Es kommt öfter vor, dass zu viel eingekauft oder gekocht wird. Allerdings haben wir dann den Salat: Zu viele Lebensmittel. Und durch manche Ereignisse im Alltag, wie spontane Restaurantbesuche, kann es vorkommen, dass überschüssige Lebensmittel nicht rechtzeitig verarbeitet bzw. aufgegessen werden. Gut zu wissen, dass jede*r ganz einfach einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung leisten kann. Zunächst gilt: Weniger kaufen, klar! Verschenken oder teilen sind auch eine Lösung. Aber Lebensmittel einfrieren ist eine richtig coole Sache: Diese werden nicht weggeworfen, und wenn man keine Zeit oder Lust hat, hinterm Herd zu stehen, greift man einfach ins Tiefkühlfach. Auch schön: Du liebst Bolognese, Curry oder einen deftigen Linseneintopf? Dann hol den größten Topf raus und lege einen Vorrat deines Lieblingsessens an, welches du anschließend portionsweise einfrierst. Das ist easy – wenn du ein paar Grundregeln beachtest. Welche das sind und welche Lebensmittel sich zum Einfrieren eignen, erfährst Du hier.

Lebensmittel einfrieren: Sterneküche aus dem Tiefkühler

Wir alle kennen es: mit besten Vorsätzen viel Gemüse und frische Kräuter gekauft, aber abends war man mit Freunden beim Italiener gegenüber. Über Pizza und Pasta waren Spitzkohl, Zucchini und Petersilie schnell vergessen. Was nun? Lebensmittel einfrieren und nicht wegwerfen – das ist die Devise. Umwelt und Portemonnaie freuen sich sehr über einen nachhaltigen Lebensstil. Und der beginnt bereits beim Gefrierfach.

Willst du über längere Zeit Lebensmittel einfrieren, achte darauf, dass dein Gerät mindestens mit 3, besser noch 4 Sternen gekennzeichnet ist. Nur dann erreicht es -18°C, so dass sich das Gefriergut mindestens 2 Monate hält – bei 4 Sternen sogar bis 12 Monate. Hat das Gefrierfach deines Kombikühlschranks nur 1 bis 2 Sterne, erreicht es höchsten -12°C, was die Haltungsdauer auf 14 Tage beschränkt. Für eine effiziente Vorratshaltung reicht das nicht aus. Es ist also praktisch, sich eine Kühl-/Gefrierkombination oder einen separaten Tiefkühler zu kaufen, wenn man den Platz und das Geld dafür erübrigen kann. Der nächste Schritt ist, das Kühlfach nicht randvoll sein mit Tütchen, Beuteln, Tupperware oder anderen geheimnisvollen Behältern zu beladen. Da verliert man schnell den Überblick, was man wann eingefroren hat. Beim Lebensmittel einfrieren einfach ein kleines Etikette auf den Behälter kleben und darauf das Gefriergut sowie das Datum schreiben. Zum Lebensmittel einfrieren eignen sich auch Verpackungen von Frischkäse, Eiscreme sowie Joghurt-Gläser. Letztere dürfen nur nicht zu voll sein, sonst platzen sie.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren?

Die meisten Gemüse eignen sich hervorragend zum Einfrieren, wie ein Blick in die Regalmeter der Kühltruhen in den Supermärkten zeigt. Möhren, Bohnen, Kohlrabi, Erbsen, Brokkoli, Lauch oder Blumenkohl etwa sind perfekt. Diese vor dem Einfrieren waschen, in mundgerechte Stücke schneiden und kurz blanchieren. Dann kannst du die Lebensmittel einfrieren. Geschmack, Farbe und Qualität bleiben erhalten. Aber je höher der Wasseranteil von Obst und Gemüse ist, umso matschiger werden sie nach dem Auftauen. Sie eignen sich dann für Smoothies, selbst hergestelltes Eis oder Marmeladen.

Frisches Obst, wie etwa Blau- oder Johannisbeeren, halten sich tiefgekühlt bis zu 12 Monate. Obst mit Druckstellen wird allerdings aussortiert. Beeren erst waschen und trocknen. Ist genug Platz im Kühlschrank, diese anschließend großzügig auf einem Teller verteilt im Tiefkühler anfrieren. So werden sie später in dem eigentlichen Behälter nicht zerdrückt oder klumpen zusammen. Steinobst, wie Pflaumen oder Aprikosen, sollten zuvor einsteint werden. Für loses Obst eignen sich auch Wachstücher. Zum Auftauen das eingewickelte Obst über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Kräuter kann man ohne viel Aufwand einfrieren: klein schneiden und aufgefüllt mit Wasser oder Olivenöl in eine Form für Eiswürfel geben. Wie beim Obst bleiben Aroma, Inhaltsstoffe und Farbe weitgehend erhalten. Außerdem lassen sie sich so gut dosieren. Du kannst auch größere Mengen Kräutermischungen herstellen, wie etwa Kräuter der Provence, und diese einfrieren.

Brot und Brötchen frierst du am besten scheibchenweise beziehungsweise einzeln ein. Super geeignet sind Stoffbeutel, die man beim Einkauf vielleicht sowieso schon dabei hat. Der Beutel lässt sich prima falten, so haben mehrere Scheiben Brot oder Brötchen Platz. Dann pappen sie nicht zusammen und lassen sich einzeln auftauen oder toasten. Brötchen wandern am besten direkt in den Backofen. Du merkst: Lebensmittel einfrieren ist echt kein Hexenwerk.

Fisch und Fleisch sind tierische Waren, deshalb sollte bei rohen Produkten nie die Kühlkette unterbrochen werden. Zudem werden sie am besten im kältesten Bereich des Tiefkühlers aufbewahrt. Je fetter Fleisch oder Fisch sind, desto kürzer können sie gelagert werden. Für bereits zubereitete Gerichte, wie zum Beispiel köstliche Currys oder Eintöpfe, gelten diese Vorsichtsmaßnahmen allerdings nicht.


So, nun weißt du, wie man Lebensmittel einfrieren kann. Aus diesen lassen sich im Handumdrehen feine Gerichte kochen. Ideal sind Eintöpfe, Suppen, Soßen oder Brühen. Wir haben hier ein paar Ideen für dich, mit denen du aus eingefrorenen Lebensmitteln klasse Gerichte zaubern kannst:

Wir stellen dir natürlich auch Gerichte zum Einfrieren vor, damit du immer was Leckeres im Tiefkühlfach hast, wenn dich der Hunger packt oder plötzlich hungrige Freunde vor der Tür stehen:

Du interessierst dich generell für das Thema Haltbarkeit? Hier erfährst du zum Beispiel, wie man Backwaren einfriert. Und auch, in welchem Supermarkt es das beste Obst und Gemüse gibt. Denn auch die Qualität der Ware hat Auswirkungen auf das Lebensmittel einfrieren. Und wenn du es gar nicht erst tiefkühlen möchtest, verraten wir dir, wie lange gekochtes Essen im Kühlschrank haltbar ist. Nun wünschen wir dir viel Spaß beim Einfrieren.