Dieses Problem kommt dir bestimmt bekannt vor. Es ist wieder Frühling und im Supermarkt lacht dich ein frisches Bund Rhabarber an, das du sofort in ein leckeres Essen verwandeln möchtest. Am Ende bleibt aber noch ein beachtlicher Haufen grüner Blätter übrig, die du schweren Herzens in den Müll beförderst. Leider sind die Blätter tatsächlich voller Oxalsäure und dementsprechend ungenießbar, da die Säure Nierensteine auslösen kann. Dafür kannst du die Rhabarber-Blätter aber einfach anderweitig verwenden. Und wie das geht, verraten wir dir hier.

Rhabarber-Blätter verwenden: Der natürliche Helfer deiner Pflanzen

Essen kannst du die grünen Blätter also leider nicht, trotzdem können sie super hilfreich sein. Bei der Gartenarbeit und auf dem Balkon sind sie nämlich richtige Alleskönner, die sowohl als Dünger als auch gegen Schädlinge einsetzbar sind.

  • Die lästigen Schnecken: Nacktschnecken sind gerade im Garten ein lästiger Besucher. Die gefräßigen Tierchen scheuen vor kaum einer Pflanze zurück und hinterlassen unschöne Spuren. Als Hilfsmittel können Rhabarber-Blätter hier für Lebendfallen verwendet werden. Was wir nicht essen wollen, ist bei Schnecken nämlich durchaus beliebt. Du kannst also ganz einfach ein paar der Blätter im Garten verteilen und nach kurzer Zeit werden sich die schleimigen Genießer dort versammeln. Mitsamt der Blätter kannst du sie dann aus dem Garten verbannen.
  • Blattläuse die bösen Beißer: Schwarze Blattläuse treiben sowohl im Garten als auch auf dem Balkon gerne mal ihr Unwesen. Auch hier kannst du Rhabarber-Blätter als Hilfsmittel verwenden. Dafür schneidest du einfach ein Kilo der Blätter in Streifen und kochst sie in einem Liter Wasser kräftig auf. Die Suppe lässt du nun für einen Tag stehen und füllst sie danach in eine Sprühflasche. Das natürliche Pestizid sprühst du nun drei Tage lang auf deine befallenen Pflanzen und machst den Läusen damit den Garaus. Die ungenießbare Oxalsäure wirkt an dieser Stelle Wunder.
  • Ein natürlicher Dünger: Rhabarber-Blätter enthalten nicht nur Oxalsäure, sondern auch viel Kalium. Das chemische Element ist bekanntlich ein guter Dünger, der für Pflanzen aller Art genutzt werden kann. Aber das Beste an ihm ist, dass du ihn genauso herstellst wie dein Mittel gegen Blattläuse. Aber in diesem Fall gießt du deine Pflanzen einfach nur damit. Die Verwendung eines Kalium-Düngers empfiehlt sich vor allem im Frühling.
  • Eine fiese Fäulnis: Die Kraut- und Braunfäule gehört zu den unglaublich aggressiven Pilzerkrankungen von Pflanzen, die nach einer Weile leider immer zu deren Ableben führt. Gegen den zu frühen Tod deiner Pflanzen kannst du ebenfalls die Rhabarber-Blätter verwenden. Genau wie bei den Blattläusen sprühst du auch die vom Pilz befallenen Pflanzen mit der gekochten Tinktur ein. Wenn du die Essenz im Verhältnis 1:5 mit Wasser mischst, kannst du deine Pflanzen damit sogar vorsorglich einmal pro Woche behandeln.

Wegschmeißen lohnt sich also nicht

Wir lernen: Du solltest sie lieber nicht essen, verwenden kannst du Rhabarber-Blätter aber trotzdem. Und das Beste daran ist, dass du nebenbei sogar noch Müll vermeidest. Wenn du dir also beim nächsten Einkauf völlig zurecht ein frisches Bund Rhabarber gönnst, nutze die Blätter doch gerne als nachhaltigen und absolut natürlichen Beschützer deiner geliebten Pflanzen. Du wirst es nicht bereuen.