Dank des Internets und Social Media im Speziellen erreichen uns fast täglich neue Trends und Dinge, die wir unbedingt und am besten gleich mal ausprobieren sollten. Für uns besonders interessant sind natürlich alle Neuigkeiten aus der Food-Welt. Ein Trend, der uns gerade wirklich begeistert: Pilze selbst züchten. Aber warum eigentlich?

Pilze zu Hause züchten – darum solltest du darüber nachdenken

Die Vorteile der Pilzzucht zu Hause liegen ziemlich klar auf der Hand: Zuallererst mal sparst du dir den Gang in den Wald, denn ab sofort wird in der Küche gesammelt. Perfekt für alle, die es kaum erwarten können oder bei denen der nächste Wald nicht um die Ecke wächst.

Auch super: Du sparst Geld, weil du für Champignons und Co jetzt auf den Supermarkt verzichten kannst. Klar, zunächst musst du ein bisschen Bares ins richtige Equipment investieren. Aber weil die Pilze mehrmals sprießen, macht dich deine eigene Zucht auch mehrmals satt. Ziemlich nachhaltig, oder?

Apropos Nachhaltigkeit: Die Basis für den Pilzanbau ist alter Kaffeesatz. Somit steht das Züchten ganz im Zeichen der Zero-Waste-Bewegung. Und noch ein Vorteil hat die Zucht in den eigenen vier Küchenwänden: Pilze sind kleine Power-Lieferanten und ziemlich gesund. Sie versorgen dich mit B-Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien wie Magnesium und Zink. Wenn es nach uns geht, dürften sie also viel öfter auf dem Teller landen.

Falls du jetzt auf den Geschmack gekommen bist und selbst unter die Hobbyzüchter gehen willst, verraten wir dir hier, was du beachten muss.

Jetzt geht’s los: So funktioniert die Pilzzucht Zuhause

Kräuterseitlinge oder Champignons selbst züchten, wie klappt das? Wie bereits erwähnt, ist die Basis für eine erfolgreiche Pilzzucht alter Kaffeesatz. Den kannst du entweder selbst für die Zucht vorbereiten, oder du bestellst dir einfach ein fertiges Substrat im Internet. Der Vorteil: Das Pilzmyzel, also die Wurzeln, haben den Nährboden bereits durchzogen und du kannst die Fruchtkörper viel schneller ernten.

Hast du das Substrat gekauft, musst du nur noch ein passendes Plätzchen dafür finden und dabei folgende Tipps beachten:

  1. Pilze mögen Feuchtigkeit. Der Standort sollte also nicht zu trocken sein. Gut geeignet sind Küche oder Badezimmer, mitunter gedeihen die Fruchtkörper aber auch im Keller.
  2. Direktes Sonnenlicht ist gar nicht gut für deinen Pilznachwuchs. Stelle das Substrat deshalb am besten nicht direkt ans Fenster.
  3. Pilzkulturen wachsen bestens bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad.

Und jetzt heißt es warten. Aber gar nicht so lange, weil die ersten Fruchtkörper schon bald zu sehen sind und nach ein paar Tagen sogar schon geerntet werden können! Und das Beste: Nach der ersten Ladung treiben die Sprösslinge wieder aus und du kannst in ein paar Tagen nochmal zum Messer greifen. Du siehst, Pilze zu Hause züchten ist eigentlich ziemlich leicht.

Für Profis: Pilze selbst züchten ohne gekauftes Substrat

Wenn du gerne experimentierst, kannst du das Substrat natürlich auch selbst und ohne gekauftes Pilzzucht-Set vorbereiten. Was du dafür brauchst, weißt du ja schon: kalten Kaffee. Oder besser gesagt: kalten Kaffeesatz. Außerdem eine Pilzkultur, die du online bestellen kannst. Möchtest du zum Beispiel Champignons selbst züchten, besorgst du dir die entsprechende Kultur. Diese wird mit dem feuchten Kaffeesatz vermischt und dann in einen Eimer oder Karton gefüllt. Achte darauf, dass der Boden immer schön feucht ist und hilf regelmäßig nach. Idealerweise nimmst du dafür eine Sprühflasche mit frischem Leitungswasser, um die Brut nicht zu ertränken.

Bis erste Fruchtkörper zu sehen sind, dauert es mit dem selbst vorbereiteten Nährboden übrigens ein bisschen länger als bei einem gekauften Substrat, weil das Myzel den Kaffeesatz erst durchdringen muss.

Und dann heißt es an die Töpfe, fertig, loskochen – mit deinen ersten selbst gezüchteten Pilzen! Wir haben schon mal die ersten passenden Rezepte:

Falls dir das noch nicht reicht, schau dir auch unser Rezept für Reis mit Putenfleisch und Pilzen an. Diese Spaghetti mit Champignonsoße wissen ebenfalls zu überzeugen. Also los: zuerst die Pilze selbst züchten und dann zu köstlichen Gerichten verarbeiten.

Übrigens: Unsere Kochschule hält noch jede Menge weitere How-To’s und Wissenswertes für die Küche bereit.


Quellen: zentrum-der-gesundheit.de, faz.net, deutschlandfunknova.de, utopia.de, br.de