Woran denkst du, wenn du „mediterrane Küche“ hörst? Vielleicht an fangfrischen, gegrillten Fisch, Pasta mit Meeresfrüchten oder eine zünftige Lasagne? Zumindest sicherlich nicht an vegane Speisen, oder? Aber vor allem die Mittelmeerküche bedient sich auch frischer, bunter Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchten und Getreide. Da braucht es am Ende gar keine tierischen Produkte. Das weiß auch Anne-Katrin Weber, die mit ihrem aktuellen Werk „Deftig vegan mediterran“ einen Ausflug in beliebte Urlaubsländer des Südens macht. Wer durch das Buch blättert, fliegt zusammen mit der Autorin nach Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland und in die Türkei. Wir haben uns der Reisegruppe angeschlossen und für dich einen Blick ins Kochbuch geworfen.

„Deftig vegan mediterran“ kombiniert Klassiker mit modernen Ideen

Sowohl Klassiker als auch moderne Interpretationen der südländischen Kulinarik begegnen unserer hungrigen Reisegruppe auf den Seiten. Schnell wird klar: Fisch, Fleisch und Co. wird man wohl nicht vermissen. Dafür sorgen nicht zuletzt auch die Aromen des Südens, die dank zahlreicher Kräuter und Knoblauch hervorgerufen werden. Die Reise beginnt bei Antipasti und Tapas, nimmt uns mit zu Suppen und Eintöpfen, um anschließend einen weiteren Stopp bei Gemüse einzulegen. Weiter geht’s zu Pasta und Risotto sowie Pizza und Quiches, die ebenfalls auf der Route liegen. Ihren Abschluss findet die Tour bei zuckersüßen Nachspeisen.

Und auch wenn das Kochbuch unter dem Titel „Deftig vegan mediterran“ läuft – deftig sind zum Glück nicht alle Gerichte, die uns über den Weg laufen. Ganz im Gegenteil, die meisten Rezepte lesen sich luftig-leicht. Wassermelonen-Carpaccio, Fenchelsuppe mit Feta und Zitrone, gerillte Zucchini mit Paprikasauce oder Bohnen-Pfirsich-Salat sind da nur wenige Beispiele. Während einige Klassiker bereits vegan sind, denkt Weber andere Gerichte einfach neu und schafft es, sie ohne Milch, Käse, Eier oder Fleisch zuzubereiten.

Wenn ich dir und weiteren Interessierten mit meinen Rezepten Anregungen geben kann, bewusster einzukaufen, zu konsumieren, mehr pflanzliche Gerichte zu kochen, sodass Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier, wenn überhaupt, dann eher die Ausnahme bilden als die Regel sind, werden viele, viele kleine Schritte in die richtige Richtung gegangen.

Anne-Katrin Weber

Die Anreise an die Mittelmeerküste dauert manchmal nur 25 Minuten. So schnell ist nämlich die Tagliatelle mit Oliventapenade gezaubert. Viele Zutaten sind dafür nicht nötig. Na dann mal los – ab ans Meer!

Rezept für Pasta mit Oliventapenade, Mandeln und Salzzitrone

Zutaten für 2 Personen:

Für die Tapenade:

  • 20 g Kapern
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g aromatische entsteinte schwarze Oliven
  • 4-5 EL Olivenöl (plus etwas mehr zum Bedecken)

Für die Pasta:

  • 2 EL Mandelkerne
  • 1/2 Salzzitrone
  • 4 Stängel Basilikum
  • 200 g Pasta (z.B. Tagliatelle)
  • Salz

Zubereitung:

Für die Tapenade die Kapern abtropfen lassen. Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Kapern, Knoblauch, Oliven und Olivenöl in einen Mixbecher geben und mit dem Stabmixer grob pürieren.

Für die Pasta Mandeln grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Von der Salzzitrone das weiche Fruchtfleisch entfernen und nur die Schale in schmale Streifen schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln und grob hacken.

Parallel dazu die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen, in ein Sieb abgießen, dann zurück in den Topf geben. Mit Tapenade, Mandeln, Salzzitrone und Basilikum mischen und auf zwei Pastateller verteilen. Heiß genießen!


„Deftig vegan mediterran“ hält noch weitere köstliche Ideen bereit: Probiere beim nächsten Grillabend unbedingt Tofu-Kebab oder lass dir Basilikum-Gnocchi mit gebratenem Spargel schmecken.

Anne-Katrin Weber: „Deftig vegan mediterran“, Becker Joest Volk Verlag, 32,90 Euro.

Buchcover „Deftig vegan mediterran“ © Becker Joest Volk Verlag

Übrigens: Mediterran zu kochen heißt natürlich nicht nur, Pasta und Pizza zuzubereiten. Davon konnten wir uns erst vor kurzem dank Denny Imbroisis „80 mediterrane Klassiker, die du gekocht haben musst“ überzeugen. Denn die Mittelmeerländer fangen nicht bei Frankreich an und hören bei Griechenland wieder auf. Auch Libyen, der Libanon oder Israel reihen sich um das mediterrane Meer.

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