Das ist der zweite Teil unserer Beitragsreihe „Seltene Zutaten, von denen du bestimmt noch nie gehört hast“. Wir stellen hier nämlich Lebensmittel vor, die sehr exotisch, selten, regional und meist auch nicht günstig sind. Aus diesem Grund kennst du sie wahrscheinlich auch nicht. In der gehobenen Gastronomie oder in richtig feinen Restaurants besteht durchaus die Möglichkeit, auf sie zu stoßen. Zu jeder Zutat geben wir dir außerdem auch ein paar Zubereitungstipps oder versuchen den jeweiligen Geschmack zu beurteilen.

So, wir haben lang genug um den heißen Brei geredet. Fangen wir also direkt mit der ersten Zutat an. Du wirst staunen, was es alles so gibt. Tauchen wir also ein in die Welt der unbekannten und seltenen Lebensmittel!


Wird nicht nur gezüchtet, sondern wächst auch in der Natur: Zitronen-Seitling. ©Shutterstock/ IRINA ANATOLEVA

Den Anfang macht diesmal der Zitronen-Seitling oder auch zitronengelber Seitling. Dieser stammt, wie der Name schon sagt, aus der Familie der Seitlingsverwandten. Die Fruchtkörper sind weißlich mit gelber Kappe. Unabhängig von der gelben Farbe haben sie einen frischen und fruchtigen Geschmack und sind vor allem in Asien ein beliebter Speisepilz.

Knollenziest ist genau wie Ingwer streng genommen ein Rhizom und keine Wurzel. © Shutterstock/ joanna wnuk

Diese leckere Zutat hört auf den Namen Knollenziest. Du kannst sie aber auch chinesische Artischocke, Japanknolle oder japanischen Kartoffel nennen. Sie schmeckt hervorragend, wenn du sie kross frittierst oder scharf anbrätst und sie mit etwas Butter und Brühe verfeinerst. Zudem kannst du sie auch dünn aufhobeln und Chips daraus machen. Die kleinen Knollen (etwa 5 cm) schmecken kartoffelig, erdig und leicht nussig. Auch angebraten mit ein wenig brauner Butter ein absoluter Hochgenuss.

In Deutschland sind die meisten Farnarten für den Menschen giftig. © Shutterstock/ Brent Hofacker

Was du auf diesem Foto siehst, sind gebratene Farnspitzen. In einigen Teilen der Welt wie Kanada, Teilen der USA, Korea, Japan und Neuseeland gelten die als Delikatesse. Hierbei sind es die jungen, noch nicht ausgerollten Farnspitzen, die in der Küche Verwendung finden. Die in Amerika als „fiddleheads“ bezeichneten Farnspitzen schmecken grün, erdig und leicht bitter. Mich haben sie ein wenig an grünen Spargel erinnert, nur von der Textur sind sie noch etwas faseriger.

Was hier ein wenig aussieht wie Schnittlauch ist ein anderes Kraut. © Shutterstock/ neil langan

Es sieht ein wenig aus wie Schnittlauch, nur welliger, länger und dichter. Das typische Frühlingskraut Mönchsbart hat von März bis Mai Saison, ist im Mittelmeerraum heimisch und wächst typischerweise in Küstenregionen. Geschmacklich ist Mönchsbart, der auch Russische Diestel oder Barilla-Pflanze genannt wird, leicht erdig. Sie erinnert aber auch ein bisschen an Spinat. Kurz blanchiert bleibt der Biss erhalten und kann mit etwas Olivenöl und Zitronensaft beträufelt verzehrt werden. Auch in Kombination mit Spaghetti und Seafood jeglicher Art ist Mönchsbart ein absolutes Highlight.

Sieht aus wie eine Mango. Nur in klein und als Pflaume. © Shutterstock/ CJansuebsri

Den Abschluss für diesen Beitrag macht heute die Marianpflaume, die auch Mangopflaume genannt wird. Kein Wunder, denn ihr Geschmack erinnert tatsächlich an eine Mango, welche aber die Struktur einer klassischen Pflaume hat. Supersaftig, süß und ein klein bisschen sauer. Wirklich zum Anbeißen und für Desserts aller Art geeignet. Den leicht lilafarbenen Kern kann man leider nicht mitessen.


Wenn dir dieser Beitrag viel Neues gezeigt hat und du die Zutaten noch nicht kanntest, dann solltest du mal in unserer Kochschule vorbeischauen. Hier erfährst du lauter Wissenswertes rund ums Kochen und Backen. Und wenn du weitere seltene Zutaten kennenlernen möchtest, die du wahrscheinlich noch nie gesehen hast, sieh dir auch den ersten Teil der Reihe an.