Zucchini ist ja eine herrlich vielseitige Zutat – findest du nicht auch? Man kann sie einfach nur anbraten, grillen, befüllen oder mit dem Spiralschneider in Pastaform bringen und gekocht als Low-Carb-Spaghetti verzehren. Aber wie ist das eigentlich? Darf man Zucchini auch roh essen, oder ist das eher ungesund? Wir haben die Antwort für dich.

Zucchini roh essen: Ja oder nein?

Es gibt ja verschiedene Gemüsesorten, bei denen man sich fragt, ob der rohe Genuss empfehlenswert ist oder eher nicht. Bei beliebter Rohkost wie Möhrchen und Co stellt sich die Frage freilich nicht – bei Kartoffeln wiederum ist es bekannt, dass man sie wegen enthaltener Pflanzengifte besser nicht (vor allem in größeren Mengen) roh verzehren sollte, da dies zu Beschwerden führen kann.

Bei Zucchini wiederum sind sich viele nicht wirklich sicher. Hier also erstmal die gute Nachricht: Zucchini kann durchaus roh verzehrt werden und ist (sehr gründlich und heiß abgewaschen) sogar ganz schön gesund. Rohe Zucchini enthält unter anderem viel Vitamin A und C sowie Eisen. Allesamt Stoffe, die beim Garen zum Teil verloren gehen. Wer einen sensiblen Magen hat und Rohkost generell nicht gut verträgt, sollte allerdings beim Verzehr roher Zucchini behutsam vorgehen.

Und es gibt noch einen weiteren Fall, in dem man unbedingt auf den Genuss roher Zucchini verzichten sollte

Rohe Zucchini kann im Ausnahmefall gefährlich sein

Vielleicht erinnerst du dich an diese Schlagzeile aus dem Jahr 2015: Rentner stirbt, nachdem er einen Auflauf mit Zucchini aus dem eigenen Garten gegessen hat.

Der Mann starb an einer Vergiftung durch die in Zucchini enthaltenen Bitterstoffe Cucurbitacin. Man kann die Stoffe nicht mit bloßem Auge erkennen – lediglich ein ungewohnt bitterer Geschmack kann darauf hindeuten.

Die im Supermarkt erhältlichen Zucchini wurden speziell so gezüchtet, dass sie diese Stoffe nicht mehr bilden können, weshalb man Zucchini aus dem Supermarkt auch roh verzehren kann. Vorsicht ist da eher geboten, wenn man sich aus dem eigenen Anbau bedient. Werden Zucchini in der Nähe von anderen Kürbisgewächsen angepflanzt, kann es im schlechtesten Fall zu einer Rückkreuzung kommen, bei der Cucurbitacin entsteht.

Also, darauf unbedingt achten:

  • Wer Zucchini roh essen will, sollte diese unbedingt sehr gründlich mit heißem Wasser abwaschen, um mögliche Pestizide zu entfernen.
  • Bei Zucchini aus dem eigenen Garten solltest du sehr, sehr vorsichtig sein. Schmeckt sie sehr bitter, solltest du den Verzehr unbedingt einstellen.

Du hast rohe Zucchini gegessen und bist dir jetzt unsicher? Typische Symptome einer Zucchini-Vergiftung sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Wenn du Symptome wie diese nach dem Verzehr feststellen solltest, suche unbedingt einen Arzt auf. Du kannst dich auch an die Giftnotrufzentrale wenden.


Weißer Teller mit Salat aus roher Zucchini, Blattsalat und Radieschen.
Diese Komposition beweist hervorragend, dass man Zucchini auch einfach mal roh essen kann. © Getty Images/haoliang

Nun weißt du also Bescheid – und kannst unter den richtigen Bedingungen gleich loslegen mit den rohen Zucchini! Wie wäre es zum Beispiel mit diesem Radieschen-Zucchini-Salat oder auch diesem Zucchinisalat mit Feta und Tomate?

Und wenn du Ratgeber aus unserer Rubrik „Gut zu wissen“ sowieso immer spannend, lehrreich und irgendwie auch unterhaltsam findest, haben wir da natürlich noch ein paar Vorschläge für dich in petto: