Alle Meerestiere mit vielen Armen sind Kraken, richtig? Oder ist das dann doch ein Oktopus oder Tintenfisch? Wir erklären euch die Unterschiede zwischen Pulpo, Oktopus, Sepia und Co. und zeigen dir, wie du sie in Zukunft unterschieden kannst.


Bevor wir zur Unterscheidung von Oktopus und den anderen Tieren kommen, müssen wir erst mal einen kleinen Umweg nehmen. Kraken und Tintenfische werden nämlich grundsätzlich dem Stamm der Weichtiere zugeordnet. Auch Schnecken und Muscheln werden diesem beispielsweise zugeordnet. Der Tintenfisch, der sich ja deutlich davon abgrenzt, gehört eben nicht zur Gruppe der Schnecken oder Muscheln wie die Weinbergschnecke oder die Auster, sondern wird zur Klasse der Kopffüßer gezählt.

Neben dem Fakt, dass alle oben genannten Tiere Weichtiere und Kopffüßer sind, kann man einen zweiten generalisierenden Fakt ins Spiel bringen: Alles was auf einem Teller landet, ist Tintenfisch. Denn neben einigen Unterscheidungsmerkmalen haben all diese Tiere eine Gemeinsamkeit, nämlich den Tintenbeutel als Organ.

Konkrete Unterteilung der Tiere

Kalmar

Kalmar auf Eis. © Shutterstock/ Poring Studio

Aus kulinarischer Sicht hat der Kalmar vor allem als frittierter Tintenfischring Karriere gemacht. Während man hierzulande Tintenfischringe bestellt, ist es in anderen Ländern konkreter, wenn es beispielsweise „Calamari Fritti“ heißt. Genau wie der nächste Vertreter der Weichtiere hat der Kalmar zehn Fangarme.

Sepia

Sepia auf Eis. © Shutterstock/ Chatrawee Wiratgasem

Sepien werden auch als echte Tintenfische klassifiziert, obwohl sie nicht mehr oder weniger Tintenfisch sind als alle anderen hier genannten Arten. Von ihren zehn Fangarmen sind zwei antennenartig ausgebildet, was sie unterscheidet. Anders als der Kalmar vergraben sie sich tagsüber im Boden und gehen nachts auf Beutesuche. Neben dem hellen Fleisch, welches sich hervorragend zum Grillen oder Schmoren eignet, wird die Tinte des Sepia zum Einfärben von Lebensmitteln verwendet, wie bei diesem Gericht.

Krake, Oktopus, Pulpo

Roher Oktopus mit Eis und Zitronen. © Shutterstock/ Belokoni Dmitri

Aus kulinarischer Sicht hat sich der deutsche Begriff Krake kaum durch durchgesetzt. Auch in hiesigen Speisekarten wirst du eher die Begriffe Pulpo oder Oktopus lesen, die letztendlich alle für dasselbe Tier stehen. Das eindeutige Unterscheidungsmerkmal steckt schon im Namen Oktopus und spricht für seine acht Arme. Anders als die anderen genannten Kopffüßer hat der Krake nämlich acht nahezu gleichmäßig ausgebildete Fangarme. Pulpo ist der spanische Name des Kraken, während man ihn in Italien unter dem Begriff Polpo di scoglio kennt. Vielleicht ist die häufige Verwendung von Pulpo in der mediterranen Küche auch ein Mitgrund, weswegen sich der Begriff auch in Deutschland etabliert hat.


Nun kennst du den genauen Unterschied zwischen Pulpo, Sepia und Oktopus. Du kannst die Tiere auseinanderhalten sowie konkret bestimmen. Wir im EAT CLUB lieben Fisch und Meeresfrüchte. Und damit du nun noch ein wenig Inspiration kriegst, was du mit den Meeresbewohnern und Fischen anstellen kannst, haben wir hier noch ein paar Rezeptvorschläge für dich.