Nicht nur auf dem Land, auch in der Stadt widmen sich die Menschen dem Anbau eigener Gemüsesorten. Glücklich kann sich schätzen, wer einen eigenen Garten hat, aber auch Projekte wie das Mieten eines kleinen Stück Lands oder ein noch so kleiner Platz auf dem Balkon machen es möglich, Kartoffeln und Co. zu ziehen. Besonders praktisch: Sogenanntes Lagergemüse eignet sich wunderbar, um einen kleinen Vorrat anzulegen und auch außerhalb der Erntezeit davon zu zehren.

Wie aber genau schafft man es, bestimmtes Gemüse (nach der eigenen Ernte) so aufzubewahren, dass es möglichst lange haltbar ist? Das ist gar nicht so schwer, kennt man die richtigen Vorlieben der unterschiedlichen Sorten.

Welche Sorten gehören zum Lagergemüse?

Lagergemüse kann man ganz allgemein in folgende Gruppen unterscheiden:

  • Knollengemüse
  • Wurzelgemüse
  • Kohlgemüse
  • Zwiebelgemüse
  • einige Kürbisgewächse

Etwas spezifischer zählen zum Beispiel Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Weißkohl, Rotkohl und andere Kohlsorten, Knollensellerie, Pastinaken, Bete und viele andere Sorten zum Lagergemüse. Aber Vorsicht: Die verschiedenen Gemüse benötigen mitunter ganz unterschiedliche Lagerbedingungen, um wirklich über einen längeren Zeitraum haltbar zu bleiben.

Lagergemüse richtig aufbewahren

Vielleicht erinnerst du dich, dass deine Eltern oder Großeltern dir schon mal erzählt haben, wie bei ihnen früher die Keller gut gefüllt waren mit Zwiebeln oder Kartoffeln. Was damals selbstverständlich war, ist heute gar nicht mehr so weit verbreitet. Wer hat schon einen Keller, wo neben Fahrradzubehör, Werkzeug, Leitern und Umzugskartons überhaupt noch Platz ist für Kisten voller Gemüse? Lieber tritt man den Weg zum Supermarkt an und kauft bedarfsweise Obst und Gemüse ein, anstatt sich Vorräte für die Jahreszeiten anzulegen, in denen Saisonfrüchte eben keine Saison haben. Wer (frisch geerntete) Wurzeln, Knollen und Co. dennoch lagern möchte, schafft das mit ein paar praktischen Tipps.

Sie mögen kein Licht: Kartoffeln richtig lagern heißt, sie an einem dunklen, kühlen Ort aufzubewahren. So hindert man sie daran, giftiges Solanin zu bilden und erhält dank optimaler Temperatur (um die zehn Grad) den vollen Geschmack der Knollen. Außerdem hemmt die richtige Lagerung die Ausbildung frühzeitiger Keime.

Kohlsorten wie Rot- oder Weißkohl sollten bestenfalls geerntet werden, wenn es trocken ist, und anschließend außerdem ausreichend Zeit haben, um nachzutrocknen. Vorher sollte man grobe Schmutzreste entfernen, aber aufs Waschen der Kohlköpfe verzichten. Dafür gilt es, den Strunk abzuschneiden und welke Blätter zu entfernen. Dann kann das Lagergemüse – draußen oder in einem luftigen Raum – mit dem Strunk nach oben platziert vollständig trocknen. Für die kalten Wintermonate dürfen es dann gern Keller oder Dachboden sein, sofern es dort frostfrei zugeht. Auch hier den Kohl mit dem Strunk nach oben, zum Beispiel auf Holz und/oder Zeitungspapier, aufbewahren.

Auch Zwiebeln freuen sich, wenn sie erst einmal an einem Plätzchen in der Sonne vollständig trocknen dürfen. Im Anschluss kannst du sie ebenfalls von groben Schmutzresten säubern und bis zum nächsten Sommer trocken und kühl lagern.

Möhren, Steckrüben und anderes Wurzelgemüse halten bis zum Frühjahr, wenn du das Grün entfernst und das Lagergemüse auf feuchten Sand bettest. Den solltest ab und an nachbefeuchten, wenn er zu trocken wird. Das Grün kannst du übrigens weiterverarbeiten, zum Beispiel zu einem leckeren Pesto.


Du bist schon unter die Hobbygärtner*innen gegangen? Dann versuch doch als nächstes mal, deine eigenen Pilze zu Hause zu züchten. Wir verraten dir, worauf es dabei ankommt.