta sollte immer bissfest gekocht werden, also al dente. Klappt aber nicht immer – ein typischer Fehler beim Nudeln kochen. Wirf also einen genauen Blick auf die Packungsanleitung der Pasta – und probiere schon eine Minute vor Ablauf der angegebenen Kochzeit, wie es um die Bissfestigkeit der Teigwaren bestellt ist. So verpasst du garantiert nicht den idealen Zeitpunkt.

Kleiner Fun-Fact: Zwar kennt man das Gericht als Spaghetti Bolognese – doch Italiener würden Spaghetti gar nicht als optimale Nudelsorte für die Sauce empfehlen. Giorgia Zabbini von der Stadtverwaltung Bologna hat einst mal im Gespräch mit Travelbook verraten, dass beinahe alle anderen Pasta-Sorten besser geeignet seien. Das Ganze hat auch einen ziemlich nachvollziehbaren Grund: Im optimalen Fall soll sich die Pasta nämlich mit der Sauce verbinden. Bei Spaghetti rutscht die Sauce hingegen einfach ab.

Mehr zum Thema „Die richtige Pasta für die jeweilige Sauce“ kannst du übrigens in unserem Ratgeber nachlesen.


Lust auf eine kleine Herausforderung? Dann kannst du neben der Bolognese-Sauce auch einfach deine Pasta selbst machen. Wirf einen Blick in unser Video und erfahre, wie es geht: