Du hast noch altes Obst über und weißt nicht, was du damit anstellen sollst? Probier‘ selbst gemachte Trockenfrüchte aus und überzeug‘ dich von der traditionellen Kunst des Dörrens!

Getrocknete Aprikosen, Trockenpflaumen, Rosinen und knusprige Bananenchips – selbst gemachte Trockenfrüchte sind einfach köstlich und super gesund. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen und helfen dir bei einer guten Verdauung. Sie sind ideal nach einer durchzechten Nacht, weil sie dich satt machen ohne dass du auf deftiges und schweres Essen zurückgreifen musst und enthalten Antioxidantien.  Du hast dich dabei gefragt: „Rosinen, Korinthen, Sultaninen – gibt es einen Unterschied?“ Wir klären dich auf!

Du kannst für das Dörren eine Vielzahl an Früchten und Obst verwenden. Ebenfalls eignen sich diverse Gemüsesorten, wie beispielsweise die beliebten getrockneten Tomaten oder Peperoni. So erhältst du die gesunden Vitamine und versorgst dich mit wichtigen Nährstoffen das ganze Jahr über in Eigenregie! Fühlt sich doch fast an, als ob du auf deinem eigenen kleinen Selbstversorgerhof leben würdest, oder? Also sammle die Obst-Reste bei dir zu Hause zusammen oder besorg‘ dir dein Obst und Gemüse nach Wahl und halte dich an unsere Anleitung:

Anleitung für selbst gemachtes Trockenobst

    Vorbereiten

  1. Bevor du beginnst, musst du das Obst oder Gemüse vorbereiten. Pflanzen mit harter Schale solltest du schälen und Kerne entfernen. Wasch‘ es gründlich, trockne es ab und entfern die schlechten Stellen.
  2. Dann schneidest du das Obst oder Gemüse in sehr dünne scheiben, damit es besser trocknen kann und schön knackig im Biss wird. Die Regel ist dabei, je größer und je mehr Feuchtigkeit die Obstsorten enthalten, desto länger und hitzeintensiver der Dörrprozess.
  3. Wenn du helles Obst oder Gemüse trocknen möchtest, solltest du es vor dem Trocknen in eine Schale mit Zitronensaft tauchen, damit es sich nicht verfärbt.
  4. Dörren

  5. Im Sommer kannst du das Trockenobst ganz einfach auf Blechen auslegen oder auf Schnüren aufhängen und in der Sonne trocknen. Ansonsten greifst du ganz einfach auf deinen Ofen zurück.
  6. Leg‘ dafür das Obst mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost und trockne es unter gelegentlichem Wenden im Ofen bei einer konstanten Hitze zwischen 50 und 90 Grad. Lass‘ den Ofen ein Stück offen, sodass die Feuchtigkeit entweichen kann – dann sollte das Obst oder Gemüse nach circa sechs Stunden fertig sein.
  7. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, lohnt es sich, etwas Geld in die Hand zu nehmen und in ein Dörr-Gerät zu investieren. Du bekommst kleinere Geräte bereits ab 40 Euro und sparst dir beim regelmäßigen Einsatz eine Menge Geld.
  8. Lagern:

  9. Das fertige selbst gemachte Trockenobst oder -Gemüse kannst du dann trocken und lichtgeschützt einlagern. Am Besten benutzt du Gläser mit Schnapp- oder Schraubverschluss, damit möglichst wenig Feuchtigkeit und Luft daran kommen kann.

Dazu passen selbst gemachte Trockenfrüchte:

Mit selbst gemachten Trockenfrüchten kannst du eine Vielzahl an leckeren Gerichten aufpeppen. Ob salzige Gerichte wie gefülltes Hühnchen, Ofengemüse, Couscous oder Reis – süße Trockenfrüchte geben diesen Gerichten einen noch runderen und tieferen Geschmack.

Und natürlich passen Trockenfrüchte ideal in eine Vielzahl an Keksen, Muffins und Kuchen! Ebenfalls kannst du sie in dein eigen hergestelltes Student*innenfutter geben oder dazu dein eigenes Müsli selbst machen!

Sich die Zeit zu nehmen und selbst Lebensmittel und Zutaten für dein buntes Kochsortiment herzustellen, macht einfach Freude! Wir sammeln regelmäßig für dich eine Vielzahl an Tipps und Ideen für selbst gemachtes nach unserem Prinzip „Cook it yourself„. Lass‘ dich inspirieren und an die Hand nehmen bei der Erkundung der vielen kulinarischen Möglichkeiten!