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6 ultimative Tipps für den perfekten Auflauf

Überbackenes geht sowieso immer? Dann findest bei uns sechs tolle Tipps für den perfekten Auflauf. So kann gar nichts mehr schiefgehen.

zwei weiße Auflaufformen auf hölzernem Untergrund umgeben von einem Tischtuch, Gläsern, Brot und Löffeln
Einfach alle Zutaten in eine Form, Käse darüber und ab in den Ofen? Wir verraten dir heute, mit welchen tricks dein Auflauf perfekt wird. © Getty Images/ Naomi Mogi / EyeEm

So ein Auflauf ist ja immer eine tolle Sache. Man kann Zutaten auswählen, die man wirklich mag – dazu noch eine leckere Sauce und viiiel Käse. So simpel das auch alles klingt. Es gibt durchaus ein paar Dinge, die man dabei falsch machen kann. Damit dir das nicht passiert, verraten wir dir in diesem Beitrag wertvolle Tipps für einen rundum perfekten Auflauf.

Der perfekte Auflauf – Tipp 1: Die richtige Würze

Es ist doch ganz furchtbar, wenn man voller Vorfreude einen Auflauf aus dem Ofen holt – und dann schmeckt er irgendwie öde. Das kann aber ganz schnell mal passieren, denn ein Auflauf braucht ordentlich Würze. Und zwar nicht erst dann, wenn er im Ofen ist.

Das liegt vor allem an bestimmten Komponenten im Auflauf, die regelrechte Würz-Fresser sind – das gilt ganz besonders für Kartoffeln. Diese entziehen der Sauce während des Backens eine Menge Salz. Wer also vorher nicht gut den Gewürzstreuer geschwungen hat, könnte möglicherweise mit einem faden Geschmackserlebnis bestraft werden.

Also: Schon beim Vorkochen der Zutaten das Kochwasser kräftig salzen. Auch die Sauce darf gern etwas salziger sein, bevor sie in der Auflaufform landet. So gehst du auf Nummer sicher, dass der Auflauf später auch wirklich aromatisch schmeckt.

Tipp 2: Sparsam mit Fett umgehen

Schon klar: Fett ist ein Geschmacksträger und elementar für ein aromatisches Gericht. Bei einem Auflauf kann ein Zuviel auch mal nach hinten losgehen, insbesondere bei der Saucenzubereitung. Wenn hier zu viel Fett enthalten ist, passiert im Ofen gerne mal Folgendes: Beim Backen setzt sich der Überschuss an Fett ab und schwimmt an der Oberfläche herum. Nicht gerade ansprechend…

Bei der Zubereitung der Sauce also unbedingt darauf achten, dass du nicht zu viel Öl oder Butter verwendest. Das gilt besonders dann, wenn du andere fettige Komponenten wie Sahne oder auch Speck verwendest.

Tipp 3: Auf das richtige Verhältnis an Flüssigkeiten achten

Bei vielen Aufläufen werden die Komponenten vorgekocht, vor allem stärkehaltige Zutaten wie Kartoffeln, Reis und auch Pasta. In diesen Fällen kannst du ganz entspannt eine normal sämige Sauce zubereiten, da die Zutaten beim Überbacken nur wenig Flüssigkeit in sich aufnehmen können.

Anders ist das bei besonders einfachen Rezepten, bei denen zum Beispiel Nudeln oder auch Kartoffeln roh in der Auflaufform landen. Hier solltest du auf jeden Fall eine „dünnere“ Sauce zubereiten, da die Flüssigkeit von den Zutaten aufgesaugt wird, damit sie durchgaren können. Ist zu wenig Flüssigkeit vorhanden, bleiben die Zutaten auch beim Backen noch etwas roh.

Hierfür also ein paar kleine Faustregeln: Bei Kartoffeln sollte ein Verhältnis von 1:3 Sahnesauce zu Kartoffeln gegeben sein, damit die Knollen auch gut durchgaren können. Bei Nudeln wiederum ist es wichtig, dass diese komplett mit Sauce bedeckt sind, damit freiliegende Stücke nicht verbrennen.

Tipp 4: Augen auf beim Käse-Kauf

Was wäre ein Auflauf ohne Käse? Richtig – alles andere als ein perfekter Auflauf. Aber Käse ist eben auch nicht gleich Käse. Dabei kommt es aber auch eben ein wenig auf deine individuellen Vorlieben an.

Du magst es besonders gern, wenn der Käse cremig verläuft und er beim Essen laaange Fäden zieht? Dann wähle für deinen Auflauf unbedingt Sorten, die noch nicht sehr lange gereift sind. Ideal sind etwa Mozzarella, Gouda oder auch Edamer.

Verschiedene Käsesorten nebeneinander angerichtet. Welche passt wohl zu Raclette?
Käsesorten gibt es viele. Doch womit sollte man einen Auflauf überbacken? © Getty Images/ Uwe Moser

Wenn dich hingegen eine Knusperkruste viel mehr anspricht, solltest du einen Hartkäse bevorzugen. Wir empfehlen da Emmentaler, Gruyère, Parmesan oder Pecorino. Die beiden letzteren Beispiele aber unbedingt am Stück kaufen und selbst reiben. Fertig geriebenen Sorten wird ein gewisser Anteil Stärke beigemischt, damit der Käse in der Verpackung nicht klumpt – und das wiederum wirkt sich auf den Schmelz aus.

Wichtig: Verwende keineswegs fettreduzierten Käse zum Überbacken. Solche Sorten verlaufen zum einen nicht wirklich, zum anderen verbrennen sie schnell mal. Ausnahme stellt hier ein fettreduzierter Mozzarella am Stück. Zwar ist dieser auch nicht ganz so zartschmelzend, aber immerhin verbrennt er auch nicht so schnell.

Tipp 5: Auf die Temperatur achten

Apropos verbrannter Käse. Wenn es mal richtig blöde läuft, geht verbrannter Käse auch damit einher, dass die darunter befindlichen Zutaten noch nicht gar sind. Und das wiederum passiert natürlich dann, wenn man es mit der Backtemperatur übertrieben hat.

Achte also immer auf die im jeweiligen Rezept angegebene Temperatur. Und wenn du nach einer eigenen Kreation backst und dabei möglicherweise sogar ungekochte Zutaten in der Form hast, dann solltest du den Auflauf vorbacken – und zwar ohne Käse. Dafür die Zutaten mit der Sauce begießen und das Ganze bei 180 Grad Umluft bis zehn Minuten vor Ende der Backzeit im Ofen lassen, erst dann den Käse über die Zutaten streuen. So haben die Zutaten Zeit, durchzugaren und der Käse verbrennt nicht.

Tipp 6: Auflauf kurz ruhen lassen

Wenn man den Auflauf aus dem Ofen holt und er so verlockend heiß vor sich hin blubbert, dann kann man schon mal ungeduldig werden vor lauter Appetit. Besser ist es aber, wenn du dich kurz zügelst! Lass den Auflauf fünf Minuten in der Form ruhen. So setzt sich das Ganze besser und ganz nebenbei lässt er sich so auch besser aus der Form heben, ohne in alle Bestandteile zu zerfallen. Da freuen sich der Gaumen – und auch die Augen!


Mit unseren Tipps für den perfekten Auflauf kann ja nun gar nichts mehr schiefgehen. Willst du direkt loslegen und beherzt den Kochlöffel schwingen, hast aber noch keinen richtigen Plan? Im Video zeigen wir dir, wie du einen himmlischen Thunfisch-Nudelauflauf mit Brokkoli zauberst.

Und falls das noch nicht genug an Ideen war:

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