Sie sind handlich und haben ein feines, süß-saures Aroma: Feigen. Die schönen Mittelmeerfrüchte wachsen an einem Echten Feigenbaum (lat. Ficus carica). Diesen bitte nicht mit der 80er-Jahre-Zimmerpflanze Birkenfeige (lat. Ficus benjamini) verwechseln. Es wäre doch tragisch, wenn du jetzt los ziehst, die Pflanze kaufst, hegst und pflegst, aber auch nach Jahren keine Feigen in Sicht sind. Hast du also eine frische Feige auf dem Markt gekauft, musst du nur noch wissen, wie man sie richtig öffnet und wie du sie zubereiten kannst.

Feigen – wenn das Auge mitisst

Feigen sind nicht nur in der gehobenen Küche angekommen. Mal eben über den Markt geschlendert, sind sie ein aromatischer Snack. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben: Braun, Grün, Gelb, Rot, Violett oder Schwarz. Der Klassiker in unseren Breitengaden sind die violetten Feigen. Was allen gemeinsam ist: Feigen sind schön. Sie dekorieren Salate und veredeln mit ihrem Aroma auch Saucen, Desserts, Dips sowie Fleisch- und Wildgerichte. Probiere doch mal diese Feigen-Rezepte aus.

Sie werden übrigens hauptsächlich im Mittelmeerraum angebaut. Aber auch in deutschen Regionen findet man Feigenbäume. Wo? In Regionen, in denen der Winter eher mild ist, allen voran in Weinanbaugebieten wie zum Beispiel in der Pfalz oder im Dresdner Elbtal.

Wie isst man Feigen – vor allem vorsichtig

Im reifen Zustand sind Feigen außerordentlich druckempfindlich, was bei der Verarbeitung beachtet werden muss. Denn eine matschige Feige möchte man nicht essen. Und so werden sie richtig verarbeitet:

  • Die Feige vorsichtig waschen und trockentupfen. Dann kannst du sie mit der Schale essen.
  • Möchtest du nur das Fruchtfleisch essen, kannst du sie mit einem scharfen Küchenmesser vierteln und mit einem Bissen das aromatische Innere genießen.
  • Für einen Salat schneidest du Feigen in etwa o,5-1 cm dicke Scheiben. Benetze sie zum Beispiel mit einem Blauschimmelkäse-Dressing und lege noch ein paar Walnusskerne dazu. Fertig!
  • Ein anderer Klassiker: Wieder wird die Feige mit einem scharfen Messer geviertelt, aber nicht ganz durchgeschnitten. Die Stücke sollten miteinander verbunden bleiben. Dann die Frucht wie eine wunderschöne Blüte ausbreiten, die von zahlreichen Kernen durchzogen ist. Lege auf jedes Viertel eine Scheibe Parmaschinken und richte sie auf einer dekorativen Platte an. Einfacher kann man Freund*innen keinen Augen- und Gaumenschmaus anbieten.

Noch mehr Tipps und Tricks

So, jetzt weißt du, wie man Feigen isst. Vor allem, wenn du ein scharfes Küchenmesser hast. Noch mehr Tipps und Trick haben wir in unserer Kochschule für dich zusammengestellt. Dort verraten wir zum Beispiel, wie du Avocado richtig schneidest und wie deine Küchenmesser scharf bleiben. Klick dich mal durch unsere Galerie:

Wusstest du eigentlich, dass Feigen streng genommen nicht vegan sind? Glaub mir, sie sind es wirklich nicht. Und das hängt mit Wespen zusammen.