Wir liiieben die Spargel-Zeit! Kein Wunder aber auch: Es gibt unzählige Gerichte mit dem aromatischen Stangen-Gemüse – und viel zu wenig Zeit, um sie alle in nur einer Saison auf die Teller zu zaubern. Geht es dir auch so? Dann solltest du auch auf Nummer Sicher gehen, dass du das Beste aus der Zeit (und dem Spargel) herausholst. Es gibt nämlich einige typische Fehler beim Spargel kochen, die das Ergebnis trüben können.

Fehler beim Spargel kochen – Nummer 1: Falsch gelagert

Okay, okay. Die Lagerung selbst hat natürlich nichts mit dem Kochvorgang zu tun. Tatsächlich versteckt sich aber schon hier der erste Fehler, der den Genuss später trüben kann, da Spargel bei Zimmertemperatur gelagert seine Knackigkeit verliert. Wäre doch echt schade.

Und nun wird es ein wenig tricky, denn: Weißer und grüner Spargel werden im Idealfall nicht gleich gelagert! Hier also unsere Tipps für die optimale Lagerung:

  • Weißer Spargel sollte in ein feuchtes (sauberes!) Tuch gewickelt werden und für maximal zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Sollte der Spargel bereits sein, sollte er nach einem Tag im Gemüsefach zubereitet werden.
  • Mit grünem Spargel solltest du verfahren, wie mit einem Blumenstrauß. Fülle ein entsprechend großes Glas mit Wasser und stelle die Stangen hinein. Die Enden sollten immer im Wasser stehen. Wenn du den Spargel erst nach zwei oder drei Tagen zubereitest, solltest du zudem die Spitzen in ein feuchtes Tuch hüllen.

Fehler Nummer 2: Falsch geschält!

Zugegeben: Spargel zu schälen ist natürlich etwas lästig. Aber wer das bei weißem Spargel nicht gründlich macht, dürfte sich später beim Essen über holzige Fäden und einen bitteren, holzigen Geschmack ärgern. Lege dir unbedingt einen guten Sparschäler zu und schäle weißen Spargel von oben nach unten – lasse dabei aber die Spitze aus. Die holzigen Enden müssen ganz entfernt werden. Nach unten hin solltest du noch großzügiger schälen, da dir Schalen hier dicker sind.

Wer keine Lust aufs Schälen hat, sollte grünen Spargel bevorzugen. Wer die holzigen Enden großzügig abtrennt, muss oft gar nicht schälen. Wenn doch, dann reicht meist das untere Stück.

Fehler Nummer 3: Zu kleiner Topf

Damit der Spargel im Ganzen gleichmäßig durchgegart ist, sollte man auf einen ausreichend großen Topf zurückgreifen. Er sollte unbedingt so groß sein, dass die Stangen darin komplett liegen können. Alternativ dazu gibt es auch spezielle Spargeltöpfe. Diese sind schmal und hoch und somit kann der Spargel darin stehend kochen. So wird’s gleichmäßig gar.

Weißer Spargel in einem Topf, daneben verschiedene Zutaten. Wie lange muss Spargel kochen?
Unbedingt beachten: Der Topf muss nicht nur groß genug sein – es darf auch nicht zu viel Wasser darin sein. © Getty Images / Eriksson, Lina

Fehler Nummer 4: Zu viel Wasser im Topf

Ach herrje – ja, auch darauf sollte geachtet werden. „Viel hilft auch viel“ gilt hier nicht wirklich. Zu viel Wasser hat Auswirkungen auf die Bissfestigkeit des Spargels – außerdem gehen so viele Vitamine und andere wertvolle Inhaltsstoffe flöten – ebenso wie der Geschmack.

Und nicht nur das: Es geht auch um die Spargelköpfe! Die sind bekanntermaßen das Besondere am Stangengemüse – und sie werden matschig, wenn sie in zu viel Wasser gekocht werden. Am besten, du legst den Spargel in einen noch trockenen Topf und gibst so viel Wasser hinein, dass der Spargel gerade so mit Wasser bedeckt ist. Dann Stangen wieder herausnehmen und das Wasser erst mal aufkochen lassen.

Noch wichtiger ist das Ganze übrigens, wenn du glücklicher Besitzer eines Spargeltopfs bist. Hier solltest du schauen, dass den Stangen das Wasser nur bis zum Halse stehen. So werden die Köpfe nämlich nur im Wasserdampf gegart und nicht gekocht. Probiere es mal aus – das Ergebnis wird dich überraschen.

Fehler Nummer 5: Zu heißes Wasser

Der Spargel sollte in kochendes Wasser gelegt (oder gestellt) werden – die ganze Zeit kochen sollte er allerdings nicht. So wird er nämlich schnell lasch, fad und matschig.

Besser also: Spargel zwar in kochendes Wasser geben, dann aber die Flamme gleich etwas herunterschalten!

Fehler Nummer 6: Zitrone & Zucker vergessen

Ein Fehler, der typischerweise beim Kochen von weißem Spargel auftritt. Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass weißer Spargel beim kochen schnell mal seine Farbe verändern kann – was dann gar nicht mehr sooo lecker ausschaut? Das kannst du easy verhindern, indem du einen Schuss Zitronensaft ins Kochwasser gibst.

Die Prise Zucker wiederum sorgt dafür, dass Spargel am Ende weniger bitter schmeckt, da Zucker dem Spargel zumindest ein wenig der enthaltenen Bitterstoffe entziehen kann.


Hui – ganz schön viele Fehler, die man beim Spargel kochen machen kann. Aber man sieht auch schnell: Eigentlich handelt es sich um Kleinigkeiten, die sich super schnell umsetzen lassen, vom Schälen vielleicht mal abgesehen. Nun kann es also so richtig losgehen mit dem Spargelgenuss. Ein paar ansprechende Rezepte wollen wir dir natürlich auch gleich mit auf den Weg geben:

Und wenn du eigentlich nie genug spannende Facts rund um dein liebstes Stangengemüse bekommst, kannst du natürlich gern auch einen Blick in unsere informativen Ratgeber werfen:

Wo wir gerade bei Fehlern waren – die passieren natürlich nicht nur beim Spargel kochen, sondern auch bei anderen Gerichten. Deshalb informieren wir dich gern, welche Fehler beim Nudeln kochen gerne mal auftreten und was beim Kuchen backen gern mal schief läuft.