Die Grillsaison steht vor der Tür und was gibt es Besseres, als einen selbst gemachten Burger? Ein guter Burger wiederum steht und fällt mit einem guten Patty. Doch worauf kommt es besonders an, um das perfekte Burger Patty selbst zu machen? Gibt es vielleicht sogar ein saftiges Burger-Patty-Rezept? In unserem Ratgeber für die perfekten Burger Pattys klären wir dich auf!


Das richtige Fleisch, um Burger Pattys selbst zu machen

Wenn du schon einmal in den USA warst und einen echt amerikanischen Burger gegessen hast, wirst du festgestellt haben, dass nur Rindfleisch verwendet wird. Die Amerikaner machen hier keine Kompromisse und das Patty muss zu 100 Prozent aus Rindfleisch bestehen. Bei der Frage, welche Rindersorte und welches Teilstück vom Rind am besten sind, wirst du wiederum unterschiedliche Antworten kriegen.

Fangen wir mit den Rindersorten an. In Amerika ist es am häufigsten das Fleisch des Black Angus Beefs, während in Deutschland häufig auf Simmentaler Rind zurückgegriffen wird. Auch das Galloway-Rind eignet sich hervorragend. Eher ungeeignet ist wegen seines geringen Fettanteils beispielsweise das französische Charolais-Rind.

Neben der Rasse sind natürlich auch das Alter und der Reifegrad des Fleisches entscheidend. So ist das Fleisch im Handel meist von Jungtieren, das Fleisch von älteren Tieren ist aromatischer und bringt die Geschmacksausprägungen der jeweiligen Rasse besser zur Geltung. Bei der Reifung setzt man in Amerika auf den auch in Deutschland immer populärer werdenden Dry-Aging-Prozess. Bei dieser speziellen Art der Trockenreifung gewinnt das Fleisch an Aroma und wird zarter in seiner Textur.

Welches Teilstück nimmt man für ein saftiges Burger-Patty-Rezept?

Hier hast du mehr oder minder die Qual der Wahl. Grundsätzlich eignen sich nämlich viele Teilstücke, um aus ihnen Burger Pattys selbst zu machen. Beispiele sind Hochrippe, Tafelspitz, Hüfte, Flank oder die Brust. Allgemein solltest du für Burger Pattys nicht zu tief in die Tasche greifen. Ein Rinderfilet durch den Fleischwolf laufen zu lassen, erscheint mir beispielsweise nicht zweckgemäß. Zudem kommen wir in diesem Zuge auch schon zum wichtigsten Fakt, den ein Rinderfilet genau so wenig erfüllen kann wie jedes andere magerere Stück Fleisch. Ganz entscheidend für ein saftiges Patty ist nämlich ein Fettanteil von etwa 25 Prozent. Erwähne das beim Metzger, denn die meisten Fleischteile erreichen das nicht von sich aus und brauchen beispielsweise zusätzlich durchgelassene Fettdeckel vom Roastbeef.

Saftiges Burger-Patty-Rezept

Für saftige, gleichmäßig runde Fleischscheiben wiegst du 150 Gramm Hackfleisch ab und formst mit den Händen runde Scheiben, die etwas größer sind als die Burgerbrötchen, da sie beim Grillen etwas an Volumen verlieren. Zudem kannst du in das fertig geformte Patty eine kleine Mulde drücke, was das Wölben beim Angrillen verhindert. Lasse die fertig geformten Pattys außerdem noch eine gute halbe Stunde im Kühlschrank ruhen, damit sie stabiler sind. Du kannst sie auch kleiner formen und Sliders daraus machen. Dies sind kleinere Burgerhäppchen, die in den USA zunehmend beliebter werden. Ein Grundrezept für die kleinen Burgerbrötchen findest du in diesem Rezept. Und für die passende Pommes-Beilage haben wir hier auch ein Rezept für dich.

Würzung und Garzeit der Pattys

Bei der Würzung der Burger Pattys scheiden sich die Geister. Ich persönlich würze die Fleischmasse, aber das ist letztendlich eine Geschmacksfrage. Man sagt, dass sie durch das frühe Würzen austrocknen könnte und der Fleischgeschmack überdeckt wird. Beides ist mit Sicherheit nicht völlig falsch, hält mich aber dennoch nicht davon ab. Auf ein Kilogramm Hackfleisch kommen bei mir etwa 13 Gramm Salz und zwei Gramm Pfeffer in die Fleischmasse. Zudem auch etwa ein Teelöffel BBQ-Gewürz-Rub. Hierfür kannst du den Rub aus diesem Rezept verwenden.

Wenn du ein Grillthermometer zu Hause hast, kannst du dich auf die Kerntemperatur des Pattys verlassen. Für medium gegarte Pattys sollten sie eine Kerntemperatur zwischen 55 und 60 Grad haben. Die englisch gegarte Version kommt mit 50 Grad aus und für einen well-done gegarten Patty empfiehlt sich eine Kerntemperatur von mindestens 65 Grad. Wichtig sind zudem die Röstaromen auf dem Patty, weshalb der Grill eine entsprechend hohe Temperatur haben sollte. Vielleicht hast du auch schon mal den Begriff Smashing gehört? Hierbei drückt man mit einem Wender kräftig auf das Patty. Dadurch verliert der Burger zwar etwas Saft, aber erhält die volle Ladung Röstaromen.


Beachte all diese Punkte und deine selbst gemachten Burger Pattys werden auf der nächsten Grillparty für Aufsehen und Staunen sorgen. Achte natürlich auch auf gute Burgerbrötchen und gute hausgemachte Saucen wie Ketchup, Mayonnaise oder unsere köstliche BBQ-Sauce. Zudem haben wir hier tolle Vorschläge für dich, wie du deine Burger zu einem ganz besonderen Highlight machen kannst. Viel Spaß beim Ausprobieren!