In einem alten Gutshaus aus dem Jahre 1851 erwacht der kreative Geist von Theresa Baumgärtner. Das sogenannte „Hazelnut House“ im Osten von Luxemburg nutzt die Autorin, Kolumnistin und Moderatorin jedoch nicht nur für originelle Denkprozesse. Baumgärtner hält dort auch regelmäßig Workshops über saisonale Dekorationsmöglichkeiten ab und ist zeitweise Gastgeberin einer regional geprägten Küche und Tischkultur. Alles, was sie in unmittelbarer Umgebung in Fauna und Flora vorfindet, kann bei ihr Beachtung erfahren. Sie selbst nennt diesen Prozess „Goldstaub aus der Natur ins Haus tragen“. Gerade in einer Zeit, in der satte Farben draußen — wenn überhaupt — nur an Tannenbäumen glänzen, schmückt Baumgärtner die weihnacht- und winterliche Vorfreude mit ihrem Buch Wintergrün & Sternanis auf inspirierende Weise.

Da wird die Basis fürs Binden von Weidenringen step-by-step erklärt, getrocknete Orangenscheiben zubereitet, die, hergerichtet an einer Weihnachtswolke, zumindest in der Wohnstube den Anschein von winterlich-kalten Gefühlen wecken — wenn schon draußen kein Schnee liegt. Christbaumkugeln aus Papier, die denen aus Kunststoff in nichts nachstehen, und selbstverständlich alles Wissenswerte für die Gestaltung des eigenen Adventskranzes sind in diesem Buch abgedruckt.

„Wintergrün & Sternanis“: Ein Buch, über das sich die Presse einig ist

Was neben all den Schmuckstücken und Freuden für das eigene Heim nicht fehlen darf, sind passende Köstlichkeiten, die man seinen Liebsten zum Fest servieren sollte. Nein, ein Rezept für eine Weihnachtsgans oder einen Rinderbraten wird man in Wintergrün & Sternanis nicht finden. Vielmehr liegt das Augenmerk von Baumgärtner auf hübschen aromatischen Seelenwärmern. Ein Winterporridge mit Birnen als Starter in den Tag, geröstete Karotten und Rote Bete zum Hauptgang oder aber eine cremige Maronensuppe mit weihnachtlichem Kern — überall duftet es nach winterlicher Würze.

Diese Meinung haben wir übrigens nicht exklusiv. Auszüge aus anderen Medien über Wintergrün & Sternanis lauten wie folgt: „Stoff für eine herzerwärmende Weihnachts- und Adventszeit mit Poesie“ (Badische Zeitung); „Auch Adventsmuffel werden dieses Buch lieben“ (Woman); „Das Buch ist ein Füllhorn an leckeren Rezepten und zauberhaften Bastelideen von einer Frau, die ein bisschen wie eine kleine Weihnachtsfee ist“ (MDR 4). Enough said!

Rezept für Maronensuppe:

Zutaten für 6 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 500 g vakuumverpackte Maronen
  • 3 EL frische Thymianblättchen
  • 40 g Butter
  • 600 ml Hühnerbrühe
  • 120 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Piment d’Espelette
  • 1 großer Apfel
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Maronen ebenfalls fein würfeln, 4 EL Maronen und 1 EL Thymianblättchen beiseitestellen. Die Butter in einem gusseisernen Topf erhitzen, die Zwiebeln, die restlichen Maronen und Thymianblättchen darin andünsten und 5 Minuten bei milder Hitze schmoren lassen. Mit der Hühnerbrühe und der Sahne ablöschen und 15 Minuten zugedeckt bei milder Hitze köcheln.

Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Währenddessen die Milch untermixen. Die Suppe nochmals kurz aufkochen lassen und mit etwas Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken.

Den Apfel waschen, vierteln, entkernen und die Viertel nach Belieben in Sternenform ausstechen oder in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Apfelwürfel zusammen mit den beiseitegestellten Maronen und Thymianblättchen darin
kurz anbraten und mit Salz und Piment d’Espelette würzen.

Die Maronensuppe nochmal durchmixen, in vorgewärmte tiefe Teller geben und mit der Maronen-Apfelmischung dekorieren.

Theresa Baumgärtner: „Wintergrün & Sternanis“, Brandstätter, 20 Euro

Buchcover: "Wintergrün & Sternanis"
Buchcover: „Wintergrün & Sternanis“ © Brandstätter Verlag

Jede Woche stellt EAT CLUB das Kochbuch der Woche vor. Zuletzt drehte sich in „Vegan im Van“ alles um die Lust aus- und aufzubrechen und sich in freier Natur über eine gesunde Küche herzumachen.