Messer sind die treuesten Helfer in der Küche: Scharfe, aber sensible Werkzeuge für präzises Schneiden und Arbeiten. Damit sie ihren Dienst lange zu deiner und ihrer Zufriedenheit erfüllen können, solltest du neben der Pflege auch die Aufbewahrung im Blick haben. Denn sorglos in die Küchenschublade gelegte Messer zerkratzen bald, ihre Klingen schaben sich an anderen Küchenwerkzeugen stumpf, und schlimmstenfalls schneidest du dich an ihnen auch noch. Das muss nicht sein. Deshalb stellen wir in unserem Artikel Küchenmesser aufbewahren – 7 Möglichkeiten einige praktische Möglichkeiten vor:

Magnetleiste – Küchenmesser aufbewahren leicht gemacht

Hast du auf deiner Arbeitsplatte wenig Platz, dafür aber eine freie Wand, empfiehlt sich eine Magnetleiste. Diese wird idealerweise mit Hilfe zweier Dübel angeschraubt. Willst Du zum Beispiel keine Fliesen beschädigen, kannst du die Leiste auch kleben. So eine Magnetleiste ist praktisch, denn du kannst die Messer schön der Größe nach sortieren und auf einen Blick erkennen, welches Messer für den nächsten Arbeitsschritt das Richtige ist. Zudem sieht eine so präsentierte Sammlung hochwertiger Messer natürlich auch eindrucksvoll aus. Ein Nachteil, so seine Küchenmesser aufzubewahren könnte sein, dass die Messer Staub und Küchendämpfen ausgesetzt sind und regelmäßig gereinigt werden müssen. Da hat nicht jeder Lust zu. Aber dann glänzen sie wieder so schön, und man betrachtet die geschmeidigen Griffe. Hach, Küchenmesser aufbewahren ist gar nicht so einfach.

Messerblock – der stabile Klassiker

Ein Messerblock aus Holz ist der ideale Aufbewahrungsort für deine Küchenmesser. Es gibt sie in vielen Formen, Größen und Holzsorten, da ist für jeden etwas dabei. Hast du nur sechs Messer, nimmst du einen kleinen Block mit sechs Löchern. Besitzt du mehr, gibt es auch Modelle mit 10, 12 oder 14 Löchern. Da passt gegebenenfalls auch noch der Wetzstahl sowie die Fleischgabel und/oder die Küchenschere mit hinein. Durch das Holz werden die Klingen geschont, die Bauform sorgt zudem dafür, dass kein Staub an die Klingen kommt und diese immer sauber sind. Es gibt auch Messerblöcke ohne definierte Löcher: Das sind Kästen aus Holz oder Metall, die mit senkrecht nach oben stehenden Fasern oder Holzstäbchen gefüllt sind. So kannst Du deine Messer variabel verstauen. Der Nachteil eines jeden Messerblocks ist, dass das Ding recht groß und auch meist nicht ganz billig ist.

Das Messerbrett – warum soll man so Küchenmesser aufbewahren?

Ein magnetisches Messerbrett mit Holzoberfläche ist sozusagen ein schräges Brett, das auf deiner Arbeitsfläche steht. So kann man auch seine Küchenmesser aufbewahren – wenn man muss. Es sieht irre praktisch aus, verbindet aber im Grunde nur die Nachteile der beiden oben genannten Systeme, ohne einen wahren Vorteil zu bieten: Deine Messer sind Staub und Küchendünsten ausgesetzt, es passen nur wenige Messer darauf, zudem ist das Teil sperrig und teuer.

Schubladeneinsätze – wohl behütet

Diskreter, platzsparender und vor Staub und Dämpfen geschützt liegen deine Messer in entsprechenden Schubladeneinsätzen. Diese gibt es aus Kunststoff oder Holz in verschiedenen Größen und Qualitäten. So liegen zum Beispiel meine schönen Messer aus Solingen immer griffbereit und von oben einsehbar bereit. Allerdings sollte deine Schublade geeignete Dimensionen aufweisen, wenn es zum Beispiel ein langes Kochmesser oder ein hohes Messer wie ein Chai Dao, ein Hackmesser oder ein Küchenbeil zu verstauen gilt. Und die Schubladeneinsätze müssen auch irgendwann mal ausgesaugt werden.

Klingenschoner – irgendwie praktisch

Hast du nur 2 oder 3 Messer sind Klingenschoner eine günstige und praktische Alternative, zur Aufbewahrung. Es handelt sich um Schatullen aus Pappe oder Kunststoff, die mit Samt oder weichem Stoff ausgeschlagen sind. Sie schonen die Klinge und schützen dich vor Schnitten, wenn das Messer in der Schublade liegt. Solche Klingenschoner lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick sogar selbst anfertigen. Ich bin nicht geschickt, aber ich kenne da jemanden, der diese immer aus dicker Pappe bastelt und tackert. Und er macht das wirklich gern. Es gibt auch sehr hochwertige Klingenschoner aus Silikon mit magnetischer Funktion, die besonders sicher an der Klinge haften. Klingenschoner bieten sich auch an, wenn du deine Messer in den Urlaub mitnehmen willst. Dann können aber die Griffe klackern. Deshalb zwischen den Küchenhandtüchern lagern, von denen man auch nie genug haben kann. So kann man auch Küchenmesser aufbewahren.

Rolltasche – Packliste Ferienwohnung

in einer schwarzen Tasche werden Küchenutensilien aufbewahrt: Müchenmeser, Scheren und Schneebesen
Wer gern im Urlaub kocht, nimmt auch seine Küchenmesser mit. © getty Images / Mike Flippo;

Weniger für die stationäre Aufbewahrung als für den Transport, z.B. für die oben angesprochene Urlaubsreise, eignen sich Messer-Rolltaschen. Diese sind aus Stoff oder Leder gefertigt und weisen verschieden große Fächer für die Aufnahme deiner Messer auf. Gerollt und verschnürt lassen sich die Messer damit sicher und vor allem klapperfrei transportieren. Dann musst du auch nicht bangen, ob in deinem Ferienhaus brauchbare Küchenmesser vorhanden sind. Ich habe da schon die stumpfesten und krummsten Gurken gesehen! Deshalb spreche ich mich immer mit Freund:innen ab, wer was mitnimmt. Ich sage nur Stichwort: Sieb! Schön zu haben für Pasta, Salat und Gemüse.

Messerkoffer – für Profis auf Reisen

Die Steigerung der Rolltasche ist natürlich der Messerkoffer. Profiköche verwenden so etwas, für den Heimgebrauch ist das vielleicht etwas „overdressed“.

Du siehst, es gibt viele verschiedene Arten, deine Küchenmesser sicher aufzubewahren. Da ist für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Und nun viel Spaß bei der Qual der Wahl! Ich bin gespannt, für welche Aufbewahrungsart du dich entschieden hast. Und für die dauerhafte Freude an deinen Messern ist neben der Aufbewahrung natürlich auch die Messerpflege sowie die Wahl des Schneidebretts entscheidend. Noch mehr Informationen und Tipps findest du in unserer Rubrik Gut zu wissen.

Quellen: bildderfrau.de, nzz.de, wikipedia.de, wuesthof.com, zwilling.com