Frischer Fisch vom Grill gehört zu meinen Lieblingsgerichten. Vor allem im Sommer muss es nicht immer ein schweres, fettiges Steak sein. Ein Fisch mit magerem Eiweiß kommt da doch wie gerufen. Dabei ist Fisch richtig zu grillen gar nicht so leicht, wie es sich am Anfang anhört. Oft ist die Haut vom Fisch verbrannt oder klebt gänzlich am Grill. Außen übergart und innen noch roh ist auch so ein Klassiker, wenn es um gegrillten Fisch geht. Ein stark gewölbtes Fischfilet, welches sich wegen der hohen Hitze an den Enden hochgezogen hat, gilt es ebenfalls zu vermeiden.

Es ist eben gar nicht so leicht, wie es sich anfangs anhört. Mit unseren Tipps und Tricks wird deinem Fischgrillvergnügen mit Sicherheit nichts mehr im Weg stehen und du kannst in aller Ruhe deinen Lieblingsfisch vom Grill genießen.


Welche Fische eignen sich besonders für den Grill?

Grundsätzlich eignen sich besonders ganze Fische zum Grillen. Mein Liebling ist die Dorade, aber auch Forellen und Wolfsbarsche (Loup de Mer) machen sich hervorragend auf dem Grill. Neben dem Fakt, dass sie in der Regel eine gute Portionsgröße für eine Person haben, sind sie auch etwas fester und fallen nicht so schnell auseinander. Die Haut schützt zusätzlich den Fisch und sorgt dafür, dass er schön zart bleibt. Wenn ihr lieber auf ein Filet gehen wollt, empfehle ich mit Lachs natürlich den Klassiker schlechthin.

Wie grillst du Fisch richtig?

Grundsätzlich gilt es, den Eigengeschmack der Fische nicht zu überdecken. Am besten den ganzen Fisch dezent mit Zitrone und Thymian füllen und etwas salzen und pfeffern. Grundsätzlich empfiehlt es sich, den ganzen Fisch von außen einzuölen, um ein Ankleben am Grillrost zu verhindern. Alternativ kann man den Fisch auch in eine Fischgrillzange geben und ihn darin auf dem Grill zubereiten.

In einer Fischgrillzange wird das Ankleben des Fisches am Grill quasi unmöglich. © Shutterstock/ Shaiith

Auch die Zubereitung auf Alufolie oder in einer Aluschale sorgt dafür, dass der Fisch im Prinzip nicht am Grill kleben kann und schonend gegrillt wird.

Eine etwas andere Art Fisch zu grillen ist Flammlachs. Hier erfährst du mehr über die außergewöhnliche skandinavische Zubereitung. Auch auf einem im Wasser eingeweichten Zedernholzbrett lässt sich Fisch ganz wunderbar grillen und erhält hierdurch ein wunderbar rauchiges Aroma. Ein etwas neuer und ziemlich simpler, aber genau so leckerer Tipp ist das direkte Grillen auf Zitronenscheiben oder Kräutern. Die Haut des Fisches kann dadurch nicht am Rost kleben bleiben und die Aromen können direkt in den Fisch eindringen und ihren Geschmack abgeben.

Bei manchen Fischen bietet sich das Einritzen der Haut an, in der Fachsprache nennt man das Ziselieren. © Shutterstock/ freeskyline

Bei einigen Fischen bietet es sich auch an, sie vorab zu ziselieren. Dafür einfach quer ein paar leichte Schlitze in die Fischhaut schneiden. Wenn der Fisch nun ordentlich Hitze auf der Haut abkriegt, biegt er sich dadurch deutlich weniger, was eine gleichmäßigere gegrillte, knusprige Haut bedeutet und gart außerdem gleichmäßiger durch. Beachte allerdings, dass sich die Garzeit insgesamt durch das Ziselieren verringert.


Nun hast du einige Tipps und Tricks an der Hand, um deinen Fisch richtig gut zu grillen. Fehlen nur noch ein paar Rezepte, an denen du deine neu erworbenen Kenntnisse gleich in der Praxis umsetzen kannst. Wie wäre es mit diesen: