Wir lieben Pilze – und zwar eigentlich gleich alle Sorten! Pfifferlinge, Steinpilze und Co sind nur während bestimmter Zeiträume im Jahr frisch erhältlich. Andere wiederum, etwa Champignons, können als Kulturpilze praktisch immer gekauft werden. Ob man die Pilze nun einfach über die Saison hinaus haltbar machen möchte oder ob man einfach zu viel eingekauft hat: Manchmal kommt einfach doch die Frage auf, ob man Pilze einfrieren kann. Wir haben natürlich die Antwort für dich.

Pilze einfrieren: Es kommt auf die Sorte an

Pilze haben bekannterweise einen ziemlich Wasseranteil – was auch der Grund ist, warum viele bezweifeln, ob es wirklich so ratsam ist, Pilze einzufrieren. Zu groß die Sorge, man könne nach dem Auftauen matschige oder gar glitschige Pilze auf dem Teller haben.

An dieser Stelle kann aber Entwarnung gegeben werden: Es ist durchaus möglich, Pilze auch roh einzufrieren – zumindest, wenn es um Champignons und Steinpilze geht. Man muss auf die richtige Vorbereitung achten und auch trotz dieser sind die Pilze im Anschluss nicht so fest, wie vor dem Einfrieren. Idealerweise verwendet man sie nach dem Auftauen püriert für Suppen, Saucen oder Ragouts. Aber immerhin: Durch das Einfrieren gewinnen die Pilze noch mehr an Aroma dazu – und das ist ja auch schon nicht schlecht.

Ein paar Anregungen für leckere Suppen haben wir dir da gleich rausgesucht:

Champignons & Steinpilze einfrieren: So geht’s

Gleich vorweg: Wenn du Champis oder Steinpilze einfrieren willst, solltest du darauf achten, dass diese frisch und jung sind – und du solltest das am besten gleich nach dem Kauf machen. Der Froster sollte außerdem richtig kalt sein. Es empfiehlt sich, die Temperatur schon eine Weile vorher auf niedrigste Stufe herunterzuschrauben. Dann gehst du folgenderweise vor:

  1. Pilze sehr gründlich putzen. Dafür kannst du Küchenpapier nehmen, oder auch spezielle, dafür vorgesehene Bürsten. Unter Wasser solltest du Pilze hingegen keineswegs reinigen. Weshalb, verraten wir dir in unserem Ratgeber. Reinige jeden Pilz einzeln, damit keine gröberen Schmutzrückstände übersehen werden.
  2. Nun etwaige Druckstellen sowie trockene Stiele abschneiden. Den Rest in Scheiben oder Stücke schneiden.
  3. Nun die in Form gebrachten Pilze in kleineren Mengen in Frischhaltedosen oder Gefrierbeutel umfüllen. Bei Letzterem so viel Luft wie möglich aus dem Beutel herausdrücken, bevor der Beutel verschlossen wird.

Wenn du die Pilze entsprechend vorbereitet hast, kannst du sie bei Minus 18 Grad Celsius für sechs bis acht Monate im Kühlschrank lagern.

Gefrorene Pilze auftauen: Das gilt es zu beachten

Manche Lebensmittel mögen es ja, langsam aufgetaut zu werden. Bei Pilzen solltest du hingegen gleich loslegen und sie sofort zubereiten. Ideal ist eine Zubereitung bei hoher Temperatur, sodass sich die Poren schließen können. So bleiben die Pilze aromatisch und werden nicht zu schlapp oder matschig.

… und was ist mit Pfifferlingen?

Haben sie gerade Saison, so erfreuen sich auch Pfifferlinge einer großen Beliebtheit. Auch sie kannst du einfrieren, wenn auch nicht im rohem Zustand, da sie sonst einen bitteren Geschmack entwickeln können.

Besser ist es da, die Pfifferlinge vor der Begegnung mit dem Froster zu dämpfen, zu kochen oder anzubraten.

Kann man fertige Pilzgerichte einfrieren?

Wenn du von der leckeren Pilzpfanne noch etwas übrig hast und gerne einfrieren willst, kannst du auch das gerne tun. Achte nur darauf, dass das Gericht nicht zu lange bei Raumtemperatur herumstand. Das Pilzeiweiß zersetzt sich schnell – und so können sich Keime schnell vermehren. Schlimmstenfalls kann sogar eine Lebensmittelvergiftung drohen! Besser also: Reste schnell herunterkühlen und das Ganze schockfrosten.


Du siehst: Pilze kann man einfrieren – zum Teil auch roh. Beachte unsere Hinweise, dann kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

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