Sie zählt zu den Party-Klassikern bei Jung und Alt: die Käse-Lauch-Suppe. Aber könnte man stattdessen auch Porree nehmen? Die Bezeichnungen sorgen einfach immer für Verwirrung. Worin unterscheiden sich denn eigentlich Lauch und Lauchzwiebeln? Bei uns erfährst du, woran du welche Sorte erkennst und für welche Rezepte was am besten geeignet ist.

Worin sich Lauch und Lauchzwiebeln unterscheiden – die Begrifflichkeiten

Zu Beginn gibt es einen wichtigen Fakt zu den grünen Dingern, den du im Kopf behalten solltest: Porree und Lauch ist exakt dieselbe Wurzelgemüsesorte. Zu der ganzen Verwirrung kommt es nur durch regionale Präferenzen für das eine oder das andere Wort. Seit den 1970er Jahren aber kennt man deutschlandweit beide Begrifflichkeiten für die Pflanze mit dem lateinischen Namen allium porrum.

Einen Unterschied wiederum gibt es zwischen Lauch und Lauchzwiebeln. Letztere sind nämlich mit der herkömmlichen Speisezwiebel verwandt und deutlich kleiner als Porree. Die Frühlingszwiebel wird nämlich „zu früh“ geerntet, sodass die Knolle viel kleiner ist als bei der normalen Zwiebel. Du kennst sie vielleicht auch unter dem Namen Frühlingszwiebel. Sie werden zwischen Mai und Oktober geerntet, im Supermarkt findest du sie jedoch ganzjährig.

Wichtiges zur Zubereitung von Lauch und Lauchzwiebeln

Zwiebeln wachsen bekanntlich unter dem Feldboden. Daher wird bei der Ernte oft noch Erde mitgeschleppt. Am Besten ist es daher, wenn du deinen Lauch vor der Zubereitung gründlich abspülst. Dann schneidest du die Wurzel ab und teilst die Stangen in Ringe. Was du dann mit deinem Lauch anstellst, steht dir völlig frei: Oft wird er für einige Minuten in der Pfanne angeschwitzt oder im Ofen gebacken. Für Suppen und Co kannst du aber auch einfach etwas Salzwasser oder Brühe aufkochen und den Porree darin garen.

Eine Sache, worin sich Lauch und Lauchzwiebeln nicht unterscheiden, ist die Vorbereitung: Auch die Lauchzwiebeln solltest du natürlich abspülen und sie von ihrer Wurzel befreien. Außerdem musst du aufpassen, dass sie dir nicht verschrumpeln. Länger als eine Woche halten sich die grünen Geschmacksträger auch im Kühlschrank nicht. Manchmal brauchst du für dein Gericht nur den weißen Teil, mitunter auch die ganze Stange. In kleinen Ringen werden die Frühlingszwiebeln dann kurz angebraten oder auch roh zum Salat serviert.

Worin unterscheiden sich die Rezepte mit Lauch und Lauchzwiebeln?

Wie oben schon erwähnt, kann Porree auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Meist findet er Verwendung in warmen Wintergerichten. Zu Gerichten mit Sahne oder Käse passt Lauch beispielsweise perfekt. Die äußeren Blätter kannst du außerdem für eigene Brühen verwenden, die inneren darfst du sogar roh essen, wenn du es besonders aromatisch magst. Beachte dabei aber, erst dünnere Ringe zu schneiden und dich geschmacklich ranzutasten.

Bei den Lauchzwiebeln hingegen musst du dir da keine Sorgen machen. Der Unterschied zwischen Lauch und Lauchzwiebeln liegt eben genau in der Intensität. Manche verwenden sie sogar als geschmacksneutralere Variante für Rezepte mit Speisezwiebeln. Somit bleibt der Geschmack auch in Salaten und Dips eher als leichte Note im Hintergrund. Du kannst dir aber merken, dass der Porree-ähnliche Geschmack vom weißen Wurzelende zur Spitze zunimmt.


Jetzt weißt du, worin sich Lauch und Lauchzwiebeln unterscheiden. Trotzdem stehst du jetzt vor dem Supermarktregal und weißt nicht, was du sonst für deinen Dip nehmen sollst? Denn auch vor dem Milchprodukte-Regal kann es zu Missverständnissen kommen, wenn sich die Frage stellt: Schmand oder Creme fraîche? Wir erklären dir auch hier den Unterschied. Und dann kann’s endlich los gehen in der Küche. Bei dieser fluffigen Pizza mit Schmand kannst du deine nun bekannte Lauchzwiebeln unterbringen.

Quellen: worldsoffood.de, plantura.garden, edeka.de, eatsmarter.de