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Was braucht man alles für Raclette? Diese Zutaten gehören auf die Einkaufsliste

Bei dir gibt es bald Raclette? Dann bist du hier richtig: Wir verraten dir, welche Zutaten beim perfekten Raclette nicht fehlen dürfen. Eine kleine Kaufberatung für jeden Geschmack!

Grauer Holzuntergrund mit Raclette-Pfäannchen und verschiedenen Zutaten
Das perfekte Raclette steht und fällt mit der Auswahl der Zutaten. Wir haben da eine kleine Vor-Auswahl für dich getroffen. © Shutterstock/beats1

Was wären Weihnachten oder Silvester, wenn man nicht immer mal wieder ein Raclette auftischen würde? So wird aus dem Abendessen ein kleines, gesellschaftliches Event. Man sitzt oft über Stunden gemütlich beisammen – und der Gastgeber muss sich nicht groß Gedanken um die individuellen Gepflogenheiten der Gäste machen. Schließlich kann sich ein jeder sein Pfännchen so belegen, wie es ihm/ihr beliebt. Vegan, vegetarisch, Low Carb – alles kein Problem. Wir verraten dir heute die ultimative Zutatenliste für Raclette, damit niemand zu kurz kommt.

Zutaten für Raclette: Das darf nicht fehlen!

Starten wir mal mit den Basics, ohne die es in keinem Fall geht:

  • Ganz wichtig – ohne ein voll funktionsfähiges, voll ausgestattetes Raclette-Gerät geht natürlich nichts. Ideal sind Geräte, die zusätzlich mit einer Grillfläche oder einem heißen Stein ausgestattet sind. Auch solltest du darauf achten, dass du nicht mehr Gäste als Grillpfännchen hast. Und, kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Checke unbedingt einige Tage vorher, ob das Gerät tatsächlich noch funktioniert. Wer die Gäste schon da hat und das Gerät einfach nicht anspringen will, hat aller Wahrscheinlichkeit nach keinen coolen Abend vor sich…
  • Ist das Raclette-Gerät mit einer Grillfläche oder einem heißen Stein ausgestattet, so dürfen Öl und/oder Fett nicht fehlen. Beides wird benötigt, um die jeweilige Fläche einzufetten, damit das Fleisch und auch andere Zutaten nicht anbrennen.

Soweit, so gut. Die Grundvoraussetzungen sind schon mal geschaffen. Weiter geht’s mit einer Zutat, ohne die so ein Raclette ja irgendwie auch nicht geht…

Käse für Raclette: Diese Sorten sind geeignet

Ein Raclette ohne Käse ist irgendwie wie Weihnachten ohne Christbaum. Doch welche Käse-Sorten eignen sich eigentlich am besten, um andere Zutaten im Pfännchen zu überbacken? Welche Sorten haben den perfekten Schmelz, welche das richtige Aroma? Wir verraten es dir:

  • Surprise, surprise: Klassischer Raclette-Käse eignet sich am besten für dein Raclette. Er ist herzhaft aromatisch und stammt aus der Heimat des Raclettes, aus der Schweiz. Diese Sorte darf keineswegs auf deinem Einkaufszettel fehlen. Bring gerne auch etwas Abwechslung in die Angelegenheit, in dem du zu den Special Editions greifst – oft wird Raclette-Käse nämlich auch in besonderen Geschmacksrichtungen wie Chili, Trüffel oder Pfeffer angeboten. Und noch ein kleiner Tipp: Geh mal bei der Käsetheke deines Vertrauens vorbei. Dort findest du auch Raclette-Käse, der klassischerweise aus Kuhmilch hergestellt wird, aus Schafs- und Ziegenmilch.
  • Auch Bergkäse ist eine tolle Option für den Raclette-Abend. Auch er ist schön herzhaft-würzig und eignet sich hervorragend zum Überbacken.
  • Wer es weniger aromatisch mag, der kann auch Mozzarella mit auf den Tisch stellen. Er ist mild, cremig und unglaublich zartschmelzend. Ideal, um zum Beispiel ein köstliches Tomaten-Mozzarella-Pfännchen mit Basilikum zu zaubern.
Verschiedene Käsesorten nebeneinander angerichtet. Welche passt wohl zu Raclette?
Welche Käsesorten passen am besten zu Raclette? © Getty Images/ Uwe Moser
  • Wem das nötige Kleingeld fehlt, um Unmengen an teurem Käse zu kaufen, der kann auch mit Gouda nicht viel falsch machen. Er schmilzt gut, schmeckt gut – und ist gerade bei Kids ziemlich beliebt, die mit besonders aromatischen Käse-Sorten nicht arg viel anfangen können.
  • Feta ist ja auch so eine Käse-Sorte, die irgendwie immer geht – auch beim Raclette. Hier bringt Feta eine mediterrane Note in den Raclette-Abend, am besten kombiniert zu leckerer Zucchini, Aubergine, Tomate und Co
  • Fan von Blauschimmel-Käse? Auch das ist eine Option fürs Pfännchen. Ideal ist Gorgonzola, der sich toll zu Birne, Feigen und Trauben kombinieren lässt. Noch ein paar Nüsse dazu – und ins Träumen geraten.
  • Besonders schick wird es auch mit einem Weichkäse, etwa Brie oder Camembert. Eine hervorragende Wahl zu Filet vom heißen Stein und köstlichen Preiselbeeren.
  • Veganer dabei? Hier gibt es durchaus auch pflanzliche Alternativen. Viele Supermärkte haben veganen „Käse“ mittlerweile im Sortiment – sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Im Zweifel einfach mal beim veganen Gast nach dem persönlichen Favoriten fragen.

Du siehst: Du hast eigentlich die Qual der Wahl! Beachte nur Folgendes: Pro Gast solltest du etwa 200 bis 300 g Käse pro Kopf einplanen. Ganz schön mächtig, schon klar – es gibt aber auch andere Tage, an denen man auf die schlanke Linie achten kann.

Das liebe Gemüse…

Käse – wichtig und richtig beim gelungenen Raclette. Aber es muss ja auch irgendwie etwas geben, was man da überbackt. Nicht, dass wir nicht auch NUR geschmolzenen Käse essen würden. Beim Raclette schaut aber meist wer zu beim Essen und wir wollen ja auch keinen Anlass zum Lästern bieten. Und vielleicht sind die Gäste ja auch nicht ganz so einfach zufriedenzustellen, wie wir… also gut. Gemüse muss ins Pfännchen! Wir verraten dir, welche Sorten einfach immer gehen – und welche für das gewisse Etwas sorgen.

  • Käse und Kartoffeln geben einfach ein unverschämt gutes Team ab – und bei jedem Standard-Raclette dürfen Pellkartoffeln keineswegs fehlen. Man kann sie super easy auf dem Grill oder heißen Stein anbraten, oder einfach nur gegart in ein Pfännchen geben und mit Käse belegen. Ein Muss!
  • Lecker Champignons sind immer eine gute Wahl. Auch hier sind die Optionen beim Raclette vielfältig, wobei wir empfehlen, auf die frischen Varianten zu setzen. Macht mehr her und ist beim Draufbeißen nicht so glitschig. Eine tolle Kombination zu Käse, Fleisch und Kartoffeln!
  • Mmmh… Hülsenfrüchte! Hier ist erlaubt, was eben so schmeckt. Erbsen mit einer Butterflocke und Käse überbacken sind eine wahre Wohltat für den Gaumen und lassen sich auch zu Fleisch gut kombinieren. Auch Bohnen aus der Dose können unterschiedlich zum Einsatz kommen und können ohne großen Aufwand bereitgestellt werden. Weiße Bohnen eignen sich toll für mediterran angehauchte Pfännchen, Kidneybohnen wiederum sind in Kombination zu Fleisch, einer feurigen Salsa und Mais ideal für Texmex-Pfännchen. Und apropos Mais…
  • Ist Mais nun Getreide oder eine Hülsenfrucht? Egal eigentlich auch: Mais gehört (zumindest für die Verfasserin dieses zum Roman anmutenden Textes) unbedingt zu einer vollständigen Raclette-Tafel dazu. Toll mit Schinken oder gegrilltem Fleisch, toll zu anderem Gemüse… und ach was soll’s. Mais einfach überall! Muss sein.
  • Zwiebeln verleihen so mancher Speise das gewisse Etwas – und so dürfen sie auch beim Raclette nicht fehlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du zur Gemüsezwiebel, zur roten Variante, Perl- oder Frühlingszwiebeln greifst – Zwiebeln müssen mit auf den Tisch.
  • Eingelegte Gewürzgurken sind ebenfalls ein Klassiker auf der Raclette-Tafel – und das haben schon die Erfinder aus der Schweiz so festgelegt. Die Säure der Gurken harmoniert einfach hervorragend mit dem Aroma des Käses. Das darf keineswegs fehlen.
  • Paprika sind knackig, würzig und lecker – außerdem schmecken sie super pur oder gebraten. Die ideale Zutat für Raclette-Kompositionen jeder Art!
  • Mediterranes Gemüse wie Tomaten, Zucchini und Aubergine sind immer eine gute Idee für ein Raclette. Man kann es auf dem heißen Stein oder der Grillplatte schön knusprig anbraten und dann überbacken – ob mit Fleisch oder ohne.
  • Du magst es feurig? Dann serviere doch auch ein paar in Ringe geschnittene Jalapeño. Eine tolle Zutat, wenn du auch Kidneybohnen, Mais und Co. auftischst. So hast du und auch deine Gäste die Option auf tolle mexikanische Pfännchen.

Eine nette Auswahl, nicht wahr? Wenn du nicht gleich bei allem zugreifen möchtest, kannst du dich natürlich auch auf eine Handvoll der Leckereien beschränken. Schau nur, dass es irgendwie zusammenpasst. Du kannst passend zur Hausmannskost kombinieren (Kartoffeln, Gürkchen, Zwiebeln), ein mediterranes Feuer an Aromen zünden oder doch eher den Texmex-Gaumen erfreuen.

Sind Kartoffeln der Star, dann solltest du hier etwa 200 g pro Nase einplanen – und ingsgesamt 150 bis 200 g der anderen Gemüsesorten.

Ein Raclette mit Grillplatte belegt mit verschiedenen Zutaten.
Ist dein Raclette auch noch mit einer Grillplatte und/oder einem heißen Stein ausgestattet, hast du gleich noch mehr Optionen. © Getty Images/ LSOphoto

Fleisch, Wurst und Fisch fürs Pfännchen

Wenn du nicht gerade eine vegetarische oder gar vegane Gang zusammengetrommelt hast, dann darf auch ein bisschen Fleisch unter den Raclette-Zutaten nicht fehlen – vor allem, wenn das Gerät über einen heißen Stein oder eine Grillplatte verfügt.

  • Rohes Fleisch ist natürlich prädestiniert für die Zubereitung auf Grillplatte oder Stein. Da ist eigentlich erlaubt, was schmeckt – ob Rind, Schwein oder Geflügel. Einfach zuvor ein wenig würzen und schon kann es gegrillt werden. Dann ab ins Pfännchen damit und mit Käse überbacken. Auch Hackfleisch wäre eine Option. Dieses kannst du schon zu kleinen Bällchen oder Pattys formen und bereitstellen. Da können sich deine Gäste hübsche Mini-Burger oder Frikadellchen braten – und diese anschließend, na klaaar, mit Käse überbacken.
  • Auch Wurst oder Aufschnitt ist eine nette Option für deinen Raclette-Abend. Kochschinken etwa macht sich immer gut in Kombi zu Kartoffel und Käse – und eine leckere Salami verleiht dem mediterranem Pfännchen den ultimativen Feinschliff. Unser Favorit: Salsiccia! Diese einfach aus dem Darm lösen und auf dem Grill anbraten. Eine echte Geschmacksexplosion.
  • Wer am liebsten Leckereien aus dem Ozean mag, dem seien an dieser Stelle vor allem Garnelen ans Herz gelegt. Die lassen sich auf heißem Stein oder Grill toll anbraten und geben selbst nicht überbacken ein kulinarisches Gedicht ab.

Und wie viel nun hiervon kaufen? Plane am besten 100 bis 150 g pro Nase an Fleisch oder Meeresfrüchten ein. Kleingeschnitten macht das viel her und reicht dicke aus, wenn Käse und Gemüse ebenfalls am Start sind.

Nicht nur für den Nachtisch: Obst für dein Raclette

Obst ist süß – und süß ist Nachtisch. Stimmt zwar, aber ein wenig Obst kann auch dem regulären überbackenen Raclette das gewisse Etwas verleihen. Schau mal:

  • Ananas? Ja, warum denn auch nicht! In Kombination zu Käse und Schinken zauberst du im Handumdrehen dein Pfännchen „Hawaii“.
  • Wenn du einen Blauschimmelkäse oder zum Beispiel einen Camembert servierst, dann denke doch auch mal über Birnen nach. Diese Zusammenstellung ist eine wahre Freude für jeden Gaumen.
  • Und wo wir gerade bei Camembert waren: Der wird nicht umsonst gern zu Preiselbeeren serviert. Auch beim Raclette ist diese Kombi gern gesehen – vor allem auch, wenn du zum Beispiel Wildfleisch anbietest.
  • Und wenn du dann doch nur nach einem Dessert aus dem Pfännchen nachdenkst: Dann serviere doch auch ein paar in Scheiben geschnittene Bananen. Dazu einfach ein paar Nüsse und Nuss-Nougat-Creme – und schon grinsen auch alle Naschkatzen am Tisch glückselig vor sich hin…

Achso. Nachtisch muss auch noch?

Nach der Käse-Invasion bekommt der menschliche Körper eigentlich nichts mehr gestemmt – so lecker ein Dessert ja auch immer ist. Aber hey, vielleicht bist du (und deine Gäste) ja so richtig hart im Nehmen – und Platz für Süßes ist eigentlich schon von vorneherein mit eingeplant. Na denn mal los. Bananen hast du in dem Fall ja schon auf deine Einkaufsliste für Raclette-Zutaten geschrieben. Fehlen ja nur noooch:

  • Schokolade. Unbedingt! Die schmilzt schließlich fast genauso schön wie Käse im Pfännchen – und lässt sich entsprechend gut auf so einem Raclette-Gerät zubereiten. Einfach Obst dazu und ein paar Nüsse… und schon ist auch für das Dessert gesorgt.
  • Besonders kreativ wirst du, wenn du auch noch ein bisschen Pfannkuchen-Teig vorbereitest. Dieser kann im Pfännchen, auf dem Stein oder auf der Grillplatte zubereitet werden, wobei du auf die Butter oder auf etwas Öl nicht verzichten solltest, damit nichts anbrennt. In Kombination zu Schokolade, Nüssen, Früchten oder gar Apfelmus ein echtes Highlight – und der ideale Abschluss für deinen perfekten Raclette-Abend!

Die letzten Tipps für den Endspurt

Wow… okay. Wir sind in diesem Text nicht mal an die super-kreativen Raffinessen herangetreten und dennoch ist die potenzielle Einkaufsliste ellenlang. Ja, es gibt wirklich so einige Zutaten, die beim Raclette nicht fehlen dürfen – wenn es denn rundum perfekt werden soll. Und als wäre das nicht schon mehr als genug: Brot sollte auch serviert werden, ebenso wie ein paar Dips.

Da wir den Rahmen ja sowieso schon vollends gesprengt haben, geben wir hier nur noch eine kleine Auswahl an schmackhaften Sößchen preis:

So, jetzt erstmal tief durchatmen. Das war wirklich ganz schön viel Input – aber du musst ja auch nun wirklich nicht jede der Zutaten im Haus haben. Unsere Aufzählung soll dir lediglich eine kleine Hilfestellung geben, bevor du völlig planlos mit einer Packung Raclette-Käse im Supermarkt stehst und vor lauter Zutaten den Wald nicht mehr siehst… oder so.

Und wenn dir das dann doch alles zu kompliziert ist: Wie wäre es denn einfach mit einem Käse-Fondue? Muhahahaha.

Na? Raclette oder doch Fondue? Credit: Giphy