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Welche Basilikum-Sorten eignen sich wofür? Unsere 3 Lieblinge

Die Vielfalt an Basilikum-Sorten ist enorm. Wir stellen unsere drei Lieblinge vor und verraten, welche wir wofür verwenden.

Aus der Vogelperspektive: Viele Basilikumblätter vor schwarzem Hintergund.
Basilikum zählt zu den beliebtesten und schönsten Kräutern. © Shuttertock / ulrich22

Dieses grüne Kraut sorgt für Sommergefühle, Italien-Sehnsucht und Pesto-Glück: Basilikum. Die Pflanze gelangte wahrscheinlich im 12. Jahrhundert aus Nordwest-Indien in den Mittelmeerraum. Es wird angenommen, dass sich der edle deutsche Name „Königskraut“ von dem lateinischen basileus (= König) ableitet. Weitere Bezeichnungen für Ocimum basilicum sind Basilienkraut, Josefskraut, Suppenbasil und Deutscher Pfeffer.

Hättest du gedacht, dass es rund 40 verschiedene Basilikum-Sorten gibt? Ist aber so! Wir stellen unsere Top 3 der Basilikum-Sorten vor:

Die klassische Basilikum-Sorte Genoveser

Basilikum-Pesto, Tomaten-Mozzarella-Salat oder eine aromatische Tomatensuppe – das berühmte Genoveser-Basilikum ist bei diesen Gerichten immer unsere erste Wahl.

Die Basilikum-Sorte ist der Liebling der mediterranen Küche und kitzelt in uns die Italiener:innen heraus. Gut zu wissen: Die sehr zarten Blätter entwickeln ihr volles Aroma erst, wenn sie gemörsert werden. Den Mixer mögen sie nicht so gern. Und auf der Fensterbank in der Küche mag es das Pflänzchen nicht so feucht – diese Basilikum-Sorte bitte erst gießen, wenn die Erde trocken ist. Mein Tipp: Probiere den gebackenen Radicchio mit Erbsen-Basilikum-Hummus. Der schmeckt sensationell – vor allem, wenn er frisch aus dem Ofen kommt! Und dazu gibt es eine erfrischende Basilikum-Limonade. Buon appetito e salute.

Thai-Basilikum – würzig, intensiv und unverwechselbar im Geschmack

Suppen, Green Currys, Red Currys, Saucen – von den drei Basilikum-Sorten hat das Thai-Basilikum den intensivsten Geschmack. Dabei existiert gar nicht das eine Thai-Basilikum.

Es gibt Maenglak-, Krapao- und Horapa-Basilikum. Ich verwende am liebsten das Thai-Basilikum Horapa. Es ist so schön, dass ich es oft einfach in schlichte Glasvasen stelle. Vor allem die lila Stängel haben es mir angetan. Horapa verleiht Gerichten einen ordentlichen Hauch von Minze und Anis. Das muss man mögen. Ich mag es und verarbeite, wie es üblich ist, nur die Blätter. Die werden immer erst zum Schluss zum Gericht gegeben und niemals gekocht. Ich gieße zum Beispiel eine heiße Hühnerbrühe über die Blätter, gebe Champignon-Streifen und Glasnudeln hinzu. Fertig und lecker! So macht man es auch beim Curry. Tipp: Die Blätter dieser Basilikum-Sorte lassen sich einfrieren.

Afrika und Asien – wo die Basilikum-Sorte Lemon wächst

Sorbets, Pasta, Cocktails, Limonade, Risotto, Fisch, Meeresfrüchte – Zitronen- beziehungsweise Lemon-Basilikum ist gleichbedeutend mit Sonne, Sommer und Meer.

Die schöne Pflanze wächst am liebsten dort, wo es warm ist: in Afrika und im tropischen Asien. Vom Juni bis in den August recken sie ihre weißen Blüten der Sonne entgegen und verströmen eine feine Zitrusnote. Ich verwende die Basilikum-Sorte im Sommer für einen Melonensalat mit zerbröckeltem Feta: Wassermelonen-Würfel, Schafs- oder Ziegen-Feta und kleine Lemon-Basilikum-Blättchen in eine große, weite Schüssel geben. Das Dressing: Limettensaft, feines Meersalz, schwarzer Pfeffer und Olivenöl. Da habe ich dann meinen Salat.

Es gibt zwar nur einen Rudi Völler – aber mehrere Basilikum-Pflanzen

Weitere Favoriten für meine Basilikum-Sorten-Liste sind das Purpur-Basilikum. In einem grünen Salat ist es ein echter Hingucker. Eine Rarität ist das herbe African Green, dessen Kampfernote nicht jedem behagt. Auch das intensive Busch-Basilikum ist klasse, vor allem in Suppen. Und das African Blue, auch als blaues Berg-Basilikum bekannt, ist eine wunderbare Abwechslung für eine Insalata Caprese. So, nun lass dich noch von diesen Basilikum-Rezepten inspirieren:

Abschießend kann ich nur sagen: Basilikum ist einfach großartig! Und prima, dass es eine so enorme Auswahl an Basilikum-Sorten gibt.