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Wie bleibt Rotkohl beim Kochen rot?Omas Trick hilft

Rotkohl muss einfach richtig schön rot sein. Wie aber bleibt Rotkohl beim Kochen rot – und wird nicht etwa grau? Es ist eigentlich ganz einfach.

roter Rotkohl mit Cranberrys auf dunklem Untergrund
So schön rot sollte der Rotkohl sein. Klappt aber nicht immer. Was da wohl schief läuft? © Shutterstock/from my point of view

Kein Advents- oder Weihnachtsmenü, ohne dass zumindest einmal Rotkohl serviert werden würde. Was dann aber richtig blöd ist, wenn bei der Zubereitung die Farbe flöten geht und eine gräuliche Pampe auf dem Teller landet. Was ist da wohl schiefgelaufen? Wie bleibt Rotkohl beim Kochen rot? Wir verraten es dir.

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© AdobeStock/Nur Maulidiah

So bleibt Rotkohl beim Kochen rot

Grau ist nun wirklich keine Farbe, die wir gerne mit unserem Essen in Verbindung bringen – schon gar nicht zu besonderen Anlässen. Bei Rotkohl kann aber gerade das gern mal passieren.

Wenn es denn ein wenig tröstet: Am Geschmack ändert die triste Farbe letztlich nichts. Da wir aber wollen, dass unser Essen nicht nur lecker, sondern auch schön anzusehen ist, haben wir uns mal informiert, was man anstellen muss, damit der Rotkohl beim Kochen rot bleibt.

Tatsächlich ist es ziemlich simpel: Um grauen Rotkohl zu vermeiden, musst du ihn vor dem Kochen mit Salz, Zucker und Zitronensaft beziehungsweise Essig anmachen. Die Säure sorgt dafür, dass die roten Farbstoffe im sonst lilafarbenen Kohl herausgelockt werden. Und wenn du diesem Effekt gar noch ein Krönchen aufsetzen willst, kannst du kurz vor dem Servieren noch einen Schuss Rote-Bete-Saft unterrühren. Super easy!

Und was ist mit Blaukraut?

Jaaa, nicht in allen Regionen spricht man von Rotkohl – manche haben es dann doch eher mit dem Blaukraut. Von Rotkohl spricht man vor allem im Norden Deutschlands, während der Süden und auch Österreich auf Blaukraut setzt. Diese Unterscheidung geht auf zwei Gründe zurück.

  1. In saurem Boden wächst der Kohl eher mit rötlichen Akzenten, in alkalischem Boden eher bläulich. Es wird gemunkelt, dass in Zeiten, bevor Kunstdünger und Co eine Rolle spielten, der Boden im Norden eher sauer war, während er sich im Süden eher alkalisch präsentierte.
  2. Heutzutage naheliegender ist eher die Art der Zubereitung, die für den Unterschied sorgt. Im Norden verarbeitet man den Kohl eher mit einer säuerlichen Note – diese in Form von Essig, Zitronensaft oder auch Apfel. Wie wir in diesem Ratgeber schon gelernt haben, kitzelt die Säure die roten Farbstoffe aus dem Kohl. Im Süden wiederum mag man den Kohl lieber süß statt sauer. Auf Säure wird verzichtet und so können sich die roten Nuancen nicht entfalten. Statt Säure setzt man da auf Natron – und das wiederum verstärkt die blauen Akzente.

Also: Wenn du keinen roten Rotkohl, sondern lieber blaues Blaukraut willst: einfach etwas Natron unterrühren. Manchmal ist Kochen auch eine kleine Chemiestunde…


Hast du nun so richtig Hunger auf Rotkohl (oder Blaukraut) bekommen? Wir haben da ein paar Anregungen für dich:

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Keine Zeit, den Rotkohl selbst zu machen? Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr genau nachgeprüft, was besser ist: Rotkohl aus dem Glas oder als TK-Ware.


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