Selten waren sich Spitzenköche, Gourmets und Ernährungswissenschaftler so einig: Fisch ist für den Menschen eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt. Ob aus dem Meer, Fluss oder See – die Möglichkeiten, ihn zuzubereiten, sind vielfältig. Eins aber ist nicht verhandelbar: Das qualitativ hochwertige Naturprodukt verlangt absolute Frische. Denn es lässt sich nicht lange lagern. Auf einen Blick: So erkennst du frischen Fisch ist ein hilfreicher Ratgeber für den nächsten Einkauf – ob beim Fischhändler, auf dem Markt oder im Supermarkt.

Die Augen des Fisches – klar und prall

Nicht nur beim Flirten, auch beim Fischkauf lohnt sich ein Blick in die Augen. Bei beiden Vorgängen sollte der Blickkontakt unbedingt länger gehalten werden. Denn ein Blick verrät mehr als 1000 Worte – gleichgültig, was Flirtpartner oder Händler versichern. Frisch gefangener Fisch hat klare, vorgewölbte und glänzende Augen. Sind sie eingesunken oder milchig-trüb, lass besser die Finger davon.

Der Geruch des Fisches – welcher Geruch?

Frischer Fisch riecht niemals fischig. Ihm haftet lediglich eine angenehm salzige Note an. Auf keinen Fall darf er tranig, ranzig oder säuerlich riechen. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, lässt sich der Geruch besonders gut hinter dem abgespreizten Kiemendeckel wahrnehmen. Schlägt dir ein unangenehmer Duft entgegen, kauf deinen Fisch woanders. Denn wie heißt es so schön: Der Fisch stinkt vom Kopf! Bieten Händler:innen solche Ware an, verheißt dies nichts Gutes.

Der Gesamteindruck – Haut und Schuppen

Schließ die Augen und stell dir vor, du bist in Italien oder Frankreich auf einem Markt. Wie sieht die Ware dort aus? Haut und Schuppen haben einen natürlichen Glanz und sind nicht beschädigt. Es gibt keine unnatürlichen Verfärbungen oder trockene Stellen. Man hat sofort Lust, dort einzukaufen und zu Hause den Grill anzuwerfen. Diese Prinzipien gelten auch für den Fisch in der Heimat. Also Augen auf beim Fisch-Einkauf.

Die Kiemen – am liebsten leuchtend rot

Der Fisch nimmt über die Kiemen den im Wasser befindlichen Sauerstoff zu sich. Das Organ dient also der Atmung und liegt dicht unter der Oberfläche. Am frischesten ist der Fisch, wenn die Kiemen leuchtend rot und ihre einzelnen Blättchen klar zu erkennen sind. Auf keinen Fall dürfen sie verklebt oder verschleimt sein. Wird dir ein Fisch angeboten, dem die Kiemen abgeschnitten wurden, sollten deine Alarmglocken läuten. Denn die Kiemen sind mit das wichtigste Kriterium für Qualität.

Das Fleisch des Fisches – ohne Dellen und Druckstellen

Klar, du kannst nicht einfach jedes Tier in die Hand nehmen, um seine Festigkeit zu überprüfen. Aber ein geschultes Auge erkennt, ob das Fleisch fest ist und keine Dellen oder Druckstellen sichtbar sind. Bist du unsicher, bitte Verkäufer:innen, mit dem Daumen kräftig auf das Fleisch zu drücken.

Auch auf das Innere kommt es an – Eingeweide und Bauchhöhle

Bei einem frischen Fisch sind die Innereien klar und einzeln zu erkennen. Eine Faustregel: Klare Konturen stehen für Top-Qualität. Zudem darf dir aus der Bauchhöhle kein unangenehmer Geruch entgegenschlagen. Wurde er bereits ausgenommen, sollten vorhandene Blutreste rot und intensiv leuchten. Auf keinen Fall dürfen diese dunkel oder angetrocknet sein. Beides deutet darauf hin, dass der Fisch schon länger in der Auslage liegt.

Fazit

Für die Fischküche ist die Frische und somit die Qualität von höchster Wichtigkeit. Mit unserem Ratgeber Auf einen Blick: So erkennst du frischen Fisch hast du nun die besten Voraussetzungen, dass nur ausgezeichnete Ware auf den Tisch kommt. Geht es um eine der sanftesten Zubereitungsmethoden, solltest du ihn dämpfen oder blaukochen. Wie das geht, erfährst du hier: D wie „dämpfen“ sowie B wie „blaukochen“. Du möchtest den Fisch aber lieber braten? Dann haben wir einen Tipp: Fisch braten – so vermeidest du lästigen Geruch. Frische Fische zu erkennen, ist für Dich nun ganz einfach!

Quellen: bildderfrau.de, deutschesee.de, bmel.de, wikipedia.de, ndr.de