Es ist wieder so weit: Ob auf dem Markt oder im Supermarkt, überall werden frische Pfifferlinge angeboten. Pfifferlinge kaufen, rufen dann die Marktschreier, und Hobby-Köch*innen kommen in Scharen. Denn wie auch zu Beginn der Spargelsaison ist die Freude groß. Aber Vorsicht, verzehrst du verdorbene Pfifferlinge, drohen ernsthafte gesundheitliche Gefahren. Nicht jeder im Einzelhandel angebotene Pfifferling ist auch einen Pfifferling wert. Dank unseres Ratgebers bist du für den nächsten Einkauf gewappnet – ob auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt.


Pfifferlinge kaufen – die wichtigsten Qualitätsmerkmale

Die kleinen, goldigen Pilze haben einen trichterförmigen Hut, der an der Unterseite mit Lamellen ausgekleidet ist. Das Fleisch von Cantharellus cibarius ist fest und schmeckt mild bis pfeffrig – daher auch der Name. Pfifferlinge können nicht gezüchtet, sondern nur gesammelt werden. In Deutschland sind sie vom Frühsommer bis Herbst frisch erhältlich.

Die Herkunft – ist doch egal, oder?
Der größte Teil, der bei uns angeboten wird, stammt aus Osteuropa. Das Sammeln, Sortieren, Verpacken und Transportieren der Pfifferlinge braucht Zeit. In der Regel mehrere Tage. Der Pfifferling kann also nicht mehr frisch sein, und somit auch nicht schmecken. Zudem ist es möglich, dass es sich bereits krankmachende Mikroorganismen auf oder in einem Pilz gemütlich gemacht haben. Mein Tipp: regionale Ware kaufen.

Der Geruch und das Aussehen – nicht nur beim Flirten wichtig
Frische Pfifferlinge duften aromatisch, leuchten goldig-gelb und sehen saftig und prall aus. Das Fleisch ist fest und es gibt keine Verfärbungen, weiche oder gar trockene Stellen. Auch nicht an dem niedlichen Hütchen oder dessen Rändern. Haften Sand oder Erde an, ist das okay.

Warnung: Pfifferling mit schimmeligen oder fauligen Stellen sofort dem Verkäufer melden. Diese Schadstellen können krank machen. Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Schwindel, Magenschmerzen und Erbrechen. Im Ernst, Pilzvergiftungen können tödlich enden.

Pfifferlinge kaufen – Körbchen oder lose?
Wie auch Steinfrüchte sind Pilze Diven. Sie mögen kein Gedränge und reagieren gern mit Druckstellen, durch die anschließend Mikroorganismen eindringen. Allein diese Tatsache spricht dafür, Pfifferlinge lose zu kaufen, wie etwa auch Steinpilze.

Ein weiterer Grund sind Plastikfolien: Erstens kann sich in der Verpackung Kondenswasser bilden – selbst in einem Holzspankörbchen. Die Folge: Die Pilze werden feucht, schleimig und beginnen zu schimmeln. Zweitens: Durch die Folie ist dein Blickfeld eingeschränkt.

Pfifferlinge sind lecker und vielseitig in der Küche einsetzbar. Ob gebraten, gegrillt oder einer cremigen Sauce – wir haben die besten Rezepte. Unsere Vorschläge zum Nachkochen:

Fazit

Für die Pfifferling-Küche ist Frische und somit die Qualität von höchster Wichtigkeit. Kaufe also Pfifferlinge aus der Region. Greife zu frischer und loser Ware. Verarbeite die Pfifferlinge so schnell wie möglich. Am besten am gleichen Tag. Bis dahin lagern sie auf Küchenpapier ungeputzt in deinem Kühlschrank.

Mein persönlicher Tipp: Finde heraus, an welchen Tagen ein Wochenmarkt in der Nähe deines Wohnortes ist. Kaufe dort ein, lerne die Händler*innen kennen und unterhalte dich mit ihnen. Frage, wo was herkommt und dann wähle aus. Macht Spaß, du lernst interessante Menschen kennen und kommst an die frische Luft.


Besuche doch mal unsere Kochschule. Dort stellen wir schräge und verblüffende Fakten, sowie weitere Tipps und Tricks aus der Profi-Küche vor. Viel Spaß beim Stöbern: