Kombucha gilt seit vielen Jahren als wohltuendes Erfrischungsgetränk, besonders in der ganzheitlich ausgerichteten, asiatischen Volksmedizin waren die Vorteiles des Genusses bekannt und geschätzt. Wer wissen möchte, wieso, muss sich die Zubereitungsweise genauer anschauen. Dabei stellt sich auch die Frage, ob Schwangere Kombucha trinken dürfen.

Wie wird Kombucha zubereitet & dürfen Schwangere Kombucha trinken?

Das Geheimnis des Getränks, so viel sei vorweggenommen, ist die Fermentation. Es wird Schwarz-, Grün- oder Kräutertee mit dem Tee- bzw. Kombucha-Pilz angesetzt. Dieser gallertartige Pilz besteht zu einem großen Teil aus Hefen und Bakterien und sorgt dafür, dass der Tee gärt. Oft wird auch Zucker beigesetzt, das kurbelt die Fermentation an und sorgt für einen angenehmeren Geschmack. Es entstehen Essig-, Milch- und Gluconsäure, der Tee wird „sauer“, er fermentiert. Bei diesem Prozess bildet sich außerdem Alkohol. Es sind zwar nur zwischen 0,7 und 1,3 Prozent, was bei einer Portion (ein Glas) in der Regel nicht für einen Rausch ausreicht, der Alkoholgehalt ist dennoch nicht zu vergessen. Für Kinder und Schwangere gilt eigentlich die „kein Alkohol“-Regel.

Warum ist der Tee so gesund?

Dass der Tee-Pilz in der asiatischen Heilkunst angewendet wird, liegt an den Bakterien und Säuren. Die tragen nicht nur zu einem gesunden Magen-Darm-Haushalt bei, sondern haben viele andere positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Reinigung des Blutes, Aktivieren des Immunsystems und Ankurbelung des Stoffwechsels sind nur einige der angepriesenen Wirkungen. Wissenschaftlich belegt ist davon nur, dass die enthaltenen Bakterien und die Milchsäure eine leicht antibakterielle und eventuell abführende Wirkung haben können.

Gallertartiger Kombucha-Pilz
Der Kombucha-Pilz ist die Grundlage für das herbe Erfrischungsgetränk und wird mit Schwarz-, Grün- oder Kräutertee aufgegossen. Credit: GettyImages/ GreenArtPhotography

Kann Kombucha schädlich für Schwangere sein?

Schwarz- und Grüntee enthalten Koffein, meist enthält Kombucha auch eine nicht zu vernachlässigende Menge an Zucker, dazu kommt der Alkohol. Das klingt nicht nach einem optimalen Erfrischungsgetränk für Kinder und Schwangere, oder? Die Firma Kombuchery empfiehlt, dass Schwangere gar nicht und Kinder nicht täglich und maximal 125 Milliliter Kombucha zu sich nehmen sollten.

Zudem kann es passieren, dass eine sogenannte „heilsame Krise“ zu Beginn eines regelmäßigen Verzehrs eintritt. Der Körper beginnt, mit dem Kombucha zu arbeiten und Giftstoffe auszuschwemmen. Noch ist nicht klar, welchen Einfluss das auf das ungeborene Kind hat. Bitte halte vor dem Kombucha-Verzehr mit deiner Ärztin oder deinem Arzt Rücksprache!

Quellen: kombuchery.com, verbraucherzentrale.de, kombuco-fizz.de


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