Umibodo ist letztendlich das japanische Wort für „Sea Grapes“ oder „Green Caviar“. Es handelt sich dabei um essbaren Seetang mit kleinen Blasen an den Stielen. Diese erinnern an kleine Weintrauben oder an grünen Fischrogen. In den flachen, warmen Küstengewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans kommt die Meerestraube in großen Mengen vor. In Japan, Vietnam und auf den Philippinen werden die Algen in küstennahen Farmen kultiviert. Die langen Grünalgen mit ihren Trauben werden fünf bis zehn Zentimeter lang und auch oft von der Strömung abgerissen und am Strand angespült.

Umibodo-Algen in einem küstennahen Gewässer. Credit:Shutterstock/ Ethan Daniels

Textur und Geschmack

Genau diese beiden Punkte stechen sind definitiv als besondere Merkmale der Umibodo-Alge heraus. Nicht umsonst auch grüner Kaviar genannt, brechen die kleinen Bläschen beim Zerkauen auf und setzen einen leicht salzigen, an Meer erinnernden Geschmack frei. Das Mundgefühl ist gelartig und wässrig mit einem Hauch Auster oder Kaviar. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass der „Knack-Effekt“ stärker als bei echtem Kaviar ist.

Aufgrund der extravaganten Optik kannst du die Algen auch perfekt als Dekoration zu Vorspeisen oder Hauptgängen aus dem Meer servieren. Auch auf kleinen Appetithäppchen oder Buffets sind sie ein echtes optisches Highlight. Dazu ist die Umibodo-Alge einfach leicht abzuspülen und roh zu verzehren. Zur Verbesserung der Textur und des Geschmacks kann man die Meerestrauben auch vorher für wenige Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sie werden dann praller, schmecken aber auch weniger salzig.

Damit du noch ein wenig Inspiration erhältst, haben wir hier noch ein paar Gerichte, die du mit dem grünen Kaviar ausschmücken kannst. Viel Spaß!