Es gibt wohl keinen Zweifel: Käsekuchen ist der Deutschen liebster Kuchen. Gefühlt hat jede Familie da ihr ganz eigenes, traditionelles Rezept. Und am Ende sind es auch gar nicht unbedingt die Zutaten, die über das Ge- oder Misslingen entscheiden. Wir verraten dir heute, welche Fehler beim Käsekuchen backen typischerweise begangen werden – und wie du die fiesen Patzer ganz easy vermeiden kannst.

Fehler beim Käsekuchen backen – 1. Die Zutaten haben die falsche Temperatur

Irgendwie will der Teig nicht so recht gelingen? Nun, das kann ganz einfach daran liegen, dass die Zutaten die falsche Temperatur haben. Direkt aus dem Kühlschrank genommen lassen sich Butter und Eier nicht so gut verarbeiten. Butter bei Zimmertemperatur und gekühlte Eier sind auch keine gute Idee –  beides sollte in etwa dieselbe Temperatur haben.

Unser Tipp: Eier und Butter rechtzeitig aus der Kälte nehmen und auf Raumtemperatur erwärmen lassen –  circa zwei Stunden vor der weiteren Zubereitung sind optimal. Solltest du es eilig haben, kannst du die Eier auch in lauwarmen Wasser sanft erwärmren. Butter wiederum wird schneller warm, wenn du sie in kleine Stücke schneidest.

2. Du hebst den Eischnee zu schnell unter den Quark

Neben dem Teig ist Käsecreme essenziell für einen Käsekuchen – und diese sollte schön locker und leicht sein, bloß nicht zu kompakt. Deshalb ist es wichtig, die Eier vorher zu trennen und das Eiweiß ordentlich steif zu schlagen. Der Eischnee sollte dann auch nur langsam, nach und nach und vorsichtig unter den Quark gehoben werden, damit die Käsecreme am Ende auch wirklich perfekt wird.

3. Stärke vergessen?

Der Käsekuchen fällt nach dem Backen zusammen? Super ärgerlich – und so einfach zu verhindern! Es ist überaus wichtig, dass du der Quarkcreme etwas Stärke untermischst, etwa in Form von Vanillepuddingpulver. So bleibt nicht nur alles stabil – auch das typische Käsekuchen-Aroma wird auf diese Weise erzielt.

4. Du deckst den Kuchen nicht ab

Es gibt zwar tatsächlich eine Variante, bei der der Käsekuchen verbrannt daherkommt: der baskische Käsekuchen. Für gewöhnlich aber ist das nicht das angestrebte Ideal – und dennoch kommt es immer mal wieder vor. Und das liegt ganz einfach daran, dass der Kuchen nicht ab der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abgedeckt wurde und die Oberfläche somit zu lange direkt mit der Hitze in Kontakt gekommen ist.

5. Zu lange gebacken

Cremig und saftig, so sollte der ideale Käsekuchen sein. Ist er hingegen trocken und krümelig, dann hast du ihn schlicht zu lange gebacken.

Es gibt aber glücklicherweise einen kleinen Trick, mit dem der Kuchen am Ende die perfekte Konsistenz hat. Schalte den Ofen aus, solange das Gebäck in der Mitte noch leicht weich ist. Der Kuchen wird so schonend nachgaren und rundum perfekt werden.

6. Du nimmst den Kuchen sofort aus dem Ofen

Nimm den Kuchen nicht unmittelbar nach dem Backen aus dem Ofen. Öffne die Ofentür einen Spalt und lass das Gebäck eine halbe Stunde in der schwindenden Restwärme des Ofens auskühlen. So ist der Temperaturschock für den Kuchen nicht zu groß und er fällt nicht zusammen.

7. Du schneidest den Kuchen zu früh an

Steht der frisch gebackene Kuchen erst einmal auf dem Tisch, kann man es kaum erwarten, ihn endlich anzuschneiden. Etwas Geduld ist hier aber das A und O – wird der Kuchen nämlich zu früh angeschnitten, so bekommt er an der Oberseite schnell unschöne Risse und kann zusammenfallen.

Am besten ist es tatsächlich, wenn du den Kuchen abdeckst und über Nacht kaltstellst. So behält er seine Form, bleibt saftig und kann außerdem noch schön durchziehen. Außerdem lässt er sich nach dieser Zeit viel besser und einfacher anschneiden.


Ja, das Backen eines Käsekuchens ähnelt manchmal wahrlich der Raketenwissenschaft – vor allem, wenn man sich ein ganz besonders raffiniertes Rezept ausgesucht hat. Kennst du zum Beispiel den sogenannten Tränenkuchen? Nein? Nun, dann wirf unbedingt einen Blick ins Video:

Übrigens: Nicht nur beim Käsekuchen backen lauern Fehler – auch bei jedem anderen Kuchen warten einige Tücken, ebenso wie beim Backen einer Pizza. Wir helfen gern weiter!


Quellen: bildderfrau.de