Egal ob dunkel oder hell, die Deutschen lieben Soßenbinder. Ist die Soße mal zu dünn, wird wie selbstverständlich zum Pulver gegriffen. Hast du aber gewusst, dass du deine Soßen auch mit ganz natürlichen Zutaten andicken kannst? Wir verraten dir fünf Tricks, mit denen du deine Soße ohne Zusatzstoffe binden kannst.

Soßen binden – Hack Nr. 1: Die tolle Knolle

Kartoffeln sind nicht nur unheimlich gesund, sie enthalten auch super viel Stärke. Genau deshalb kannst du sie wunderbar zum Binden deiner Soßen verwenden.

Und so machst du es: So lange du sie vorher schälst, kann die Kartoffel hierfür sowohl roh als auch gekocht sein. Eine gekochte Kartoffel zerdrückst du mit etwas Wasser, eine rohe reibst du schön fein. Die Kartoffelmasse lässt du nun ein paar Minuten ziehen. Danach gibst du sie zur Soße und kochst beides zusammen auf. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, kannst du die Soße genießen.

Hack Nr. 2: Die klassische Mehlschwitze

Soßen binden wie in der französischen Küche? Das gelingt dir ganz einfach! Viele haben Angst vor der Zubereitung einer klassischen Mehlschwitze, dafür gibt es aber wirklich keinen Grund.

So gelingt sie dir: Um eine Mehlschwitze zuzubereiten, mischst du Mehl und Butter im Verhältnis 1:1. Bereitest du einen halben Liter Soße zu, sollten hierfür etwa jeweils 40 Gramm ausreichen. Die Butter zerlässt du zunächst in einer Pfanne und rührst das Mehl dann kräftig unter. Dann kochst du die Mehlschwitze mit deiner Soße auf. Lass‘ beides zusammen ein wenig köcheln, damit das Mehl vollkommen seinen Geschmack verliert. Röstest du das Mehl vorher in einer separaten Pfanne an, kannst du diese Methode auch wunderbar für dunkle Soßen anwenden.

Hack Nr. 3: Soßen binden leicht gemacht mit Stärke!

Stärke ist die Hauptzutat der herkömmlichen Soßenbinder, denen allerdings noch weitere Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Du kannst Stärke aber auch ganz einfach pur verwenden. Diese Methode ist nicht nur natürlicher, sondern auch unglaublich günstig.

So machst du es: Wie viel Stärke du verwenden musst, hängt davon ab, wie stark du die Soße binden möchtest. Fang am besten mit einem gestrichenen Esslöffel an. Ist dir die Soße danach noch zu dünn, kannst etwas mehr Stärke verwenden. Verrühre die Stärke einfach mit etwas Wasser und gib sie dann zur Soße. Lässt du diese nun ein bis zwei Minuten köcheln, ist sie bereits toll gebunden.

Hack Nr. 4: Eigelb für das Fingerspitzengefühl

Dieser Trick, um Soßen zu binden, ist für fortgeschrittene Hobbyköche: Eier passen nicht nur zum Frühstück, du kannst sie auch für Soßen verwenden. Eine klassisch italienische Carbonara wird zum Beispiel nur mit Eiern, nicht aber mit Sahne gebunden. Hierfür musst du allerdings vorsichtig arbeiten.

So gelingt es dir: Verrühre das Ei mit einem kleinen Schuss Wasser und gib dann etwas warme Soße hinzu. Deine Soße darf nicht zu heiß sein, da das Ei sonst stocken würde. Gib die Mischung nun zu deiner Soße, die nicht wärmer als 70 Grad sein sollte. Während du rührst, wird die Soße gebunden. Lass sie aber auf keinen Fall zu heiß werden, geh‘ also ähnlich vor wie beim Kuvertüre schmelzen.

Hack Nr. 5: Reis, Reis, Baby

Reis ist ein echter Alleskönner, wenn er als Mehl verarbeitet wurde, kannst du mit ihm sogar Soßen binden. Reismehl findest du im Supermarkt oder stellst es einfach selbst her. Hierfür darfst du eigentlich jede Reissorte verwenden, ein Rundkornreis eignet sich aber perfekt. Gib die Körner einfach in einen Mixer und mahle sie zu einem feinen Mehl. Natürlich kannst du das vorbereitete Mehl auch wunderbar lagern und später noch anderweitig nutzen.

Und so bindest du deine Soße: Für einen halben Liter Soße verwendest du am besten fünf Esslöffel des Reismehls. Rühre das Mehl einfach unter und lass‘ die Soße für fünf Minuten kochen. Die Bindung dauert bei dieser Methode etwas länger als mit purer Stärke, deswegen solltest du das Mehl nicht zu spät zur Soße hinzufügen. Ist dir diese zu dünn, kannst du noch mehr Mehl hinzugeben.

Mit diesen super einfachen Tricks kannst du deine Soße also vollkommen natürlich binden. In dein Rezept kommt jetzt auch noch Wein? Dann verraten wir dir hier, wie du diesen richtig als Zutat einsetzt. Nun steht deinem Dinner nichts mehr im Wege!


Quellen: smarticular.net, geniale-tipps.de, eat.de, frag-mutti.de, eatsmarter.de, utopia.de