Ich steh‘ auf Hülsenfrüchte – ob frisch geerntet oder getrocknet. Haben grüne Bohnen Saison, kann ich an so gut wie keinem Marktstand vorbeigehen, der frische Bohnen verkauft. Sind es dann doch mal zu viele gewesen, friere ich die ein. Wie bei vielen scheinbar einfachen Dingen, gibt es auch da einiges zu beachten. Grüne Bohnen einfrieren ist zwar kein Hexenwerk, aber einfach in den Tiefkühler packen ist auch keine Idee. Aber so klappt’s:

Grüne Bohnen einfrieren – warum, die gibt es doch in der TK-Abteilung

Klar, dies ist oft der erste Gedanke. Und beim zweiten oder dritten Gedanken kommt man auf die Lösung. Hast du irgendwann mal in deinem Leben TK-Bohnen gekauft, die geschmeckt haben? Ich nicht. TK-Bohnen haben meine Suppen versaut, den Lammbraten beleidigt und waren den Speck in der Pfanne nicht wert. TK-Bohnen schmecken holzig, sind nicht entfädelt und sehen schlimm aus. Die kommen mir nicht mehr ins Haus. Basta. Deshalb erkläre ich auch, wie grüne Bohnen einfrieren funktioniert.

Bohnen blanchieren – und eiskalt überraschen

Es sind nur wenige Schritte, aber diese sind entscheidend. Grüne Bohnen einfrieren bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung, die aber schnell erledigt ist. Ja, gewissenhaft und schnell passen in diesem Punkt ausnahmsweise mal zusammen, auch wenn die Lehrer*innen dieser Welt jetzt beleidigt sind.

1. Grüne Bohnen vorbereiten

Die Bohnen verlesen und waschen. Zur weiteren Verarbeitung empfiehlt es sich, ein scharfes Tourniermesser zu verwenden. Bei meiner Oma hieß es noch Schälmesser. Das hat eine schöne gebogene Spitze, mit der du als erstes die Spitzen der Bohnen abschneidest. Und dabei nimmst du die Fäden gleich mit. Mit einem Griff erledigst du zwei Sachen. Praktisch, oder. Und so geht es mit dem Projekt Bohnen einfrieren weiter:

Jetzt kommt es auf die Bohnensorte an. Lange Bohnen, wie etwa Stangenbohnen oder Prinzessbohnen, kürzt du am besten. Dann nehmen die im Tiefkühler weniger Platz weg. Ich breche sie allerdings nicht, sondern verpasse ihnen einen klaren Schnitt. Sieht schöner aus.

2. Bohnen blanchieren

Dieser Schritt ist ein KANN aber kein MUSS. Außer du fragst mich. Dann ist es eine MUSS-MUSS-MUSS-Regel. Warum? Das schöne Gemüse bleibt nach dem Auftauen knackig, es bleibt wunderbar grün und auch noch länger haltbar.

Also einen Topf Wasser mit viel Salz zum Kochen bringen und die geputzten Bohnen 2-3 Minuten blanchieren. Diese anschließend in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser legen. Oder noch besser: In eine Schale mit Eiswürfeln. Nach 1-2 Minuten nimmst du sie mit einer Schaumkelle raus und trocknest die Bohnen auf Küchenpapier. Möchtest du sie plötzlich doch nicht einfrieren, sondern gleich verputzen, habe ich ein paar Rezeptvorschläge:

Halt, ich habe noch einen wichtigen Tipp! Esse niemals Bohnen roh. Sie müssen auf jeden Fall blanchiert werde. Denn rohe Bohnen enthalten giftige Eiweißverbindungen.

3. Grüne Bohnen einfrieren

Nun die grünen Bohnen auf einem großen Teller oder Tablette verteilen und 5-10 Minuten in den Gefrierschrank legen. Die Bohnen sollten sich nicht berühren. Sind sie leicht angefroren, kannst du sie in einen Gefrierbeutel packen. Bitte lasse aber erst die Luft raus. Oder in ein anderem Behältnis aufbewahren, wie etwa einer Frischhaltebox. Nun sind sie etwa 8-9 Monate haltbar. Länger sollte sowieso kein Lebensmittel in die Kälte geschickt werden.

Du möchtest dein Wissen zum Thema Lebensmittel einfrieren vertiefen? Jetzt, wo du gemerkt hast, wie einfach zum Beispiel grüne Bohnen einfrieren ist? Kein Problem. Wir haben da Mozzarella, Milch, Avocado, Parmesan und noch einiges mehr im Angebot: