Kaffee dürfte das Lieblingsgetränk vieler Leute sein – dabei hat das ehemalig schwarze Gold wohl kaum noch etwas mit Luxus zu tun. Vielmehr nutzt man die aufputschende Wirkung des Muntermachers dafür, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und so dient das Getränk immer öfter als Mittel zum Zweck. Dem Trend des schnellen Kaffee-Herunterkippens widersetzt sich die Slow-Coffee-Bewegung. Aber was bedeutet das überhaupt und wie bereitet man einen Slow Coffee zu? Hier gibt es die Antwort.

Slow Coffee: Hier liegt der Ursprung

Während es Fast Food noch immer an jeder Ecke zu kaufen gibt, haben einige von euch vielleicht schon einmal von dem Slow-Food-Movement gehört, in dem der Slow Coffee seinen Ursprung hat. Beim Fast Food geht es nur selten um Genuss, sondern vielmehr um die schnelle Sättigung des Hungers. Slow Food ist eine Gegenbewegung, die diesem Trend quasi liebevoll den Kampf angesagt hat. In ihr geht es darum, Essen wieder von der Zubereitung bis hin zum Genuss zu zelebrieren und sich bewusst zu machen, woher das Essen kommt. Aus dieser Bewegung ging dann der Slow Coffee hervor, der als wertvolles Genussobjekt wahrgenommen und auch als solches getrunken werden sollte.

Wie wird der langsame Genuss gemacht?

Bei dem Namen kannst du es dir vielleicht schon denken, aber die Zubereitung des Slow Coffee soll sich verlangsamen. Die hierbei gewählte Brühmethode ist aber eine ganz klassische, bei der es sich keineswegs um eine neue Erfindung handelt. Slow-Coffee-Anhänger bereiten diesen gern mit einem Handfilter zu und das ist ganz einfach:

  1. Eigentlich brauchst du nur einen Handfilter, dazu passendes Filterpapier und eine Tasse. Bevor du mit dem Brühen beginnst, wäschst du das Filterpapier mit Wasser aus, um die kleinen Holzstücke darin zu entfernen. Damit die Tasse bereits warm ist, kannst du das hierfür verwendete Wasser in sie laufen lassen. Danach gießt du es natürlich weg.
  2. Um den Kaffee zu brühen, setzt du den Filter inklusive des Papiers auf deine Tasse und bestückst ihn am besten mit selbst gemahlenen Kaffee. Der schmeckt nicht nur viel aromatischer, der Prozess des Mahlens soll auch als Arbeitsschritt wahrgenommen und zelebriert werden.
  3. Sind die gemahlenen Bohnen im Filter, kannst du sie mit heißem Wasser übergießen, das aber nicht mehr kochen sollte. Du solltest sie hierbei nicht ertränken, sondern Schritt für Schritt so viel Wasser hinzugeben, dass sie sich immer gut vollsaugen können. Diesen Prozess wiederholst du so oft, bis auch das letzte bisschen Wasser in deine Tasse getropft ist. Deine Tasse Kaffee kann so gut und gerne um die 10 Minuten Arbeit in Anspruch nehmen.

Und das ist die Idee hinter dem Trend

Ursprünglich war Kaffee purer Luxus, der sich über die Jahre zu einer absoluten Massenware entwickelt hat, durch die sowohl Wert als auch Genuss immer weiter verloren gegangen sind. Noch schlimmer ist dabei, dass das Getränk immer öfter mit einem stressigen Alltag assoziiert wird, in dem bewusster Genuss keinen Platz mehr hat.

Diesem Trend soll der Slow Coffee entgegenwirken. Er sorgt für Entschleunigung im Alltag, die immer seltener wird und kann dabei fast schon meditativ wirken. Lässt man sich darauf ein, bringt er die Ruhe, die man sonst selten findet.

Beim Genuss soll deshalb auch der bewusste Verzehr im Vordergrund stehen, bei dem es ebenso um Nachhaltigkeit und Fairness gehen soll. Der enorme Preisabfall des Kaffees ist schließlich ebenso eine Problematik, die oft zu einer unfairen Bezahlung der Bauer:innen führt. Beim Slow Coffee sollen deshalb wieder vermehrt Bohnen aus fairem und ökologischem Anbau genossen werden.

Slow Coffee steht also für Ruhe, Genuss und Nachhaltigkeit, der wiederum ein Bewusstsein für das Luxusgetränk Kaffee wecken soll.

Na? Noch auf der Suche nach dem passendem Gebäck zum Slow Coffee? Wir hätten da ein paar nette Ideen…

Quark-Birnenkuchen mit Zimt einem Blech, daneben liegen ein Messer, ein Tortenheber und ein Sieb mit Puderzucker.
pinit