Unter falschem Filet versteht man ein Teilstück aus der Schulter des Rindes. Es wird unter anderem auch als Schulterfilet, Medaillon oder Buglende im Handel angeboten. Insbesondere die ersten Begriffe sind neben dem falschem Filet stark missverständlich, da sie suggerieren, dass es sich um zartes Kurzbratfleisch handelt. Dies ist allerdings überhaupt nicht der Fall!

Auch wenn es von außen stark an echtes, zartes, bindegewebsarmes Rinderfilet erinnert, mit dem man zum Beispiel ein köstliches Rinderfilet Wellington zubereiten kann: mit der Qualität eines Rinderfilets hat es nur wenig gemein. Das falsche Filet wird von einer kräftigen Sehne durchzogen und eignet sich eben überhaupt nicht zum Kurzbraten. Weich und zart wird es nur, wenn man es lange schmort oder kocht. Das soll nicht heißen, dass dieser Cut vom Rind nicht auch köstlich zubereitet werden kann. Aber wenn du nun denkst, du hast das ultimative Filet-Schnäppchen geschossen und grillst beide Seiten kurz an, um es medium zu genießen – dann wirst du definitiv eines Besseren belehrt werden und hast wahrscheinlich noch nie etwas so Zähes und Gummiartiges gegessen.

Der sogenannte Cut vom Rind, der gemeinhin auch als falsches Filet bezeichnet wird, ist rot markiert. © EAT CLUB/ Felix Scheel

Du könntest zum Beispiel einen Rindfleischeintopf oder Ähnliches daraus zaubern. Hierbei wird das zähe Bindegewebe durch Anlagerung von Flüssigkeit beim Schmoren oder Kochen in leicht kaubare Gelatine umgewandelt.


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