Bereits im Kindesalter wurden die meisten von uns mindestens einmal darauf hingewiesen, langsamer zu essen. „Nicht schlingen“ schallte es dann über den Esstisch und wurde von uns mehr oder weniger grummelig aufgenommen. Aber woran liegt es, dass wir das alle schon einmal gehört haben? Und was steckt wirklich dahinter? Tatsächlich handelt es sich bei diesem Ratschlag um viel mehr als nur eine Ermahnung. Darum sollten wir langsam und bewusst essen:

Essen To-Go: Mehr Pfui als Hui

Soll es einmal schnell gehen, ist ein preiswerter Snack auf die Hand genau das Richtige. Ob wir nun gerade auf dem Weg von A nach B sind oder uns in der Mittagspause nicht viel Zeit bleibt…. Ist der nächste Imbiss nicht weit, lassen wir uns schnell einmal verführen. Dabei ist das fixe Essen auf die Hand alles andere als gesund. Das liegt nicht nur daran, dass die meisten Fast-Food-Happen wie Pommes, Currywurst und Döner nicht kalorienarm sind. Hinzu kommt noch, dass das eigentliche Essen zur Nebensache wird. Dabei verlieren wir vollständig aus den Augen, was und wieviel wir eigentlich zu uns nehmen. Die Portion wird eilig hinunter geschlungen und dann schon wieder vergessen.

Unser Körper, der eben noch nach einer Mahlzeit verlangte, wird so zwar für einen kurzen Moment zufrieden gestellt, ist aber nicht wirklich gesättigt. Schon bald wird der nächste Hunger aufkommen und wenn dann abermals ein billiger Snack herhalten muss… na ja, du siehst ja selbst.

Wenn es dir schwer fällt, mehr Zeit in deinen Alltag einzubauen, kann es helfen, auf gesündere Snacks zurückzugreifen. Die meisten Supermärkte bieten inzwischen jede Menge Smoothies, fertige Salate und viel Obst und Gemüse an. Das kann deinem Körper helfen, wieder Vitamine zu sich zu nehmen, aber das eigentliche Problem löst es nicht: Dass wir langsam und bewusst essen sollten.

Langsam essen: Mehr als nur eine Diät

Langsames Essen ist wohl einer der Grundpfeiler der Diät-Industrie. Häufig wird versprochen, dass mit einem langsameren Tempo bereits in kurzer Zeit und ohne größeren Aufwand das Zielgewicht erreicht werden kann. Aber darum geht es hier nicht, denn wenn du deine Ernährung zugunsten deines Körpers ausrichten willst, sollte eine Diät nicht dein erster Gedanke sein. Erst wenn du für dich einen gesunden Lebensstil entwickelt hast, solltest du ihn weiter verändern und optimieren – ansonsten springst du lediglich hin und her zwischen den Extremen.

Der große Vorteil des langsamen Essens ist, dass so die Sättigungssignale schneller im Darm ankommen und wir uns früher satt fühlen. So können wir (zumindest in den meisten Fällen) vermeiden, zu viel zu essen und uns anschließend schlecht zu fühlen. So wird der nächste Snack achtvoller gegessen. Wir bemerken schneller, dass wir genug haben und hören auf unseren Körper. Klingt nicht schlecht, oder? Und da hören die Vorteile noch nicht auf. Wenn wir unser Essen gründlicher kauen, kann unser Körper die Nährstoffe auch deutlich besser aufnehmen. Das kann unter Anderem Sodbrennen, Bauchschmerzen und Blähungen entgegen wirken.

Langsam und bewusst essen: Eine Wohltat für den ganzen Körper

Wir haben uns nun ziemlich genau angesehen, wieso ein bewussteres Essverhalten gut für unseren Körper ist. Aber auch unser Geist profitiert davon. Essen macht Spaß, so viel ist klar. Es schmeckt gut, es wärmt, wir verbinden es mit einem wohligen Gefühl. Wenn wir unsere Nahrungsaufnahme nun lieblos irgendwo in unseren Zeitplan quetschen, verlieren wir dieses Vergnügen. Versuche doch stattdessen, dir einige Minuten der Ruhe zu nehmen und dann zu essen. Konzentriere dich wirklich darauf, wie dein Essen schmeckt, ob du danach noch Hunger hast oder ob eine halbe Portion ausreicht. So kommst du nicht nur besser durch die Mittagspause, sondern auch noch achtsam und entspannt durch den ganzen Tag.

Bedenke jedoch: Eine gesunde Lebensweise besteht aus vielen verschiedenen Komponenten. Gesunde und ausgewogene Nahrungsmittel, Bewegung, viel Schlaf und auch einmal etwas Zeit für dich. Das sind nur einige elementare Bestandteile.

„Höre auf deinen Körper“ ist die Devise. Das heißt nicht, dass du nie wieder Fast Food essen solltest. Aber manchmal möchte der Körper auch etwas Frisches, also nimm dir ruhig die Zeit. Sobald dein Körper (oder dein Hunger) und du sich aufeinander abgestimmt haben, wird dein Alltag sich gänzlich verändern. Garantiert!

Quellen: fitforfun.de , lecker.de , essen-und-trinken.de


Gesunde Rezepte können uns dabei helfen, unserem Körper etwas Gutes zu tun und mehr Achtsamkeit in unseren Alltag zu bringen. Wenn du nicht weißt, mit welchen Rezepten du beginnen sollst, haben wir hier einige Inspirationen für dich:

Vielleicht möchtest du in Zukunft dein Essen für die Mittagspause im Voraus zubereiten, sodass du in Ruhe essen kannst, statt zum Imbiss oder Supermarkt zu eilen. Für diese Fälle eignet sich ein Porridge perfekt. Schnell gemacht kann er auch am Abend vorbereitet und am nächsten Tag gegessen werden. Kennst du schon unser Rezept für winterlichen Porridge mit gebackenen Bananen oder dieses vegane Bircher Müsli ?Auch unser Ananas-Mango-Granola wartet nur darauf, von dir ausprobiert zu werden.

Auch einige gesunde Getränke können deinem Körper etwas Gutes zu tun. Kennst du schon unseren Himbeer-Smoothie mit Banane und diesen Aronia-Smoothie mit Haferflocken, Bananen und Beeren?