Bratkartoffeln sind einfach köstlich – und die ideale Beilage zu den verschiedensten Gerichten. Blöd ist es dann aber, wenn das Ganze irgendwie nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat – nicht selten hat man am Ende eine matschige Pampe mit verbrannten Zwiebeln auf dem Teller. Tu dir das nicht an! Wir verraten dir heute, mit welchen Tricks du die perfekten Bratkartoffeln zauberst.

Perfekte Bratkartoffeln? Es beginnt mit der richtigen Sorte…

Ob die Bratkartoffeln am Ende perfekt werden, hängt nicht unwesentlich von der verwendeten Kartoffelsorte ab. Mit mehligen Knollen brauchst du es gar nicht erst auszuprobieren – die Bratkartoffeln werden zerfallen und saugen sich obendrein mit zu viel Fett voll.

Greife unbedingt zu festkochenden Kartoffeln. Diese behalten beim Braten die Form und werden am Ende schön knusprig. Unser persönlicher Sortenfavorit sind Bio-Linda Kartoffeln.

Kartoffeln vorkochen oder nicht?

Nun – hier gibt es nicht die eine richtige Antwort. Du kannst sowohl aus vorgekochten Bratkartoffeln zaubern als auch aus rohen. Allerdings ist es wesentlich einfacher, bereits gegarte Kartoffeln zu braten – schließlich sollen die Bratkartoffeln nicht nur knusprig, sondern innen auch gar sein. Idealerweise sollten die Kartoffeln hierfür bereits am Vortag gekocht worden sein, damit sie vor dem Schneiden komplett ausgekühlt sind. Bei diesem Prozess empfiehlt es sich neben Salz auch Kümmel und Petersilienstängel mit den Kartoffeln zu kochen, um ihnen einen tollen Geschmack zu verleihen. Perfekt ist anschließend das Aufschneiden in eine Dicke von 1 cm – andernfalls könnten die Scheiben durchbrechen.

Bei rohen Kartoffeln wiederum sollten die Scheiben möglichst dünn geschnitten werden. Beim Braten selbst sollte ein Deckel zum Einsatz kommen, damit die Scheiben auch schneller durchgaren.

Ab in die Pfanne – aber in die richtige!

Gleich vorneweg: In einer Pfanne, in der die Beschichtung schon bessere Tage gesehen hat, werden Bratkartoffeln alles andere als perfekt – sie brechen schneller und schnell hat man nur eine klumpige Pampe auf dem teller.

Eine gusseiserne Pfanne wäre optimal, da sie besonders heiß wird und so für eine himmlische Kruste sorgt. Da aber nicht jeder eine gusseiserne Pfanne im Haus hat, sollte zumindest auf eine Pfanne mit intakter Beschichtung zurückgegriffen werden. Hier brennt in der Regel auch nichts an – wenn auch das Ergebnis in Sachen Knusper nicht ganz perfekt wird.

Tipp: Man sollte die Pfanne immer einmal richtig knalle heiß werden lassen und anschließend wieder abkühlen und wieder erwärmen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kartoffelscheiben kleben bleiben, deutlich reduziert.

Butter? Schmalz? Oder Öl?

Nun haben wir die Kartoffeln und die Pfanne – fehlt auf jeden Fall noch das passende Fett zum Anbraten. Doch: Welches nimmt man dafür am besten? Butter ist zwar lecker, hat aber auch einen niedrigen Rauchpunkt. Heißt übersetzt: Butter verträgt nicht so viel Hitze und wird schnell braun und verbrennt. Nicht gerade ideal für die perfekte Bratkartoffel!

Besser eignen sich Öle und Fette, die viel Hitze vertragen. Wir empfehlen hier Butterschmalz – dieses mag es gern heiß und kommt auch noch mit dem buttrigen Aroma daher. Wer sich vegan ernährt, kann auf Albaöl zurückgreifen, welches auch ein Butteraroma enthält. In unserem Öl-Ratgeber kannst du zudem nachlesen, welches Öl sich für welchen Zweck empfiehlt.

Und ist das Öl dann in der Pfanne, darfst du ruhig mutig sein: Gerade vorgegarte Kartoffeln werden besonders knusprig, wenn du eine hohe Temperatur wählst – etwa die höchste oder zweithöchste Stufe deines Herdes.

verschiedene Flaschen gefüllt mit Öl in rustikalem Ambiente
Öl ist nicht gleich Öl: Je nach Sorte, kann man verschiedene Dinge damit anstellen. Und dann ist da noch die Sache mit dem Rauchpunkt… © Getty Images/ fcafotodigital

Erst Zwiebeln, dann Kartoffeln? Oder umgekehrt?

Zwiebeln werden bei den meisten Gerichten zuerst angebraten – bei Bratkartoffeln aber nicht. Das hat auch einen guten Grund: Landen die Zwiebeln noch vor den Knollen in der Pfanne, sind sie definitiv verbrannt, ehe die Kartoffeln den gewünschten Knusper erzielt haben.

Besser: Zwiebeln erst in die Pfanne geben, wenn die Kartoffelscheiben gewendet werden – so werden sie perfekt. Das gilt übrigens auch für den Fall, dass du auch Speck an den Kartoffeln haben willst.

Und wo wir schon beim Thema „Wenden“ wären – auch, wenn es schwer fällt: Bratkartoffeln sollten genau EINMAL gewendet werden, keineswegs öfter. So geht man auf Nummer sicher, dass die Knollen nicht einfach zerfallen und/oder matschig werden. Idealerweise sollten die Kartoffelscheiben von jeder Seite drei bis vier Minuten gebraten werden.

Fragst du dich gerade, wie denn auf diese Weise alle Kartoffelscheiben überhaupt knusprig werden sollen? Dann haben wir auch gleich den nächsten Tipp für dich, den du unbedingt beherzigen solltest. Lege nie mehr Kartoffel-Scheiben in die Pfanne, als direkt auf den Pfannenboden passen. Nur so werden die Bratkartoffeln gleichmäßig kross. Brate die Knollen lieber in mehreren Durchgängen, um dein Wunschergebnis zu erzielen.

Die richtige Würze

Klar: Auch Gewürze und Kräuter verleihen deinen Bratkartoffeln den nötigen Feinschliff. Salzen kannst du bereits zu Beginn, bei Pfeffer und frischen Kräutern solltest du erst den Gewürzstreuer schwingen, wenn die Bratkartoffeln fertig sind. Andernfalls könnten die Gewürze verbrennen und dem Gericht einen merkwürdigen Beigeschmack geben.


Na, dann kann es ja jetzt endlich loslegen! Mit unseren tricks werden deine Bratkartoffeln einfach perfekt. und wenn du dich fragst, was du dazu servieren könntest, haben wir hier ein paar Ideen für dich:

Oder hast du vielleicht Lust auf Käse? Im Video zeigen wir dir, wie du eine Tartiflette zubereitest – Bratkartoffeln in der überbackenen Version. Unverschämt gut!

Und wenn du deine Kartoffeln lieber im Ofen zubereitest, haben wir ebenfalls einen echt coolen Trick für dich. Anklicken und mehr entdecken!