Neben Kartoffeln und Pasta ist Reis vermutlich die beliebteste Beilage zu Fleisch, Gemüse und Co. So häufig die kleinen, schmackhaften Körnchen aber auch auf dem Teller landen: Bei der Zubereitung kann gerne mal etwas schiefgehen, was den Genuss am Ende trüben kann. Deshalb verraten wir dir heute sieben Tipps fürs Reis kochen, damit auch wirklich alles perfekt wird.

Reis kochen – Tipp 1: Die Eigenheiten der jeweiligen Sorten beachten

Reis ist nicht gleich Reis: Es gibt Spitzenlangkornreis, Basmati-, Naturreis, Jasminreis und gefühlt hunderte weitere Sorten. Und ja: In diversen Punkten unterscheiden sich die Sorten voneinander, etwa hinsichtlich Geschmack und Konsistenz – aber auch in Sachen Garzeit. Entsprechend unterschiedlich wollen sie auch behandelt werden.

Viele kochen den Reis immer gleich und beachten nicht die… nennen wir es individuelle Bedürfnisse der jeweiligen Körnchen. Also: Bevor du loslegst – lies dir UNBEDINGT die Packungsanleitung richtig durch.

Tipp 2: Wähle die richtige Reissorte für das jeweilige Gericht

Wir hatten es eben ja schon: Da Reis nicht gleich Reis ist, passt auch nicht jeder Reis zu jedem Vorhaben. Da wir an dieser Stelle den Rahmen nicht sprengen wollen, verweisen wir dich gerne an unseren Ratgeber, in dem wir das Ganze seeehr detailliert für dich aufdröseln:

Achso: Und wenn du planst, ein Risotto zu kochen, erklären wir dir hier, welche Sorten sich für dieses Gericht am besten eignen.

Tipp 3: Reis vor dem Kochen abwaschen

Einfach den Reis ins Wasser kippen und loslegen? Ganz so einfach ist es nicht – zumindest, wenn man das perfekte Ergebnis erwartet. Wer sich vorher ein bisschen Zeit nimmt und den Reis gründlich abwäscht, darf sich über allerlei Vorteile freuen.

Durch das Abwaschen wird überflüssige Stärke entfernt – ebenso wie eventuelle Rückstände kleinerer Verunreinigungen. Das macht das Ganze bekömmlicher und auch gesünder. Außerdem wird der Reis durch vorheriges Abwaschen später körniger und knackiger. Perfekt!

Tipp 4: Reis vor dem Kochen einweichen

Ohje… noch ein Zeitfresser. Natürlich „musst“ du den Reis vor dem Kochen nicht einweichen – aber im Sinne der Gesundheit kann sich das durchaus lohnen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass man durch das Einweichen den Pestizidgehalt im Reis minimieren kann. Ist doch durchaus erstrebenswert, findest du nicht?

Achtung, Angeber-Wissen: Reis ist an sich sehr gesund und enthält viele Nährstoffe und auch Vitamine. Die Produkte aus dem Supermarkt enthalten allerdings viel Arsen, was der Reis schon als Pflanze über das Grundwasser aufnimmt. Den Gehalt an Arsen kannst du zum einen durch das vorherige Abwaschen senken – und das Einweichen erledigt dann das Übrige. So minimiert sich der Arsengehalt um gut 84 Prozent.

Wenn du nun ambitioniert bist und deinen Reis vor dem Kochen einweichen willst, solltest du aber ein paar Dinge beachten: Der Reis sollte bereits am Vortag der Zubereitung eingeweicht werden, idealerweise über Nacht. Einfach die gewünschte Menge in Wasser einlegen, dann mit einem sauberen Küchentuch abdecken. Nun einfach bis zum eigentlichen Gebrauch stehenlassen. Vor der Nutzung in ein Sieb füllen und so lange mit kaltem Wasser abspülen, bis das austretende Wasser ganz klar ist. Dann einfach mit der Zubereitung fortfahren.

Tipp 5: Achte auf das richtige Verhältnis von Wasser zu Reis

Einfach eine beliebige Menge Wasser und Reis in den Topf werfen und ab dafür? Kannst du dir sicher schon denken, dass das nicht der ideale Weg ist. Schon klar, es ist etwas nervig – aber das beste Ergebnis erzielst du tatsächlich, wenn du die Zutaten vorher abmisst. Und ja, wie viel Wasser du für den Reis brauchst, hängt von der gewählten Sorte ab. Also auch hier der Hinweis: Lies die Packungsanleitung!

Eine kleine Eselsbrücke hätten wir aber doch für dich:

  • Jasmin- und Basmatireis: Hier brauchst du die anderthalbfache Menge an Wasser
  • Risottoreis: Hier brauchst du dreimal mehr Wasser als Reis
  • Milchreis: In diesem Fall brauchst du sage und schreibe die fünffache Menge (in diesem Fall) Milch im Verhältnis zum Reis

Tipp 6: Reis beim Kochen nicht rühren

Mensch will beim Kochen umrühren. Fühlt man sich beschäftigt und irgendwie auch super professionell. Außerdem brennt so auch nichts an – right? Nicht right! Durch das Rühren geht zusätzlich Stärke aus dem Reis verloren und die Hitze entweicht aus dem Korn. Dadurch wird der Reis später gern mal pappig und bekommt eine eher unschöne Konsistenz.

Tipp 7: Achte auf die richtige Temperatur

Wenn du jetzt angesichts des Rührverbots Schnappatmung bekommen hast: Wird die Hitze richtig reguliert, wird auch ohne Rühren nichts anbrennen. Viele Leute behalten beim Reis kochen allerdings die selbe Hitze.

Richtig geht es so: Reis auf höchster Stufe aufkochen, dann auf mittlerer Flamme köcheln lassen. Durch das Aufkochen werden etwaige Bakterien abgetötet – die geringere Hitze direkt danach reicht aus um den Reis zu garen, ohne dass er anbrennt.


Mit unseren sieben Tipps fürs Reis kochen sollte alles glatt gehen – und du darfst dich über eine gesunde, wohlschmeckende Beilage freuen, die auch noch die ideale Konsistenz hat. So mögen wir das! Passend dazu haben wir dir hier ein paar unserer Reis-Highlights herausgesucht:

Übrigens: Wir haben auch Tipps für das Kochen von Kartoffeln für dich – und verraten dir nebenbei gern, was man beim Nudeln kochen alles falsch machen kann.