Müsli gehört für viele zum Frühstück dazu. Man kann es in den verschiedensten Formen, schon vorbereitet und praktisch abgepackt kaufen und schnell etwas Milch, Saft, Wasser oder Joghurt dazugeben: Fertig ist das Frühstück. Für Abwechslung und den extra Vitamin-Kick wird gern noch frisches Obst zu den Basis-Zutaten des klassischen Müslis gegeben. Diese Basis besteht fast immer aus Haferflocken in Kombination mit Nüssen und/oder Trockenfrüchten. Was so simpel klingt, hat jedoch einiges an Variation zu bieten, auch außerhalb des großen Angebots an unterschiedlichen Müsli-Sorten in den Supermärkten. Denn mit kleinen Tipps und Tricks kannst du dir dein ganz persönliches Müsli selbst machen!

Müsli selbst machen: Das Müsli-Basisrezept

Grundlage mit den Hauptzutaten

Dieses einfache Rezept beinhalt lediglich die Basis-Zutaten und gibt dir einen ungefähren Eindruck davon, welche Mengen du benötigst!

Zutaten für 1 Portion:

  • 4 EL kernige Haferflocken
  • 10 Haselnüsse
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1 Handvoll Himbeeren oder 1 klein geschnittener Apfel
  • 200 g Naturjoghurt oder Milch
  • nach Belieben ein wenig Honig

Die Zubereitung ist ganz einfach und schnell:

Mische die Haferflocken, Haselnüsse (ganz oder gehackt) und Rosinen zusammen und gib das frische Obst dazu. Abschließend den Joghurt oder die Milch darüber gießen und alles gut vermischen, sodass die Haferflocken gut die Flüssigkeit aufnehmen können. Wer noch etwas Süße ins Spiel bringen will, schmeckt das Müsli mit Honig ab.

Tipp: Damit es morgens noch schneller geht, kannst du auch eine größere Menge der trockenen Zutaten miteinander vermischen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Morgens dann nur noch die frischen Zutaten hinzugeben.

Für mehr Abwechslung beim Frühstück: Lieblingsmüsli selbst machen

Jeden Tag das Müsli mit bloß den Basiszutaten plus unterschiedlichem Obst, zu essen, kann nach einiger Zeit langweilig werden und einen den Appetit darauf vermasseln. Damit du etwas Abwechslung in deine Routine bringen kannst, zeigen wir dir einige Rezeptideen, damit du leckeres Müsli selber machen kannst:

Kokosnuss-Ingwer-Mango-Müsli: Bringe etwas Exotik in dein Frühstück!

Für einen besonders fruchtig-frischen Start in den Tag eignet sich die Kombination aus Kokosnuss, Ingwer und Mango perfekt! Du kannst dich hierfür wieder ganz einfach an dem Basisrezept orientieren und ein paar Änderungen vornehmen: Statt den Haselnüssen nimmst du einfach eine Hand voll getrocknete Kokoschips oder Kokosraspeln und die Rosinen ersetzt du mit kandierten Ingwerstücken, oder wahlweise auch mit getrockneten Ananasstücken. Zum Abschluss kannst du das frische, gelb-orange Fruchtfleisch der Mango unterrühren! Anstatt Naturjoghurt oder Milch von Kühen passt zu diesem Müsli auch sehr gut eine vegane Alternative mit Kokosmilch.

Schokoladen-Müsli: Der süße Klassiker!

Schokolade macht alles besser. Nicht unbedingt gesünder, aber auf jeden Fall besser. Und die ein oder andere süße Sünde kann man sich ruhig gönnen. Warum dann also nicht, wie Bridget Jones, mit etwas Schokolade in den Tag starten?

Um diese Variante des Müslis selbst zu machen, hackst du dunkle Schokolade, um es etwas gesünder zu halten, in kleine Stücke und mischst sie statt der Rosinen unter das Basisrezept. Die Haselnüsse harmonieren hier besonders gut mit der bitteren Süße der Schokolade, aber auch andere Nüsse wie Mandeln passen hervorragend. Und um dem ganzen noch einen fruchtigen Touch zu geben, empfehlen wir, kleine Bananenstücke als Obstkomponente zuzufügen: Nicht vieles übertrifft die Kombination aus Schokolade und Banane – überzeug dich selbst!

Knuspriges Granola: Gebackenes Müsli mit Honig

Backblech mit selbstgemachten Müsli, gebackenes Granola aus Haferflocken, Nüssen und Kernen.
Selbst gemachtes Müsli kann viele Formen annehmen: Bei der Granola-Mischung werden die Haferflocken mit Nüssen, Kernen und Honig gebacken! Credit: GettyImages/ Claudia Totir

Granola ist die knusprige Schwester des einfachen Haferflocken-Müslis. Auch dieses Knusper-Müsli kann man in den verschiedensten Formen fertig kaufen, warum also selber machen? Die Vorteile beim Selbermachen ist, dass du genau weißt und kontrollieren kannst, welche Zutaten in deiner Schüssel landen: Das kannst du bei gekauften Produkten nicht. Oftmals wird um einiges mehr Zucker in Fertigprodukten verwendet, als dir vielleicht bewusst und lieb ist. Damit du dir darüber keine Sorgen machen brauchst, haben wir für dich ein Granola-Basis-Rezept, mit dem du dir ausgefallene Müslis selbst zusammenstellenkannst. Wenn du schon mal dabei bist, bereite am Besten mehr als eine Portion zu und bewahre alles in luftdichten Gläsern auf.

Zutaten für 3 Portionen:

  • 3 Tassen kernige Haferflocken
  • 1 Tasse Nuss-Mischung (z. B. Cashews, Haselnüsse, Walnüsse)
  • 1 Tasse gemischte Kerne (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)
  • 1/2 TL Salz
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 Tasse Honig
  • 1/4 Tasse Sonnenblumenöl
  1. Heize deinen Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vor und belege ein Backblech mit Backpapier.
  2. Gib die Haferflocken und die Nuss-und Samenmischungen in eine Schüssel und vermische alles gut. Gebe dann das Salz und das Vanillemark zum Würzen hinzu und hebe sie gut unter, damit sich der Geschmack gleichmäßig verteilt. Als letzten Schritt gießt du den Honig und das Öl in die Schüssel und verrührst solange die Zutaten, bis es keine großen Klumpen mehr gibt.
  3. Nimm nun das vorbereitete Backblech und verteile die feuchte Hafer-Nuss-Samen-Masse gleichmäßig darauf. Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen und backe alles etwa 30 Minuten. Die Masse sollte eine leicht braune Farbe erhalten, den Geruch nach Honig und Vanille verströmen und nun knusprig statt feucht sein.
  4. Die heiße Masse auskühlen und fest werden lassen und in kleine Stücke brechen. Anschließend die knusprigen Krümel des Granolas luftdicht verschlossen lagern.

Das Granola eignet sich auch als trockener Snack für zwischen durch: Es schmeckt auch super lecker ohne Milch oder Joghurt! Wenn du es gern traditionell isst, kannst du auch gerne mit frischem Obst wie Erdbeeren, Birnen oder Aprikosen etwas Frische und ein paar Vitamine geben.


Die Schweizer Variante für Zuhause: Traditionelles Bircher Müsli selbst machen

Auf der Suche nach alternativen Müsli-Varianten kann man sich gut Inspiration aus anderen Ländern holen. So haben unsere Nachbarn in den Alpen eine besonders leckere und beliebte Version entwickelt: das Schweizer Bircher Müsli. Anders als bei unserem Basis-Rezept werden hier keine groben, sondern blütenzarte Haferflocken verwendet. Diese ziehen Flüssigkeit besser auf und haben eine weiche Konsistenz. Das Bircher Müsli verwendet diese Eigenschaft und nutzt die Flocken in aufgequellter Form. Für die perfekte Konsistenz solltest du deswegen schon am Abend das Müsli vorbereiten! So machst du dein Bircher Müsli selbst:

Zutaten für 1-2 Portionen:

  • 4 EL blütenzarte Haferflocken
  • 1 Msp. Zimtpulver
  • 125 ml Wasser
  • 1 Apfel
  • 1 Birne
  • 2 TL Zitronensaft
  • 150 g Naturjoghurt
  • 3 EL Honig
  • nach Belieben Zimt zum Bestäuben
  1. Vermische die Haferflocken mit dem Zimt in einer Schüssel und gib das Wasser dazu. Verrühre die Masse gut und decke die Schüssel ab. Lass die Haferflocken anschließend über Nacht in dem Wasser ziehen, damit sie am Morgen aufgequellt und bereit zur Weiterverarbeitung sind.
  2. Reibe am Morgen den Apfel und schneide die Birne in Stücke. Vermische das Obst und rühre ihm den Zitronensaft und Joghurt unter. Hierzu die gequellten Haferflocken geben und alles mit Honig und Zimt abschmecken.

Tipp: Als kleines Extra und für den Biss kannst du hier auch Nüsse oder Kerne hinzugeben.

Kreiere dein eigenes Müsli

Eine selbst gemachte Müsli-Bowl mit Erdbeerjoghurt, Bananen, Blaubeeren, Kokosraspeln, Goji-Beeren und Samen vor einem grauen Hintergrund von oben.
Müsli kann so vielseitig und bunt sein! Entdecke deine eigene Lieblings-Kreation. Credit: GettyImages/ Vladislav Nosick / 500px

Die oben genannten selbstgemachten Müslis sind einige Vorschläge von uns an dich. Natürlich kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und weitere Müsli-Sorten mit anderen Komponenten zusammenstellen.

Hier kannst du bereits bei der Haferbasis anfangen: Alternativ oder zusätzlich kannst du auch Flocken aus anderen Getreidesorten wie Dinkel, Roggen, Buchweizen oder sogar Quinoa verwenden. Als Extras kannst du Zutaten wie gepuffter Amaranth für die Knusprigkeit, Leinensamen für die Verdauung, oder Chiasamen für mehr Proteine und gesunde Ballaststoffe hinzufügen. Ein selbst zusammengestelltes Müsli ist eine gute Möglichkeit, mit viel ballaststoffreich den Tag zu beginnen. Wir wissen, welche zehn Lebensmittel besonders viel Ballaststoffe haben!

Statt Rosinen gibt es eine große Auswahl an anderen getrockneten Früchten wie Feigen und Datteln für extra Süße, Cranberrys oder Sauerkirschen für einen etwas säuerlichen Genuss, und getrocknete Apfel-, Bananen oder Aprikosenscheiben für mehr Frucht. Und wenn du außer dem von uns vorgeschlagenen Honig nach weiteren natürlichen Süßungsmitteln suchst, dann wissen wir mehr über die verschiedenen Zuckerersatzstoffe! So einfach ist es, Müsli selbst zu machen: Mit welchem Müsli du in den Tag startest, liegt ganz in deinen Händen!