Frikadellen, Burger oder Chili: Hackfleisch ist vielseitig verwendbar. Nicht umsonst heißt es: „Hack geht immer!“ Den Spruch unterschreibe ich nur halb, also mit meinem Vor- oder Nachnamen. Denn Hackfleisch ist empfindlich. Selbst beim Einfrieren und Auftauen musst man sehr sorgfältig sein, sonst drohen gesundheitliche Folgen.

Hackfleisch einfrieren und auftauen – darauf unbedingt achten

Durch starkes Zerkleinern hat das proteinhaltige Fleisch eine größere Oberfläche. Dies freut Salmonellen & Friends, die nun zwischen vielen geöffneten Scheunentoren wählen können, durch die sie ins rohe Fleisch eindringen. Deshalb ist Hygiene beim Verarbeiten von Hack das oberste Gebot. Die wichtigsten Maßnahmen:

  1. Hände gründlich waschen und mit einem sauberen Handtuch abtrocknen, bevor du das Hackfleisch berührst.
  2. Noch besser: Neue Küchenhandschuhe anziehen.
  3. Ein sauberes Schneidebrett sowie ein geeignetes Küchenmesser verwenden.
  4. Nach der Verarbeitung sämtliche Küchen-Utensilien, die du angefasst hast oder die Kontakt mit dem Hack hatten, sofort in die Spülmaschine räumen oder abwaschen.
  5. Arbeitsfläche reinigen und den Lappen sowie das Handtuch in die Wäsche packen.

Fleisch tiefkühlen – Keime müsse draußen bleiben

Ein Grundsatz, der für die Aufbewahrung sowie das Einfrieren gilt: Frisches, rohes Hackfleisch darf nur am Tag seiner Zubereitung verkauft werden. Es sollte auch unbedingt am Tag des Einkaufs verbraucht werden. Ansonsten friert es ein. Und beim Tiefkühlen gilt:

  1. Nur frisches Fleisch darf eingefroren werden. Die wichtigsten Infos findest du auf dem Etikett – wie etwa das maximale Mindesthaltbarkeitsdatum (Tag, Monat, Jahr).
  2. Noch besser: Das Hack vor deinen Augen beim Metzger oder Fleischer durch den Wolf drehen lassen.
  3. Am gleichen Tag einfrieren, an dem es gekauft wurde. Aber nie in der Verpackung, in der du es gekauft hast. Ideal sind verschließbare Gefrierbeutel.
  4. Das Fleisch in kleine Portionen aufteilen und möglichst flach drücken. So taut es schneller auf und lässt sich besser portionieren. Schau doch mal im Bio-Laden in die Tiefkühltruhe. Dort ist es immer platt wie eine Flunder. Die Leute sind vom Fach.
  5. Der Gefrierbeutel sollte möglichst eng am Fleisch anliegen.
  6. Bei mindestens -18 Grad für maximal 6 Monate tiefkühlen.
  7. Notiere auf der Verpackung, wann du es eingefroren hast. Dann hast du alles im Blick. Sowie die anderen WG-Bewohner*innen oder der Rest der Familie.

Hackfleisch auftauen – keine Chance für Salmonellen & Friends

Erinnerst du dich an Salmonellen & Friends? Prima. Dann weißt du, warum es keine brillante Idee ist, Hackfleisch auf dem Küchentisch aufzutauen. Auch die Mikrowellen-Nummer oder das Wasserbad taugen nix. Denk an die Scheunentore und die möglichen Folgen: Durchfall, Erbrechen und noch Schlimmeres. Nun stelle ich dir die sicherste Methode vor, Hackfleisch aufzutauen.

Die beste Option: Hackfleisch im Kühlschrank auftauen. Das dauert mit flach gedrückten Hackfleisch-Platten gar nicht so lange. Nehme einfach das Fleisch aus der Verpackung, lege es in einen sauberen und tiefen Porzellanteller und decke diesen mit Frischhaltefolie ab. Ab- und das Auftauwasser abgießen, das war es schon. Du siehst: Hackfleisch einfrieren und auftauen ist easy, wenn du ein paar Regeln beachtest, die du jetzt kennst.

Noch ein Tipp: Aufgetautes Hackfleisch gut durchbraten. Mindestens 2-3 Minuten bei 70 Grad. Dann bist du auf der sicheren Seite. Gehacktes eignet sich dann vor allem für die schnelle Feierabend-Küche. Schau mal hier:

Hackfleisch einfrieren und auftauen ist jetzt kein Problem mehr für dich. Salmonellen & Friends haben in deiner Hack-Küche keine Chance mehr. Noch mehr Tipps und Tricks findest du in unserer Kochschule. Klick dich mal durch: