Bei der koreanischen Küche treffen salzig, süß, scharf und umami in einem einzigartigen Zusammenspiel aufeinander. Wie bei jeder anderen Landesküche benutzen auch die Koreaner*innen typische Gewürze, die das Essen zu etwas Besonderem machen. Da wir große Fans von selbst gekochtem Essen sind, solltest du dich also auch an die koreanische Küche wagen. Damit du beim nächsten Asiamarkt-Trip bestens informiert in die Regale greifst, haben wir dir eine Einkaufsliste mit koreanischen Gewürzen zusammengestellt. Diese kannst du ganz easy via Copy and Paste übernehmen. Gern geschehen!

Essenzielle koreanische Gewürze auf einem Blick

Wenn man asiatische Küche erwähnt, kommt man an der fünften Geschmacksrichtung umami nicht vorbei. Ihr ist es zu verdanken, dass der Geschmack eines Gerichts „geboostert“ wird und das gewisse Etwas bekommt. Umami kommt jedoch oft in Nicht-Pulverform daher, also in Saucen, Pasten und anderen getrockneten Zutaten. Mit unserer Liste für koreanische Gewürze bist du also bestens für Kimchi, Bulgogi, Kimchi Jjigae und Co. gewappnet:

  • Chiliflocken (Gochugaru): für Banchan (Beilagen), Suppen, Kimchi. Der Farbgeber für den Großteil der koreanischen Gerichte
  • Geröstete Sesamkörner: zum Garnieren. Davor unbedingt rösten, damit die Aromen sich besser entfalten
  • Getrocknete Shiitake-Pilze: Verleihen Suppen umami
  • Getrocknete Seealge (Dashima): für Suppen, verleiht umami und eine feine Meeresbrise
  • Geröstete Noriblätter (Gim): zum Garnieren von Reisgerichten, auch als Snack ideal.
  • Getrocknete Anchovies: verleihen einen Haufen umami, ideal für Suppen oder als Marinade.
  • Koreanische Fischsauce (Aekjeot): sorgt für umami im Kimchi und in Suppen. Ihr Geschmack unterscheidet sich etwas von der thailändischen/ vietnamesischen Fischsauce und ist wesentlich konzentrierter.
  • Dunkle Sojasauce (Jinganjang: der Allrounder. Für Marinaden, Geschmortes, Stir-fry, Dips und Soßen. Süßer im Geschmack und kräftig-dunkle Farbe.
  • Suppen-Sojasauce (Guk-ganjang): hellere Farbe, etwas salziger, leichter und feiner. Gut für Suppen und Banchan.
  • Reiswein (Mirin): süßer Geschmack, für Marinaden und Suppen. Entfernt fleischigen/ fischigen Geruch.
  • Reisessig: süßer als gewöhnlicher Essig. Zum Abschmecken und Marinieren.
  • Reis- oder Maissirup: zum Süßen.
  • Sesamöl: Starker, nussiger Geschmack und ein wichtiger Bestandteil der koreanischen Küche. Für Banchan, Suppen, als Dip oder einfach für den letzten Feinschliff.
  • Gochujang: fermentierte Chilipaste. Kommt in fast allen Gerichten vor und ist ein Multitalent. Süß, salzig, herzhaft, würzig, scharf. Wird in Saucen, Dips, Suppen, Eintöpfen und geschmorten Speisen verwendet.
  • Doenjang: fermentierte Sojabohnenpaste. Salzig, nussig, kräftiger Geschmack. Für Suppen, Eintöpfe und als Dip.

Aufmerksamen Foodies fällt auf, dass einige Zutaten auch in der japanischen Küche genutzt werden. Somit muss also nicht zwingend doppelt gekauft werden. Allerdings unterscheiden sich die Geschmacksprofile schon deutlich, weshalb die beiden Küchen nicht über einen Kamm geschert werden sollten. Übrigens hat EAT CLUBBER Niko eine Einkaufsliste für japanische Gewürze zusammengestellt, wenn du dich an japanischer Küche versuchen möchtest.

Diese Köstlichkeiten kannst du nun damit zaubern

Gang zum Asia-Supermarkt – check. Allerdings hast du keine Idee, was du mit deinen koreanischen Gewürzen kochen solltest? Damit diese nicht in deinem Gewürzregal vergessen werden, haben wir hier ein paar erste Vorschläge für dich:

Wissenswertes rund um Essen und Kochen: lieben wir. Damit auch du stets up to date bleibst, solltest du also unbedingt in unserer Kochschule vorbeischauen.

Wir im EAT CLUB legen Wert auf Hintergrundwissen und wollen dir immer ein Stück mehr mitgeben als blanke Rezepte. Dazu gehört auch, die Authentizität der Landesküchen zu transportieren, um Wertschätzung und Respekt zu vermitteln und die Chance zu nutzen, in kulturellem Austausch gewinnbringend miteinander in Dialog zu treten. Wir denken, dass Essen, Trinken und Kochen Potenziale in sich tragen, Grenzen zu überschreiten und Sprachbarrieren zu durchbrechen. Wichtig jedoch ist, dass es keine Doktrinen gibt und keine Oberlehrer-Attitüde. Wissen soll man teilen, Menschen lieben und das Essen feiern; gerade jetzt, wenn es zunehmend schwerfällt, Frohsinn zu entwickeln. In der Küche geht das fast immer. Also lasst uns kochen!