Um den Sommersong hat sich Robin Schulz 2021 nicht verdient gemacht. Dafür könnte der 34-jährige Star-DJ aus Osnabrück in diesem Jahr einen anderen Hit landen. Schulz hat mit Rob’s Barbecue ein Kochbuch veröffentlicht, in dem seine — laut Untertitel — „besten Grillrezepte“ abgebildet sind. Eine der ersten Fragen, die sich einigen Außenstehenden dabei stellen dürfte, ist sicherlich, ob die musikalischen Erfolge des Künstlers in diesem Fall plump für ein weiteres Geschäftsfeld genutzt werden sollen.

Genau dieser Vorhaltung entgegnet Schulz direkt im Intro seines Buchs. Ihm sei wichtig, „dass niemand denkt, ich sei ein DJ, der einfach irgendein Kochbuch rausbringt“. Wer ihn kenne, der wisse, dass er Dinge stets aus tiefster Leidenschaft angehe. Dazu zähle eben auch das Kochen. Schulz kocht nach eigenen Angaben nahezu täglich – wenn er nicht gerade auf Tour ist.

Frisch ans Werk zu gehen und keine Fertigpackungen aufzureißen, dazu will Schulz seine Anhänger:innen beziehungsweise die Leser:innen seines Buchs ermutigen. Eine zweite Frage, die sich bei einem Grillbuch im November unweigerlich aufdrängt, ist die nach dem Release-Zeitraum. Rob’s Barbecue am Ende des Herbstes? Ja, denn alle Gerichte lassen sich nicht nur auf dem Rost zubereiten, sondern auch in der Küche, betont Schulz.

„Rob’s Barbecue“: 20 Stunden geschmortes Brisket als größte Herausforderung

Bevor es aber ans Eingemachte respektive ans Gegrillte geht, referiert der Musiker ausführlich über seine Leidenschaft fürs Barbecue, die unter anderem durch Grill-YouTuber entflammt ist sowie die beste Grillausstattung. Auch seine besten Tipps, falls doch mal etwas schiefgehen sollte, gibt er preis. Dabei beschäftigt sich der DJ mit der Frage, ob man mit Alufolie grillen sollte. Schulz rät beim direkten Grillen und beim Marinieren und Warmhalten davon ab. Feine Aluminiumbestandteile könnten sich durch Salze und Säuren in und am Grillgut lösen und in dieses übergehen.

Als seine größte Herausforderung beim Grillen bezeichnet Schulz indes das Brisket. Rund 20 Stunden sollte die Rinderbrust im Smoker garen, bis sie butterzart ist und von allein auseinanderfällt. Ein Vorgang, der Schulz noch nie nach seinem Geschmack gelungen sei, sagt er. Doch der DJ liefert nicht nur Rezepte, die stundenlang vor dem Grill zelebriert werden. Auch Speisen mit wenigen Zutaten (Kapitel: „All we got“) wie Dashing Dumplings mit Heidelbeeren oder Sides & Snacks (Kapitel: „Waves“) wie Jalapeno-Rösti mit Wildkräutern hat Schulz im Köcher. Bei den Kapitelnamen spielt er mit sämtlichen Song- oder Plattentiteln seiner Diskografie.

Das Rezept, das wir dir aus Rob’s Barbecue präsentieren wollen, trägt den Titel „Unforgettable“ und zählt zumindest laut Buchkapitel zu Schulz‘ Lieblingsgerichten: Rumpsteaks mit Granatapfel-Himbeer-Salsa. Die Grillsaison ist eröffnet. Im November.

Rezept für Rumspteaks mit Granatapfel-Himbeer-Salsa:

Zutaten für 4 Personen

Für die Steaks:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian
  • 2 Rumpsteaks (à 400 g,
  • mind. 4 cm dick)
  • 2 EL Rapsöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Für die Salsa:

  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 gelbe Peperoni
  • 1/2 Granatapfel
  • 150 g Himbeeren
  • 4 EL Himbeeressig
  • 2 EL Erdnussöl
  • Meersalz

Außerdem:

1 Fleischthermometer

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitung

Den Grill für mittlere bis hohe indirekte und direkte Hitze (mit Deckel,
200–220 Grad) vorbereiten.

Für die Steaks den Knoblauch schälen und längs halbieren. Die Kräuterzweige abbrausen und trocken schütteln. Die Rumpsteaks trocken tupfen, rundherum mit Rapsöl einreiben und von allen Seiten mit Salz würzen.

Die Rumpsteaks über der direkten Hitze auf den Rost legen und im geschlossenen Grill 4–6 Minuten grillen. Dabei die Steaks zur Halbzeit wenden und mit den Kräuterzweigen und dem Knoblauch belegen.

Anschließend die Rumpsteaks über der indirekten Hitze platzieren und in weiteren 6–8 Minuten fertiggrillen (Kerntemperatur 49–52 Grad). Dann die Steaks vom Grill nehmen und abgedeckt noch 3–5 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen für die Salsa die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Peperoni waschen, halbieren, weiße Trennwände und Kerne entfernen. Die Hälften fein würfeln. Die Granatapfelkerne aus den Häuten brechen. Die Himbeeren verlesen und nur falls nötig abbrausen und trocken tupfen. Alles vorsichtig mit dem Himbeeressig und dem Erdnussöl vermengen. Die Salsa mit Salz würzen.

Die Rumpsteaks von den Kräutern und dem Knoblauch befreien. Die Steaks
quer zur Faser in 1 cm dicke Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit der Salsa auf Tellern anrichten.

Robin Schulz: „Rob’s Barbecue“, Gräfe und Unzer Verlag, 25 Euro

Buchcover: "Rob's Barbecue"
Buchcover: „Rob’s Barbecue“ Credit: Gräfe und Unzer Verlag/ Matthias Neubauer

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