Einfach zubereitet, schmeckt großen und kleinen Gästen und lässt sich problemlos transportieren: Blechkuchen sind für die geselligen Stunden im Jahr gemacht. Mit unseren 5 Tipps für den perfekten Blechkuchen gelingen Pflaumenkuchen, Streuselkuchen und Bienenstich auch Naschkatzen, die nicht das Konditor:innen-Handwerk erlernt haben.

1. Warenkunde – das richtige Blech

Beim Kauf eines Küchenherds sind für den Backofen meist zwei Backbleche aus Alu oder Edelstahl im Preis inbegriffen: ein flaches und ein tiefes. Das flache Blech ist ideal für Plätzchen und das tiefe für saftigen Blechkuchen. Dort hat der Teig ausreichend Platz aufzugehen, und der in der Regel großzügig verteilte Belag läuft nicht über den Rand. Mittlerweile gibt es auch Backbleche aus Silikon. Die Zeitschrift Öko-Test empfiehlt, diese vor dem ersten Einsatz etwa vier Stunden bei 200 Grad zu erhitzen. Die Prozedur sorgt dafür, dass die Form möglichst frei von flüchtigen organischen Bestandteilen ist, die in den Kuchen übergehen können. So, jetzt weißt du schon einiges über die Wahl des richtigen Blechs, nun geht es weiter zur Basis eines leckeren Blechkuchens.

2. Backe, backe Blechkuchen – welcher Teig?

Der Teig für Blechkuchen sollte nicht so flüssig sein wie etwa der eines Schokoladenkuchens. Er sollte zart und knusprig aus dem Ofen kommen, aber nicht zu hart oder bröselig. Beliebt ist vor allem der klassische Rührteig. Ein Hefeteig eignet sich wunderbar für frischen Obstkuchen mit Streuseln – und natürlich mit sehr viel Sahne. Lockerer, weicher Biskuitteig ist für fein geschnittenes oder püriertes Obst eine hervorragende Wahl. Vor allem Gebäck aus Biskuit schmeckt frisch am besten: Einfach die Augen schließen und den fluffigen Biskuitteig mit dem angenehmen Fruchtgeschmack auf der Zunge zergehen lassen. Süßer und aromatischer kann man Obst nicht genießen. Ein weiterer Klassiker für Blechkuchen ist der Mürbeteig. Konditor:innen nennen ihn auch „1-2-3-Teig“, da sein Grundrezept 1 Teil Zucker, 2 Teile Fett und 3 Teile Mehl vorsieht. Mürbeteig sollte mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen und vor seinem Einsatz blindgebacken werden.

3. Köstliche Früchtchen – Obstkuchen

Kein Gebäck ist so beliebt wie Obstkuchen – ob als Tartelette, aus der Kastenform oder vom Backblech. Auch wir lieben die Aromen von sommersüßem und herbstreifem Obst. Erdbeeren, Kirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Himbeeren: Wir backen uns die wärmende Sonne und die verführerischen Düfte des Sommers und Herbst ein und genießen sie mit der Familie oder Freund:innen. Bei uns bleibt in den Jahreszeiten garantiert kein Backblech lange kalt. Frisches Obst macht den Blechkuchen saftig und wird in der Regel mitgebacken. Weiches Obst wie Himbeeren oder Brombeeren wird besser auf dem gebackenen Blechkuchen-Teig verteilt.
Ein Tipp von der Oma: Damit frisches Obst beim Belegen des Blechkuchens nicht einsinkt, dieses vorher mit der Unterseite in Mehl eintauchen.

4. Alles in Butter – knusprige Streusel

Lass das, geh weg. Das ist alles genau abgewogen! Nicht nur Kuchenteig wird genascht, auch von den Streuseln kann fast niemand die Finger lassen. Die knusprigen, buttrigen Streusel sind eine Sonderform des Mürbeteigs und krönen jeden Blechkuchen. Und so werden sie gemacht: 300 g Mehl, 150 g zimmerwarme Butter und 175 g kalte Butter (in Stücken) mit den Händen oder dem Handrührer mischen, bis die Masse schön bröselig ist. Faustregel: Je weicher die Butter, desto zarter die Streusel.
Zweiter Tipp von der Oma: Von den Zutaten etwas mehr nehmen, dann darf auch genascht werden.

5. Form bewahren – die Pflege

Backen ist Handwerk. Dafür benötigt man Wissen, aber auch „Werkzeuge“ – in diesem Fall Backbleche und Backformen. Nur der passende Umgang mit dem Material garantiert eine lange und reibungslose Zusammenarbeit. Silikonformen sowie Metallbackformen mit einer Anti-Haft-Beschichtung sind Diven. Sie verzeihen es niemals, sollte man sie mit Scheuerschwämmen oder harten Spülbürsten reinigen. Ihre Rache ist grausam: Der Teig lässt sich nicht mehr gut aus der Form lösen. Metallbackformen ohne Anti-Haft-Beschichtung sind noch empfindlicher. Bevor sie überhaupt bereit sind mitzumachen, möchten sie mit Fett bestrichen und für bestimmte Rezepte mit Mehl oder Semmelbröseln ausgekleidet werden. Ist eine Oberfläche beschädigt, empfiehlt es sich, Backpapier zu verwenden.

Jetzt hast du eine Menge Know-how über Blechkuchen und stehst in den Startlöchern? Wir haben ein paar Vorschläge für köstliche Kuchenrezepte für dich, die sich in einer Spring- oder Kastenform aber auch auf dem Blech zubereiten lassen:

Quark-Birnenkuchen mit Zimt einem Blech, daneben liegen ein Messer, ein Tortenheber und ein Sieb mit Puderzucker. pinit

Backen macht Spaß und wird auch noch mit süßen Naschereien belohnt. Wenn nicht etwas schief gegangen ist. Denn auch wenn ein gelungener Blechkuchen im Ofen steht, heißt dies noch lange nicht, dass zum Beispiel der Teig auch schön aufgeht. Wir verraten 11 Fehler, die den Kuchen verderben. Auch die Auswahl der Zutaten hat entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis, deshalb ist es gut zu wissen, welche Mehl-Type für welches Rezept benutzt wird. Blechkuchen geht aber auch ohne Mehl, wie zum Beispiel der Haferflocken-Kuchen mit Äpfeln vom Blech. Viel Spaß und Erfolg beim Backen und Genießen!