Wo auch sonst, wenn nicht in Amerika, könnte man aus dieser Überschrift entnehmen. Und ja, der Ruf, der den Amerikanern in Bezug auf Junkfood vorauseilt, bestätigt sich zumindest teilweise, wenn man einmal dort gewesen ist. Softdrinks in großen Gallonen, ein Butterspender im Kino, um das eh schon buttrige Popcorn nochmals zu verfeinern und irgendwie einfach alles eine Nummer größer, als man es in Europa gewohnt ist.

Das soll aber auf gar keinen Fall heißen, dass man dort nicht auch wunderbar essen gehen könnte. Ganz im Gegenteil, ich habe beispielsweise noch nie so gut mexikanisch gegessen wie in San Diego oder koreanisch wie in San Francisco. Wer sich also in seinem Amerika-Urlaub nur von Hotdog, Pommes und Burgern ernährt, ist gewissermaßen selbst Schuld. Wobei Letztere auch einfach wirklich unfassbar gut in Amerika schmecken, weshalb ich es wiederum verstehen könnte. Worauf ich hinauswill, ist, dass es dort nicht nur Junkfood und Fast Food gibt. An dieser Stelle sollten wir übrigens gleich mal klären, was der Unterschied ist. Es gibt auch noch so viel anderes, aber heute soll sich alles nur ums Junkfood drehen, denn wenn man sich nicht täglich davon ernährt, verzeiht einem der Körper das und manchmal muss es eben auch einfach mal fettig und kohlenhydratreich sein. Ist so!


Unterschied zwischen Junkfood und Fast Food

Auch wenn diese beiden Begriffe meist synonym verwendet werden, gibt es klare Unterschiede. Fast Food heißt nämlich erst mal nichts anderes als schnelles Essen. Damit ist aber nicht gesagt – auch wenn dies meist der Fall ist – dass es sich um ungesundes Essen handeln muss. Eine Bowl mit Wildreis, magerem Hähnchen oder Meeresfrüchten und Gemüse kann genau so Fast Food sein. Während sich der Begriff Fast Food also auf die Zubereitungsdauer bezieht, geht man bei dem Begriff Junkfood schon konkret auf die Qualität des Essens ein. Auch wenn der Begriff Junk, der ja übersetzt soviel wie Müll, Mist oder Schrott bedeutet, etwas drastisch formuliert ist, wie ich finde. Schließlich sind es ja immer noch Lebensmittel und Produkte und nichts, was per se auf die Müllheide gehört.

Warum ist Junkfood so ungesund?

Eines der signifikanten Merkmale von Junkfood ist die sehr hohe Kaloriendichte. Diese entsteht in der Regel durch den Einsatz von viel raffiniertem Zucker und gesättigten Fettsäuren. Außerdem enthält Junkfood in der Regel sehr viel Salz. All das kann zu Übergewicht, Diabetes, hohen Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Hinzu kommt außerdem in manchen Fällen eine Vielzahl an chemischen Farb- und Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern. Was hingegen in der Regel fehlt, sind Ballaststoffe, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe.

Sollte man nun gar kein Junkfood essen?

Diese Frage lässt sich schwer generalisierend beantworten und muss von jedem für sich selbst entschieden werden. Ich persönlich lass es schon manchmal richtig krachen, ernähre mich aber größtenteils bewusst und gesund. Es ist wahrscheinlich wie mit so vielen Sachen im Leben, die Dosis macht das Gift. Außerdem nehme ich manchmal auch klassische Junkfood-Gerichte und verändere ein bisschen was in der Rezeptur, um sie gesünder zu machen. Nehmen wir beispielsweise einen Burger. Machst du die Brötchen selbst und verwendest beispielsweise Dinkelmehl oder machst gar diese Paleo-Brötchen, hast du schon mal einen gesünderen Weißbrot-Ersatz mit wesentlich mehr Ballaststoffen. Und jedes ofenwarme Brötchen schmeckt mindestens genau so gut wie ein gekauftes Burgerbrötchen. Wenn du dann noch statt der Mayonnaise eine Guacamole zubereitest und deinen Patty aus magerem Rindfleisch wolfen lässt, ist der Burger plötzlich gar nicht mehr so ungesund.


Und an manchen Tagen kann man sich genau so, wie man manchmal eben gerne feiert, auch ruhig mal was gönnen. Es sollte schließlich immer ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen körperlichem Bewusstsein und seelischem Wohlbefinden sein. In diesem Sinne haben wir noch ein paar richtige Junkfood-Schmankerl für euch, die man sich ruhig ab und an mal gönnen kann!