Raw, medium oder well done? Die wohl häufigste Frage, wenn du im Restaurant ein Filet oder Steak vom Rind bestellst. Jeder hat hier seine ganz persönlichen Vorlieben. Kommt das gewünschte Stück Fleisch in der falschen Zubereitungsart auf den Teller, kann es mit dem Genuss ganz schnell dahin sein. Damit du abseits deines eigenen Geschmacks auch die anderen Garstufen kennst — falls du für Familie, Freunde oder dich mal ein gutes Stück Fleisch brätst oder grillst — erklären wir dir hier die verschiedenen Kerntemperaturen beim Rinderfilet, die du mit einem Grill- und Bratenthermometer messen kannst.

Blue rare

Die unterste Garstufe dürfte Seltenheitswert genießen. Bei blue rare erreicht die Kerntemperatur maximal 38 Grad. Dafür reicht es aus, das Fleisch nur leicht und kurz anzubraten. So wird es außen leicht grau und ist innen noch roh.

Rare

Wenn du dein Fleisch rare magst, dann sollte das Thermometer maximal 45 Grad anzeigen. Dabei brätst du das Filet einmal kräftig an, sodass die Kruste dünn und braun gerät. Von innen ist es aber noch nahezu roh. Drückst du mit der Gabel darauf, tritt roter Fleischsaft aus.

Medium rare

Bei zehn grad mehr als rare, also 55 Grad Kerntemperatur, ist das Steak medium rare. Außen entsteht dabei eine schöne braune und knusprige Kruste, das Fleisch ist außen rosa. Im inneren bleibt es leicht blutig.

Medium

Das Filet in der Stufe medium sieht durchgehend rosa aus. Wie bereits bei medium rare ist auch hier die Kruste braun und knusprig. Die Kerntemperatur für das Fleisch sollte sich hier zwischen 56 und 61 Grad einpendeln.

Medium well

Medium well bezeichnet man ein Steak, bei dem lediglich der Kern noch leicht rosa gefärbt ist, genauso wie der Fleischsaft. Die Kerntemperatur auf dem Thermometer sollte bei dieser Garstufe zwischen 61 und 68 Grad liegen.

Well done

Die letzte Garstufe, die für viele Steakliebhaber ein Graus ist, heißt well done. Hierbei ist das Fleisch komplett durchgebraten und nicht mehr wirklich saftig. Die Kerntemperatur liegt bei über 68 Grad.

Tipp: Wenn du ein besonders saftig-intensives Filetstück erhalten möchtest, brate das Fleisch zunächst in einer Pfanne kurz scharf an. Anschließend gibst du es bei einer Temperatur zwischen 100 und 120 Grad in den vorgeheizten Ofen, bis das Filet die gewünschte Kerntemperatur erzielt hat.

Kennst du eigentlich den Unterschied zwischen T-Bone- und Porterhouse-Steak? Nein? Dann kannst du ihn hier nachlesen. Für beide Cuts empfiehlt sich das Dry-Aged-Verfahren. Wie du die Dry-Aged-Methode für dein Steak zu Hause nutzen kannst, erklären wir dir hier. Nicht nur beliebte Cuts wie Filet, Rumpsteak oder Rib-Eye gehören zum Rind. Ein Tier hat generell noch viel mehr zu bieten. Hier erfährst du Interessantes über die Nose-to-Tail-Verarbeitung.

Und außerdem haben wir noch ein paar Rinderfilet Rezepte für dich, die du dir nicht entgehen lassen solltest, egal in welcher Garstufe:

Rindstartar mit einem Ei in der Mitte serviert auf einer schwarzen Schiefertafel. pinit